Krieg Sprüche – motivierend

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Der Degen hat den Kaiser arm gemacht; Der Pflug ists, der ihn wieder stärken muß.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 1. Akt, 2. Auftritt, Questenberg

Alle den Kämpfenden Bring' es Gewinn!

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 3. Akt, Schattiger Hain, Euphorion

Die Siege im Krieg werden gewöhnlich sittlicher erfochten als die diplomatischen und ministeriellen im Frieden.

Jean Paul, Politische Fastenpredigten während Deutschlands Marterwoche, 1817. V. Nachsommervögel gegen das Ende des Jahres 1816. 5. Gesetze des Friedens

Wer Krieg predigt, ist des Teufels Feldprediger.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wenn die Fahnen wehen, steckt der Verstand in der Trompete.

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Cränz einen Welterobrer nicht, Schlepp lieber ihn zum Hochgericht.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Ein silbern dito [ABC]. Originaltext

Der Krieg ist die stärkende Eisenkur der Menschheit und zwar mehr des Teils, der ihn leidet, als des, der ihn führt. Ein Kriegsstoß weckt die Kräfte auf, die das lange Nagen der täglichen Sorgen durchfrisst.

Jean Paul, Friedens-Predigt an Deutschland, 1808

Nur ein schlechter Mann läßt das Gute aus Furcht vor dem Bösen; nur ein feiger Mann sieht ab von einem glorreichen Unternehmen um eines zweifelhaften Ausganges willen.

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Ich liebe Schlachtfelder, denn so furchtbar auch der Krieg ist, so bekundet er doch die geistige Größe des Menschen, der seinem mächtigsten Erbfeinde, dem Tode, zu trotzen vermag.

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Dritter Teil. Reise von München nach Genua. Kapitel 30

Politiker an die Front, dann gibt's keinen Krieg mehr.

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Jener Krieg ist gerecht, der notwendig ist und jener Kampf fromm, in dem allein noch Hoffnung liegt.

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Durch Krieg den Volksschmerz heilen – heißt: Enthaupten den, den Zahnschmerz plagt.

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Alle Nationen sind tapferer, sobald sie für ihren Herd kämpfen, als wenn sie ihre Nachbarn angreifen; sollte dies nicht einen natürlichen Grund im Menschen haben, daß es recht ist, sich zu verteidigen, und nicht seinen Nachbarn angreifen?

Friedrich II., Geschichte meiner Zeit, 1775

Reiter-Weckruf »Ist's nicht genug geruht? Ist's nicht genug geruht? Auf! Auf! Auf, frisches Reiterblut! Denkt euch, der Feind sei da! Auf, auf! Ja! ja!« So thut es, so klingt es, So schmettert's, so singt es, So stößt es und fährt durch den Nebelduft Hinaus in die Morgenluft. Trompetenruf, Trompetenstoß! O, gieng' es los, o, gieng' es los! Auf den Feind hinein In gedrängten Reih'n! Marsch! Marsch! und eingehauen! Dürfte ich das noch schauen! Nicht schauen allein! Mitten unter den Braven sein, Mitthun, zu Rosse sitzen, Wenn die Thiere wiehern, die Klingen blitzen, Und erjagen helfen im Schlachtenbrand Ein Vaterland, ein Vaterland, Ein Deutschland, das wir nicht haben, Mit dem Säbel holen und graben, Wenn ein heiliger Krieg uns endlich eint Gegen den alten frechen Feind, Den Räuber, der seiner Beute Sich rühmet noch heute! Und dann, ja dann, Ganz Mann, Dann im flammenden Kampfgewühl, In des Lebens schwellendem Hochgefühl Todeswund Ausschütten die Seele auf blut'gen Grund, Sterben als braver Soldat In einer That, Ja, das wär' etwas, Das steht nicht so blaß! Sterben als braver Reiter, Das wär' gescheidter.

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Die Kriege haben vielerlei Vorwände, aber nur eine Ursache – die Armee.

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Ich habe keine Angst vor einem Heer von Löwen, das von einem Schaf angeführt wird. Ich habe aber Angst vor einem Heer von Schafen, das von einem Löwen angeführt wird.

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Ein rechter Krieg wäre erst, wenn nur die, die nicht taugen, in ihn geschickt würden.

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. V. 1915

Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34

Gott, der Allmächt'ge, blies, Und die Armada flog nach allen Winden.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die unüberwindliche Flotte (Nach einem ältern Dichter), Erstdruck 1786

Der Krieg ist trotz seiner Schrecken eigentlich nicht unpopulär. Er begünstigt und entwickelt Triebe, die bei den Menschen sonst zu schlummern pflegen. Die Rohheit, der Blutdurst, die Freude, ja sogar der Rausch des Tötens wurzeln so tief im Innersten der Sterblichen, daß sie leicht wieder zutage treten.

France, in: Marcel Le Goff: Gespräche mit Anatole France, 1914-1924, übersetzt von Ernst Klarwill, München 1925

Es ist einer der ersten Grundsätze des Kriegs, seine Macht zu übertreiben, nicht aber, sie klein darzustellen.

Rehlen (Hg.), Berühmte Aussprüche und Worte Napoleons von Korsika bis St. Helena, Leipzig 1906