Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

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Wer sein Leben auf Kosten anderer erhalten will, muss es sobald es nötig ist, auch für sie hingeben.

Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes (Du Contrat social ou Principes du droit politique), entstanden 1754-58, Erstdruck 1762. Zweites Buch, 5. Kapitel: Recht über Leben und Tod

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Neues Testament. Das Evangelium nach Johannes (#Joh 1,4)

Ein Leben, das keine Widerwertigkeit hat, muß man unter denen suchen, die nur von Morgen bis Abend gelebet.

Winckler, Zwey Tausend Gutte Gedancken, zusammen gebracht von dem Geübten [i. e. Paul Winckler], 1685

Geh' deinen Weg Auf rechtem Steg, Fahr' fort und leid', Trag' keinen Neid, Bet', hoff' auf Gott In aller Noth, Sei still und trau, Hab' acht und schau; Groß' Wunder wirst du sehen.

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Unser Leben ist nur eine Folge unbedeutender Taten, die, zu Gott emporgetragen, aber unsere Ewigkeit formen.

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Die Geschichte hat ihre Launen im Erhalten wie im Zerstören.

Scheffel, Ekkehard. Eine Geschichte aus dem zehnten Jahrhundert, 1855

Es geschieht nicht alles wegen mir. Es tanzen keine Gestirne, es rauschen keine Bäume wegen mir. Ich muß mich selber ins Leben einfügen, selber den Weg suchen. Wie ich mich selber in das Leben vertiefe, so wird es sich mir weiten.

Kaergel (Hg.), Das Hermann Stehr-Buch. Eine Auswahl aus seinen weltanschaulichen Dichtungen und Gesprächen, 1927

Nur Wanderer sind wir auf der Lebensreise, Paläste bauen ist nicht weise.

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Wie das Dunkel der Nacht die Lichter des Himmels enthüllt, so enthüllt sich uns inmitten der uns umgebenden Armut und Erniedrigung die ganze Schönheit und Bedeutung des Lebens.

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Je kühner das Leben, desto mehr ist es ‹Ich›.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Ja – sein Leben bestand aus Augenblicken, und vor lauter Augenblicken war er nicht zum Leben gekommen.

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Schwerer als auf anderen Zeiten der schwarze Tod, lastet auf unserem Zeitalter die Seuche des grellen Lebens.

Ernst, Vom geruhigen Leben. Humoristische Plaudereien über große und kleine Kinder, 1903

Beherzt im Leiden, Im Glück bescheiden, Gerecht in beiden Der armen Welt, Die viel verspricht Und wenig hält; Doch ob sie bricht, Ob stählt den Mut, Nur immer tut Gar wohl bestellt, Was Gott gefällt.

Ebner-Eschenbach, Aus einem zeitlosen Tagebuch, 1916

Die Bejahung des Lebens ist immer ein Siegesgefühl.

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Ehe sie den Wert des Lebens erkannt, haben die meisten es schon halb durcheilt.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Der Reichtum des Lebens steckt nicht in einem Menschen, er steckt in allen.

Peters, Strahlende Kräfte! Wege zum Glück durch Charakter-, Willens- und Menschenbildung, 1916

Lebe in der Gegenwart, um für die Zukunft bereit zu sein.

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In meine stillen Träume In meine stillen Träume schleichst du dich allnächtlich ein, dein Haupt sinkt an meine Schulter, der Mond blickt durchs Fenster herein. Vor meinem Lager duften die Rosen berückend schwül; ich berge verwirrt mein Antlitz in dem seidenen Spitzenpfühl. Du bist ja zu mir gekommen im Traume, in der Nacht; da ist in mir Unglückseligen die Leidenschaft neu erwacht. Die Gluten, die schlummermüden, schlugen zur Flamme empor, ich suche im Traume das Leben und finde verschlossen das Tor.

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Ich fürchte, das Leben ist dazu angethan, uns vieles ertragen zu lehren, was uns zuerst unmöglich erschien.

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Das Leben ist ein ermüdender Kreislauf, gleich einem Postwagen, der immer reist und nie weiter kommt.

Barth (Hg.), Süddeutsche Originalien. Hahn, Hosch und andere. Viertes Heft, hg. von M. C. G. Barth, 1836. II: Aus Pfarrer Hosch's Tagebuch, 1795

Das Leben muß eine unaufhörliche Erziehung sein, man muß alles lernen, vom Sprechen bis zum Sterben.

Flaubert, G., Briefe. An George Sand, 1869