Krieg Sprüche – motivierend

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Gott verhüt' einen Feldzug immerdar, Doch geb' er Kriegsfurcht und Kriegsgefahr! Es möchten die Menschenbestien auf Erden Zu übermütig sich sonst gebärden.

Vierordt, Deutsche Hobelspäne. Stoßseufzer und Stammbuchblätter, 1909

Krieg läßt sich mit Vernunft und gerechtem Gefühl nicht koordinieren. Er braucht einen gesteigerten Zustand des Gefühls, er braucht Enthusiasmus für die eigene Sache und Hass gegen den Gegner. Nun liegt es in der menschlichen Natur, dass sich starke Gefühle nicht ins Unendliche prolongieren lassen, weder ein einem einzelnen Individuum noch in einem Volke, und das weiß die militärische Organisation. Sie benötigt darum eine künstliche Aufstachelung, ein ständiges "doping" der Erregung. …

Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, entstanden im Exil 1939-41, Stockholm 1942 (posthum)

Das Mörderischste sind nicht die Kanonen, sondern die Ideen.

Rolland, Clerambault. Geschichte eines freien Gewissens im Kriege (Clerambault, histoire d’une conscience libre pendant la guerre), 1920

Man war Schriftsteller, man hatte das Wort und damit die Pflicht, seine Überzeugungen auszudrücken [gegen die Kriegshetze], soweit dies in einer Zeit der Zensur möglich war.

Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, entstanden im Exil 1939-41, Stockholm 1942 (posthum)

Der Krieg tötet doch nicht nur Leiber, in vielen dieser Leiber schlägt das Herz der Menschheit, lebt der Genius der Zukunft.

Dohm, Der Mißbrauch des Todes. Senile Impression, 1917. Originaltext

Ein rasender Protest gegen den kriegerischen Gedanken und das kriegerische System in der ganzen Welt tut not.

Klabund, Bußpredigt, 1917

Der Patriotismus, Vaterlands-Liebe, ist das Kriegs-Genie der Nationen. Nationen, die ohne Patriotismus streiten, sind Mechaniker, zugestutzte, abgerichtete Krieger ohne das eigentliche Genie.

Lichtenberg, Sudelbuch L, 1796-1799

Der Enthusiasmus bei Beginn eines Krieges entspringt zumeist aus der rauflustigen Seele des Menschen; er wütet gegen Menschen, die genauso gut und schlecht sind wie er selber.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919