Krieg Sprüche

Sprüche über Krieg

521 Sprüche in dieser Kategorie

Das Verhältnis der Dinge und nicht das der Menschen zueinander ruft den Krieg hervor…

Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes (Du Contrat social ou Principes du droit politique), entstanden 1754-58, Erstdruck 1762

Strategie ist, wenn man ohne Munition weiterfeuert.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Als ob das Töten irgend etwas gutmachen könnte! Als ob vergossenes Blut überhaupt etwas reinigen, etwas Geschehenes ungeschehen machen könnte! O, über den geheiligten Widersinn, unter dessen Herrschaft die blöde Welt sich gestellt hat.

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Der Krieg ist das Besäufnis des Todes.

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Man sollte eine Schlacht nur beginnen, wenn man keine andere Wahl hat, da der Erfolg einer Schlacht von ihrer Natur her zweifelhaft ist. Von dem Moment aber, wo der Kampf beginnt, sind wir verpflichtet zu siegen oder zu sterben.

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Gesicht im Walde Ich hatte mich verirrt im tiefsten Wald, Schwarz war die Nacht, unheimlich troff der Regen, Der Sturm ging in den Wipfeln wild und kalt. Da sah ich plötzlich unfern meinen Wegen Durchs feuchte Laub blutrote Funken sprühn, Und Hammerschläge dröhnten mir entgegen. Durch Dornen und durch Buschwerk drang ich kühn, Und bald gewahrt' ich, rings vom Wald umfangen, In hoher Hall' ein Schmiedesfeuer glühn. Drei Riesen waren's, die die Hämmer schwangen, Berußt, die Augen nur aufs Werk gekehrt, Dazu sie schauerliche Weisen sangen. Sie schmiedeten an einem großen Schwert, Zweischneidig war's, der Griff als Kreuz gestaltet, Die Kling' ein Strahl, der züngelnd niederfährt. Und einer sang in Tönen, fast veraltet, Doch also tief, wie wenn emporgeschwellt Der mächt'ge Hauch in dumpfer Orgel waltet: "Es rührt im Birnbaum auf dem Walserfeld Sich schon der Saft, und seinem Volk zum Heile Erscheinen wird der langersehnte Held. Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile! Das Schwert, das Königsschwert muß fertig sein, Und unser Werk hat Eile, Eile, Eile!" Er schwieg, und singend fiel der zweite ein Mit einer Stimm', als wollt' er aus den Grüften Mit Erzposaunenschall die Toten schrein: "Es hat zu Nacht gedonnert in den Klüften Des alten Bergs, den man Kyffhäuser heißt, Und einen Adler sah ich in den Lüften. Wie Sturmesrauschen klingt es, wenn er kreist, In seinen Fängen trägt er Blitzeskeile, Die Rabenbrut entflieht, wo er sich weist. Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile! Zur rechten Stunde sei das Werk getan; Das Kreuzesschwert hat Eile, Eile, Eile!" Und tief einfallend hub der dritte an, Das scholl, wie unterird'sche Donner grollen, Wenn sich die Lava rühret im Vulkan: "Die Zeit ist schwanger, aus den dürren Schollen Wird eisern aufgehn eine Kriegersaat, Sein rotes Banner wird der Kampf entrollen. Drum schreiten hohe Geister früh und spat Durchs deutsche Land und pochen an die Türen Und mahnen laut: der Tag des Schicksals naht! Viel eitles Blendwerk wird der Feind erküren, Mit Lächeln locken, dräun mit Blitzgeschoß, O lasse keiner dann sein Herz verführen! Denn Füße nur von Ton hat der Koloß, Und stürzen wird er über kurze Weile, Im Fall begrabend seiner Knechte Troß. Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile! Ihr Bälge blast, ihr Funken sprüht empor! Das Schwert des Siegs hat Eile, Eile, Eile!" So sangen sie. Dann schwieg der dumpfe Chor, In kaltem Schauer bebten meine Glieder, Doch wagt' ich nicht mich in der Halle Tor. Zurück ins schwarze Dickicht floh ich wieder, Und sah verlöschen bald der Flamme Licht, Nur bang im Haupt noch summten mir die Lieder. Kaum weiß ich jetzt, war's Traumbild, war's Gesicht? Doch mahnt es, daß auch wir das Schwert bereiten, Das Schwert des Geistes, welches nie zerbricht. Wachet und betet! Schwer sind diese Zeiten.

Geibel, E., Gedichte. Hundertste Auflage, Jubel-Ausgabe, Stuttgart 1884

Der Weltkrieg war der Abtanzball des alten Imperialismus.

Ossietzky, in: Berliner Volks-Zeitung. 22. Juli 1921

Und ziehst du aus… Und ziehst du aus zu Kampf und Tat, Das Auge froh, das Schwert gewetzt, Es liegt der Toten stumme Saat, Wo auch dein Pferd die Hufe setzt. Und wirbst du keck um Ehr' und Gut, Und liegt der Morgen frühlingsklar, Sieh, unter jeder Scholle ruht Schon einer, der hier glücklich war. Ob im Turnier ein Schwert sie traf, Ob sie die Schlange leis beschlich, Sie lächeln alle tief im Schlaf Und warten, warten nur auf dich…

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Wenn Fürsten Krieg wollen, so beginnen sie ihn und lassen dann einen arbeitsamen Rechtsgelehrten kommen, der beweist, daß es also Recht sei.

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Kriege werden aus Hauptursachen angesponnen und aus Scheinursachen geführt.

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Wie kommen wir Menschen dazu, große Pläne auszubrüten, die so viel Blut kosten? Wir wollen leben und leben lassen!

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Vom Kriegsführen halte ich nichts. Es gebiert nichts Gutes. Wenn man nicht zur Verteidigung des Vaterlandes oder um einer Gefahr vorzubeugen den Degen zieht, sollte man es lieber lassen.

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Oben ziehen still die Kraniche, Unten zanken sich laut die Wölfe. Der Krieg läßt mich nicht schlafen. Wer hat die Kraft und ordnet Himmel und Erde?

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Krieg! Es würde genügen, den Feind wissen zu lassen: Kommt bloß nicht! Wir haben Typhus.

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Die Welt zu erobern, ist das eine. Sie auf die Dauer zu beherrschen und ihren Frieden zu erhalten, ist das andere.

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Besser heiße Kugeln, als heiße Worte.

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Friede regier’ in der Stadt und Reichtum, dass ich mit andern Jubele, nimmer verlangt mich nach den Plagen des Kriegs.

Theognis, Elegien. Deutsch im Versmaße der Urschriften, übersetzt von Wilhelm Binder 1859. V. 883f.

All das Unglück, das ihr erlitten habt, hat euch noch nicht darüber belehrt, was ihr tun sollt, um den Krieg zu vermeiden.

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Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, und es gibt in der Anwendung derselben keine Grenzen.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34

Es war einfacher, den fernen Osten zu erobern, als herauszufinden, was wir mit ihm anfangen sollen.

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Wie töricht sind Nationen, die ihre Größe im Ruhm der Waffen suchen. Eine jede besaß solchen einmal und verlor ihn wieder.

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