Krieg Sprüche

Sprüche über Krieg

521 Sprüche in dieser Kategorie

Es wird eine Zeit kommen, wo Nationalstolz ebenso angesehen werden wird wie Eigenliebe und andre Eitelkeit; und Krieg wie Schlägerei.

Varnhagen, R., Briefe

Der Krieg tritt selten ein, außer dort, wo Reichtum lockt.

Dryden, The Hind and the Panther: A Poem, in Three Parts, 1687

In Bürgerkriegen streitet die Leidenschaft des Volks, und der Feind ist der Gegenstand derselben. Jeder einzelne Mann ist hier Beleidiger, weil jeder Einzelne ausfreierWahl die Partei ergriff, für die er streitet.

Schiller, Geschichte der Unruhen in Frankreich, welche der Regierung Heinrichs IV. vorangingen bis zum Tode Karls IX., 1791

Der Krieg wird zwischen den Staaten geführt und nicht unter und mit den Privatpersonen.

Bluntschli, Das moderne Völkerrecht der zivilisierten Staaten als Rechtsbuch dargestellt, 2., ergänzte Auflage 1872 (EA: 1869)

Elegie im Kriege Lieder sing ich, seit ich denke, weil mein Herz empfindsam ist und den Spender der Geschenke im Genießen nicht vergißt. Doch sie haben mich vergessen, denen ich mein Lied beschert. Niemand lebt auf Erden, dessen Seele meines Sangs noch wert. Heldentaten zu vollbringen, ist kein Lob in dieser Zeit: Disziplin heißt sie vollbringen, Angst gebiert die Tapferkeit. Liebe, die das Herz beseligt, zupft an keiner Leier mehr. Haß ersetzt sie. Haß befehligt. Haß ist Heil und Pflicht und Wehr. Niemals kehrt die Freude wieder und das Licht, das uns umgab. Still versinken auch die Lieder in der Menschheit Massengrab.

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Die Gefühle für Gerechtigkeit, Anständigkeit und Treue, welche sich auf anerkannte Gleichheit der Rechte gründen, verlieren in Bürgerkriegen ihre Kraft, wo jeder Teil in dem andern einen Verbrecher sieht, und sich selbst das Strafamt über ihn zueignet.

Schiller, Geschichte der Unruhen in Frankreich, welche der Regierung Heinrichs IV. vorangingen bis zum Tode Karls IX., 1791

Wie wir sehen, beugt das System des Gleichgewichts den Kriegen keineswegs vor.

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Alle vereinigten Laster aller Zeiten und Länder werden nicht dem Unheil gleichkommen, welches ein einziger Krieg verursacht.

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Ein furchtbar wütend Schrecknis ist Der Krieg, die Herde schlägt er und den Hirten.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 1. Akt, 2. Szene, Stauffacher

Das Glück der Schlachten ist das Urteil Gottes.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. Prolog, 3. Auftritt, Thibaut

Versuche nicht den falschen Gott der Schlachten, denn blind und ohne Schonung waltet er.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 2. Akt, 4. Auftritt, La Hire

Diese Weisheit, welche Blut befiehlt, Ich hasse sie in meiner tiefsten Seele.

Schiller, Maria Stuart, 1800. 2. Akt, 3. Auftritt, Elisabeth

Jeder Irrthum hat seine Schule, sein Auditorium. Keiner kann so übertüncht werden, als die Idee vom Kriege. Wahrlich! ein übertünchtes Grab!

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Triff' ihn so, dass er das Sterben fühlt!

Sueton, De vita Caesarum (Die Kaiserbiographien), 2. Jhdt. n. Chr. Kaiser Caligulas stetiger Befehl, die Leiden der Schlachtopfer zu verlängern

Wenn den Krieg weder die Religion, noch die Moral, noch die Arbeit des Menschengeschlechtes abzuschaffen vermocht hat, wird das vielleicht die Wissenschaft tun, denn diese steigert die Mittel der Vernichtung so hoch, daß die menschliche Natur ihnen keinen Widerstand mehr leisten wird.

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Krieg ist ein gewichtig Wort, aber die Ehre ist gewichtiger; Friede ist ein lieblich Wort, aber das Recht ist lieblicher; wo er Ehre und Recht angreift, muß der Krieg nicht abgewiesen sein, wenn auch der Friede willkommener wäre.

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Der Krieg ist die Mutter der Geschichte.

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Feld der Ehre, – sage oft: Feld der … – sprich! — der Eitelkeit.

Grabbe, Napoleon oder Die hundert Tage. Ein Drama in fünf Aufzügen, 1831

Krieg kömpt vom Wörtlein Meyn und Deyn.

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Wer den Tod im heil'gen Kampfe fand, Ruht auch in fremder Erde im Vaterland!

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Krieg frisst Gold und scheißt Kieselsteine.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846