Krieg Sprüche

Sprüche über Krieg

521 Sprüche in dieser Kategorie

Am zweiten August 1914 Es stehen zwei Wetterwände Über dem Tal, Es fallen die Feuerbrände Strahl um Strahl. Sie fallen in reifender Ähren Wogendes Gold Sie sengen und verzehren Im Höllensold. Auf stehen die Völkerheere – Fiel nicht ein Schuß? 's treibt einer auf dunkler Fähre Über den roten Fluß.

Bosshart, J., Gedichte

Es gibt kein widerlicheres Schauspiel unter dem Himmel als zwei Menschen, die zähneknirschend und zornfunkelnd einander ins Fleisch hacken und kostbare, lebensstrotzende Körper, ja, unschätzbare lebendige Seelen in eine unnennbare, verwesende Masse verwandeln, die man nur noch zum Düngen von Rübenfeldern verwenden kann.

Carlyle, Vergangenheit und Gegenwart (Past and Present), 1843

Krieg ist der Beruf des Menschen.

Internet

Krieg macht die Erde leer und die Hölle voll.

Internet

Man soll nie gegen eine Nation kämpfen; dies ist der Kampf eines irdenen Geschirrs gegen einen eisernen Topf.

Rehlen (Hg.), Berühmte Aussprüche und Worte Napoleons von Korsika bis St. Helena, Leipzig 1906

Rechtlos nenn ich den Mann, unwürdig des Stamms und des Herdes, der einheimischen Kriegs sich freut, des entsetzlichen, grausen!

Internet

Wo Krieg ist, wird der Brotacker dürr und der Gottesacker feist.

Internet

– Dein Name werde geheiligt – kann Gottes Name mehr entheiligt werden als durch gegenseitigen Krieg?

Internet

Nach der Schlacht Sie hatten gehaßt und gestritten Die Nacht bis zum Morgenrot. Nun liegen sie zwischen zwei Gräben, Bleichwangig, schwerwund oder tot. Zwei Feinde kriechen zusammen; Befreit von des Hasses Trug Verbindet ein jeder die Wunden, Die wild er dem andern schlug.

Bosshart, J., Gedichte

Der Krieg frisst seinen Vater.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

In einer Schlacht zahlt immer der Gewinner den Preis.

Internet

Die Kriege haben vielerlei Vorwände, aber nur eine Ursache – die Armee.

Internet

Friede Über die Heide geht der Wind; Es flüstert im Gras, es rauscht in den Bäumen. Die dort unten erschlagen sind, Die vielen Toten, sie schweigen und träumen. Hören sie nicht den Glockenklang? Dringt nicht zu ihnen aus heiligen Räumen Halleluja und Friedenssang? Die vielen Toten, sie schweigen und träumen. Voll des Dankes ist alle Welt, Sie darf mit dem Lobe des Herrn nicht säumen; Wer im Kampfe fiel, heißt ein Held. Die vielen Toten, sie schweigen und träumen. Wenn die Herrscher versammelt sind, Bei festlichem Mahl laßt die Becher schäumen! Über die Heide geht der Wind; Die vielen Toten, sie schweigen und träumen.

Internet

Vermeidet den übermäßigen Geist. Er ist im Krieg unbrauchbar. Was gebraucht wird, sind: Genauigkeit, Charakter, Einfachheit.

Internet

Der Krieg ist der geadelte Parvenü aus der bürgerlichen Familie der Prügel.

Erwin (Pseudonym), Hundert Gedanken ueber den Krieg, 1884

Flugzeuge sind interessante Spielzeuge, aber ohne militärischen Wert.

Internet

Deß Krieges Buchstaben Kummer, der das Marck verzehret, Raub, der Hab und Gut verheret, Jammer, der den Sinn verkehret, Elend, das den Leib beschweret, Grausamkeit, die unrecht fehret: Sind die Frucht, die Krieg gewehret.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Ihr mögt von Kriegs- und Heldenruhm So viel uns, wie ihr wollt, verkünden, Nur schweigt von eurem Christentum, Gepredigt aus Kanonenschlünden! Bedürft ihr Proben eures Muts, So schlagt euch wie die Heiden weiland, Vergießt so viel ihr mögt des Bluts, Nur redet nicht dabei vom Heiland. [...] Noch gläubig schlägt das Türkenheer Die Schlacht zum Ruhme seines Allah – Wir haben keinen Odin mehr, Tot sind die Götter von Walhalla. Seid was ihr wollt, doch ganz und frei, Auf dieser Seite wie auf jener; Verhaßt ist mir die Heuchelei Der kriegerischen Nazarener.

Bodenstedt, F., Gedichte. Zeit- und Gelegenheitsgedichte. Aus: Die kriegerischen Nazarener, 1854

Es ist ein schöner, glücklicher Traum, der vom ewigen Frieden, aber vielleicht wird immer Krieg in der Welt sein müssen, damit wir begreifen lernen, welchen Wert und Inhalt das Leben haben soll.

Internet

Ich habe keine Angst vor einem Heer von Löwen, das von einem Schaf angeführt wird. Ich habe aber Angst vor einem Heer von Schafen, das von einem Löwen angeführt wird.

Internet

Der beste Kaufmann ist der Krieg. Er macht aus Eisen Gold.

Schiller, Demetrius. Fragment, 1805; uraufgeführt in Weimar am 15. Februar 1857. Erster Aufzug, 4. Szene, Marina