Krieg Sprüche

Sprüche über Krieg

521 Sprüche in dieser Kategorie

Die Waffen ruhn, des Krieges Stürme schweigen, Auf blutge Schlachten folgt Gesang und Tanz.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 4. Akt, 1. Auftritt, Johanna

Loslassen Kann der Gewaltige den Krieg, doch nicht Gelehrig wie der Falk sich aus den Lüften Zurückschwingt auf des Jägers Hand, gehorcht Der wilde Gott dem Ruf der Menschenstimme.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 3. Akt, 3. Auftritt, Erzbischof

Der Krieg ist die stärkende Eisenkur der Menschheit und zwar mehr des Teils, der ihn leidet, als des, der ihn führt. Ein Kriegsstoß weckt die Kräfte auf, die das lange Nagen der täglichen Sorgen durchfrisst.

Jean Paul, Friedens-Predigt an Deutschland, 1808

Der Krieg ist gar keine Kunst, und der Zufall entscheidet allein über das Schlachtenglück. Von zwei Generälen, die einander gegenüberstehen und die beide dumm sind, muß notgedrungen einer den Sieg davontragen.

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Reißt die Kreuze aus der Erden! Alle sollen Schwerter werden, Gott im Himmel wird's verzeihn.

Herwegh, Gedichte eines Lebendigen, 1841-43. Aus: Aufruf

Der Krieg ist gewonnen – nicht aber der Friede.

Einstein, Aus meinen späten Jahren (übers. v. Dr. Hildegard Blomeyer nach der amerikanischen Ausgabe „Out of my later years", Philosophical Library, New York 1950), Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1952. Botschaft an die Nobel-Gedenkfeier in New York, am 19. Dezember 1945. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Albert-Einstein-Archivs der Hebräischen Universität Jerusalem

Man muß stets vollkommen zum Kriege gerüstet sein, um nie in die traurige Notwendigkeit versetzt zu werden, ihn zu führen.

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Sieh, Karl, den Granattrichter! Da heißt es immer, wir machen Geschichte, aber wir machen auch Geographie!

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Der Krieg entblößt alle schwachen Seiten der Regierung, der Krieg reißt die falschen Aushängeschilder herunter, der Krieg offenbart die innere Fäulnis ...

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Der ewige Friede ist ein Traum und zwar nicht einmal ein schöner Traum. Der Krieg ist ein Element der von Gott eingesetzten Ordnung. Die edelsten Tugenden des Menschen entfalten sich daselbst: der Mut und die Entsagung, die treue Pflichterfüllung und der Geist der Aufopferung. Der Soldat gibt sein Leben hin. Ohne den Krieg würde die Welt in Fäulnis geraten und sich im Materialismus verlieren.

Moltke, Briefe. An Professor Bluntschli

Die Freisetzung der Atomkraft hat alles verändert außer unserer Denkweise, und deshalb treiben wir auf Katastrophen zu, die nicht ihresgleichen haben.

Einstein, in: Über den Frieden. Die Originalquelle ist ein vom Emergency Committee formuliertes Telegramm vom 23./24. Mai 1946, das Einstein mitunterzeichnet hat. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Albert-Einstein-Archivs der Hebräischen Universität Jerusalem

Kriegers Sehnsucht Möchte in meinem Bett Liegen im weißen Hemd, Wünschte, der Bart wäre weg, Der Kopf gekämmt. Die Finger wären rein, Die Nägel dazu, Du, meine weiche Frau, Sorgtest für Ruh.

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Nur ein schlechter Mann läßt das Gute aus Furcht vor dem Bösen; nur ein feiger Mann sieht ab von einem glorreichen Unternehmen um eines zweifelhaften Ausganges willen.

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Jeder Krieg birgt gewissermaßen einen neuen in seinen Falten.

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Der Krieg schafft schon Gefährten, Schrecken erregt nur das alltägliche Gerede.

Petrarca, F., Briefe. An Kaiser Karl IV. in Prag

Man ist in Europa ein Mal Staatsbürger und zweiundzwanzig Mal Ausländer. Wer weise ist: dreiundzwanzig Mal.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Nationales [2], in: Die Weltbühne, 25.11.1924, Nr. 48 (Peter Panter), wieder in: Mit 5 PS, 1928

Es ist unbegreiflich, daß die ganze menschliche Gesellschaft nicht gegen das eine Wort ›Krieg‹ revoltiert.

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Der Krieg, wo er nicht erzwungene Selbstverteidigung, sondern ein toller Angriff auf eine ruhige, benachbarte Nation ist, ist ein unmenschliches, ärger als tierisches Beginnen, indem er nicht nur der Nation, die er angreift, unschuldigerweise Mord und Verwüstung drohet, sondern auch die Nation, die ihn führet, ebenso unverdient als schrecklich hinopfert.

Herder, J. G., Briefe zur Beförderung der Humanität, 1793-97. Zehnte Sammlung, 1797. Erste Gesinnung: Abscheu gegen den Krieg

Ich liebe Schlachtfelder, denn so furchtbar auch der Krieg ist, so bekundet er doch die geistige Größe des Menschen, der seinem mächtigsten Erbfeinde, dem Tode, zu trotzen vermag.

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Dritter Teil. Reise von München nach Genua. Kapitel 30

Der Krieg hat kein Erbarmen.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Lager, 1798. 6. Auftritt, zweiter Jäger

Glückselig der Staat, welcher in Friedenszeiten den Krieg fürchtet – unselig der, welcher ihn in Friedenszeiten nährt.

Inschrift. Lateinische Inschrift im Breslauer Rathaus