Krieg Sprüche – zeit

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Der Degen hat den Kaiser arm gemacht; Der Pflug ists, der ihn wieder stärken muß.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 1. Akt, 2. Auftritt, Questenberg

Im Krieg und in der Lotterie, wer gewinnt, das weiß man nie.

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Der Krieg ist unausbleiblich vom Elend ebensowohl vom Ruhm gefolgt.

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Leiden, ach, zu allen Zeiten muß der kleine Mann, wenn die Großen streiten.

La Fontaine, Fabeln (Fables choisies, mises en vers par M. de La Fontaine), 1668. Der Frosch und die zwei Stiere

Tod in Ähren Im Weizenfeld, in Korn und Mohn, liegt ein Soldat, unaufgefunden, zwei Tage schon, zwei Nächte schon, mit schweren Wunden, unverbunden, durstüberquält und fieberwild, im Todeskampf den Kopf erhoben. Ein letzter Traum, ein letztes Bild, sein brechend Auge schlägt nach oben. Die Sense rauscht im Ährenfeld, er sieht sein Dorf im Arbeitsfrieden. Ade, ade du Heimatwelt - und beugt das Haupt und ist verschieden.

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Wir sprechen von den Gesetzen des Krieges, als ob der Krieg nicht die Zerstörung aller Gesetze wäre.

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Im Kriege selber ist das Letzte nicht der Krieg.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 1. Akt, 4. Auftritt, Octavio

Es ist nicht schimpflich, bisweilen, wie Achill, unter Weibern zu sitzen und sich des Lebens zu freuen. Aber sich auch dann noch unter ihnen zu verbergen, wenn die Tuba zu Taten ruft, das ist schimpflich.

Jacobs (Hg.), Aehrenlese aus dem Tagebuche des Pfarrers von Mainau, 2 Bde., 1823-25

Der Krieg entblößt alle schwachen Seiten der Regierung, der Krieg reißt die falschen Aushängeschilder herunter, der Krieg offenbart die innere Fäulnis ...

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… im Krieg gilt jeder Vorteil, Wir nehmen unbedenklich, was sich bietet.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. Wrangel

Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos. War man je zu all dem frisch und munter? … Kriegsmüde hat man immer zu sein, das heißt nicht nachdem, sondern ehe man den Krieg begonnen hat.

Kraus, Glossen bis 1924. Unsere Pallas Athene!

Es ist seit Homer eine seltsame Narrheit der Dichter, daß sie die Kriege feiern.

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Männer sind alles, Maßregeln vergleichsweise nichts.

Canning, Reden. Über den Militäretat, 8. Dezember 1802

Es wird eine Zeit kommen, wo Nationalstolz ebenso angesehen werden wird wie Eigenliebe und andre Eitelkeit; und Krieg wie Schlägerei.

Varnhagen, R., Briefe

Alle vereinigten Laster aller Zeiten und Länder werden nicht dem Unheil gleichkommen, welches ein einziger Krieg verursacht.

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Ein furchtbar wütend Schrecknis ist Der Krieg, die Herde schlägt er und den Hirten.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 1. Akt, 2. Szene, Stauffacher

Krieg frisst Gold und scheißt Kieselsteine.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Der Säbel hat kein Erbarmen, die Kugel keine Augen.

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Machiavelli hat über den Krieg geschrieben, wie ein Blinder von der Farbe spricht.

Rehlen (Hg.), Berühmte Aussprüche und Worte Napoleons von Korsika bis St. Helena, Leipzig 1906

Ein ewiger Krieg würde die Menschen in Raubtiere, ein ewiger Friede in Lasttiere verwandeln.

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Ich verabscheue den Krieg: er verdirbt die Armeen.

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