Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Die Ruine Was war da versammelt für Herrlichkeit? Was hat da verblutet für Herzeleid? Da war aller Lust, allem Leide gerecht Im Kommen und Gehen manch stolz' Geschlecht Vor alter Zeit! Die Mauern, die öden, sie ragen weit, Kein Hall mehr in ihnen von Lust noch Streit; Die Chronik erzählet wohl manche Mär', Die Steine verschweigen Nutz und Lehr' Aus alter Zeit! Und wenn dann dich, Wandrer, hinabgeleit't Die Wehmut ob menschlicher Nichtigkeit, Bedenke, wie wenig an Frist vergeht, So wird auch veröden die unsre Statt' Gleich alter Zeit! Der Ort, wo du liefest im Kinderpfaid, Der Hain, wo du küßtest die erste Maid, Der Saal, der einst Zechern das Echo gab, Veröden, sowie auch dein Mal am Grab, Alt deine Zeit! Dann wallen wohl andre von Wegen weit Den Stätten zu unsrer Vergangenheit Und seufzen, wie einst wir, aus banger Brust: Wie sind wir der Sonne so kurz bewußt, Wie keine Zeit!
Welch ein ruhevolles Leben ist das für den, der flieht dem weltlichen Lärmen und dem versteckten Pfad folgt, auf dem die wenigen Weisen dieser Welt gegangen sind.
To be or not to be – Toby or not Toby, that is the question?
Das Leben ist ein Traum Das Leben ist ein Traum! Wir schlüpfen in die Welt und schweben Mit jungem Zehn Und frischem Gaum Auf ihrem Wehn Und ihrem Schaum, Bis wir nicht mehr an Erde kleben: Und dann, was ist's, was ist das Leben? Das Leben ist ein Traum! Das Leben ist ein Traum! Wir lieben, uns're Herzen schlagen, Und Herz an Herz Geschmolzen kaum, Ist Lieb' und Scherz Ein lichter Schaum, Ist hingeschwunden, weggetragen! Was ist das Leben? hör' ich fragen: Das Leben ist ein Traum! Das Leben ist ein Traum! Wir denken, zweifeln, werden Weise; Wir theilen ein In Art und Raum, In Licht und Schein, In Kraut und Baum, Studiren und gewinnen Preise; Dann, nah' am Grabe, sagen Greise: Das Leben ist ein Traum!
Siehe, wir träumen, wenn wir vom Tode reden. Ich habe manchen sterben sehen; aber so eingeschränkt ist die Menschheit, daß sie für ihres Daseins Anfang und Ende keinen Sinn hat.
Warum klagst du, Pilger dieser Erden? Förd're muntern Schrittes deinen Lauf! Sinkt der Tag, so muß es Abend werden, Und der Stern der Hoffnung geht dir auf. Ungestört ruht dann der Lebensmüde, Ausgekämpft ist nun der schwere Streit. Aufwärts schaun in die Unendlichkeit Über Gräbern wohnt der wahre Friede.
Nacht Das Tal ist ertrunken in Nacht, Die taglang Mühsal vollbracht. Nur des Bergbachs Schwellen und Dämpfen Mahnt an das zeitlose Ringen und Kämpfen Der Lebensschlacht. Ein einziger bebender Schimmer durchbricht Das Dunkel. Ist es ein Totenlicht? Ist es ein Grüßen der Erde hinauf Zu den Geschwistern im Sternenlauf? Oder ein Hoffen des Ewig-Blinden, Oben erlösende Wahrheit zu finden? Rings um die Seele ist Nacht, Drin ist ein Funken entfacht, Möchte die Finsternis siegreich zerstreuen, Über erloschenen Sternen die neuen, Schlackenbefreiten mit Macht entzünden Und ob der Seele zum Himmel ründen.
Auch allzulang gelebt zu haben, schadet.
Was ist nun also das Leben, oder besser: Ist das überhaupt ein Leben, wenn man sich daraus die Lust wegdenkt?
Viel getan haben heißt, oft Undank ernten; zuviel getan haben heißt, immer Undank ernten.
Ich bin in jedem Augenblick der Wanderer, der über den eigenen Weg zu entscheiden hat.
An das Leben Wieviel, o Leben, dank ich dir, Du Lehrer groß vor allen, Ob auch dein Rat nicht immer mir Im Augenblick gefallen. Du wiesest mir so manche Kunst, Die keine Meister lehren. Du zeigtest mir als eitel Dunst, Was viele heiß begehren. Nun bitt ich um das Eine dich. O woll mirs nicht versagen! Die letzte Kunst noch lehre mich: Mit heiterm Sinn entsagen!