Krieg Sprüche – zeit

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Den Kriegshetzern sollte es gehen wie den Bienen. Wer den Stachel benützt, sollte umkommen.

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Für wen sind denn so strahlend Stern' an Sterne mit Monden sinnlos in den Raum gehängt? Kriech du inmitten, niemand achtet dein. Das All führt hohen Krieg, die Erde niedern.

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Ein preußischer General stirbt, aber er hinterläßt keine Memoiren.

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Nur der Tod sieht das Ende des Krieges.

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Der Krieg ist schrecklich wie des Himmels Plagen.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 2. Akt, 2. Auftritt, Max

Der Krieg 1 Aufgestanden ist er, welcher lange schlief, Aufgestanden unten aus Gewölben tief. In der Dämmrung steht er, groß und unerkannt, Und den Mond zerdrückt er in der schwarzen Hand. In den Abendlärm der Städte fällt es weit, Frost und Schatten einer fremden Dunkelheit, Und der Märkte runder Wirbel stockt zu Eis. Es wird still. Sie sehn sich um. Und keiner weiß. In den Gassen faßt es ihre Schulter leicht. Eine Frage. Keine Antwort. Ein Gesicht erbleicht. In der Ferne wimmert ein Geläute dünn Und die Bärte zittern um ihr spitzes Kinn. Auf den Bergen hebt er schon zu tanzen an Und er schreit: Ihr Krieger alle, auf und an. Und es schallet, wenn das schwarze Haupt er schwenkt, Drum von tausend Schädeln laute Kette hängt. Einem Turm gleich tritt er aus die letzte Glut, Wo der Tag flieht, sind die Ströme schon voll Blut. Zahllos sind die Leichen schon im Schilf gestreckt, Von des Todes starken Vögeln weiß bedeckt. Über runder Mauern blauem Flammenschwall Steht er, über schwarzer Gassen Waffenschall. ›Über Toren, wo die Wächter liegen quer, Über Brücken, die von Bergen Toter schwer.‹ In die Nacht er jagt das Feuer querfeldein Einen roten Hund mit wilder Mäuler Schrein. Aus dem Dunkel springt der Nächte schwarze Welt, Von Vulkanen furchtbar ist ihr Rand erhellt.

Heym, G., Gedichte. Erstdruck in: Umbra vitae unter dem Titel: Der Krieg, Leipzig 1912

Der Krieg ist für den einen eine Amme, für den anderen ein Windhund, für den dritten der Tod.

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Der Krieg liebt den Sieg und nicht die Dauer.

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Den Toten zur Ehr Den Lebenden zur Mahnung Den Kommenden zur Warnung

Inschrift. Am Gefallenendenkmal am Plambacheck in Niederösterreich

Der Bürger gilt nichts mehr, der Krieger alles, Straflose Frechheit spricht den Sitten Hohn, Und rohe Horden lagern sich, verwildert Im langen Krieg, auf dem verheerten Boden.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Prolog, 1798

Wer eine Stadt erobert, die gewohnt war, frei zu sein, und sie nicht zerstört, mag sich darauf gefaßt machen, von ihr zugrunde gerichtet zu werden. Denn der Name der Freiheit und die alte Staatsverfassung dienen stets als Vorwand für Aufstände und werden weder im Lauf der Zeit noch durch Wohltaten in Vergessenheit geraten.

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Der Krieg betrügt allzeit seinen Mann.

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Über den Besitz von Geld und Gut entstehen alle Kriege.

Platon, Phaidon, entstanden um 380 v. Chr. 66c. Übersetzt von Friedrich Schleiermacher

Der Tag wird kommen, an dem euch die Waffen aus den Händen fallen werden; der Tag wird kommen, an dem der Krieg zwischen Paris und London, zwischen Petersburg und Berlin ebenso lächerlich erscheinen und ebenso unmöglich sein wird, wie zwischen Rom und Amiens, zwischen Boston und Philadelphia.

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Wenn die Kriegswunden heilen, so bleiben doch Narben und Schrammen.

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Helden fallen und Söhne gehen von Müttern. Das sind alles einfache Gesetze, einfache Rechte, Atem und Lidschlag ungeheuren Geschehens.

Binding, R. G., Gedichte. Aus: Beweinung

Es kämpfen die Parteien und im Wald entrollt sich der Farn.

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Auf euer Haupt wälzt er der Witwen und der Waisen Tränen, der toten Männer Blut, der Weiber Gram um Gatten, Väter und um Anverlobte, die dieser grimme Streit verschlingen wird.

Shakespeare, König Heinrich V., Raubdruck 1600

Während sich auf anderen Gebieten Irrtümer bisweilen wieder gutmachen lassen, ist dies bei Fehlern, die man im Kriege begeht, unmöglich, weil sie sich sogleich rächen.

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Den nächsten Krieg gewinnt der Tod.

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Pulver ist schwarz, Blut ist rot, Golden flackert die Flamme!

Freiligrath, F., Gedichte. Aus: Schwarz-Rot-Gold (London, 17. März 1848)