Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Auch unser Leben hat Jahreszeiten, hat Steigen und Fallen, hat Tag und Nacht.
Es ist wahr, daß uns der Tod nahe ist und daß das ganze Treiben hier Torheit ist. Ich muß dir aufrichtig sagen: ich lege ja auf meine Pläne und auf meine Arbeit einen hohen Wert; aber wenn man's ernsthaft überlegt, so ist doch diese unsere ganze Menschenwelt nur so eine Art Schimmelüberzug, der sich auf einem kleinwinzigen Planeten gebildet hat. Und da bilden wir uns ein, es könne bei uns etwas Großes geben, große Pläne, große Taten! All das sind nur Sandkörnchen.
Das Leben ist nichts, als ein Weg, um etwas zu werden!
Fordert das Leben von mir das Unmögliche, so erdrückt es mich entweder, oder – es ist nicht das Unmögliche gewesen. In jedem Fall soll ich alles aufbieten, was an Kraft in mich gelegt ist.
So groß wird durch die Verachtung des Todes die Schönheit des Lebens – so gewiß ist jeder, der mit kaltem Blut sich das Leben abspricht, vermögend, es zu ertragen – so wahr rät Rousseau, vor dem Tode eine gute Tat zu unternehmen, weil man jenen dann entbehren kann...
Schnellzug Auf dieser Lebensbahn rattert es drauf und dran in schnellem Zug. Und meine Melodie macht es, ich weiß nicht wie, zu einem Trug. Draußen das liebe Land, das noch nicht stille stand, wie es sich dreht! Alles bleibt mir versäumt, alles bleibt ungeträumt, alles vergeht. Man wird vom Schauen stumpf, hier drin die Luft ist dumpf, draußen ist's schön. Dann wird die Zeit mir lang, dann wird mir wieder bang vor dem Vergehn. Welch eine Menschennot schlägt sich die Zeit hier tot auf ihre Art. Hier drin ist nichts wie Schmutz, und ich bin voller Trutz. Welch eine Fahrt! Doch was auch quält und närrt, ich bleibe eingesperrt bis an das End'. Wollte mich gern befrein, wollte die Landschaft sein, die rückwärts rennt!
Die meisten Menschen sind offenbar zufällig auf der Welt: es zeigt sich keine Notwendigkeit höherer Art in ihnen.
Dies Kommen und Gehen in unserem Gasthaus Erde ist doch was recht Sonderbares – kaum, daß man sich einschreibt ins Fremdenbuch!
Das Leben stellt sich dar als ein fortgesetzter Betrug, im Kleinen, wie im Großen. Hat es versprochen, so hält es nicht; es sei denn, um zu zeigen, wie wenig wünschenswert das Gewünschte war.
Das Leben verlangt gebieterisch eine Leitung durch den Gedanken.
All unser Schaffen ist ein ew'ges Ringen, Und nicht das Kleinste können wir gestalten, Wenn wir zuvor der feindlichen Gewalten, Die drohend uns umgeben, nicht bezwingen. Das Wasser droht uns heulend zu verschlingen; Der Felsen trotzt, durch eigne Kraft gehalten, Die Flamme zuckt hervor aus dunklen Spalten, Und sausend schlägt der Sturm die Riesenschwingen. Und wurden wir der Elemente Meister, Dann tritt der Mensch dem Menschen stolz entgegen, Und in dem Kampfe messen sich die Geister. Und haben wir auch hier den Sieg errungen, Lohnt uns doch dann erst des Gelingens Segen, Wenn wir im schwersten Kampf uns selbst bezwungen.
Ein Glück ist's, daß jedem nur sein eigner Zustand zu behagen braucht.
Hervortun soll der Mensch sich, daß auf Erden Sein erstes Leben hinterlaß ein zweites.
Siehe, auch ich – lebe Also ihr lebt noch, alle, alle, ihr, am Bach ihr Weiden und am Hang ihr Birken, und fangt von neuem an, euch auszuwirken, und wart so lang nur Schlummernde, gleich – mir. Siehe, du Blume hier, du Vogel dort, sieh, wie auch ich von neuem mich erhebe... Voll innern Jubels treib ich Wort auf Wort... Siehe, auch ich, ich schien nur tot. Ich lebe!
Wir sollen nicht meinen, ein Teil des Lebens könne mit dem Verlust des anderen erkauft werden. Wir bedürfen alles: die Kindheit, die Jugend, das Alter; eines muss dem andern erst Wert und Trost geben.
Die Weltordnung ist Veränderung, das Leben persönliche Wahrnehmung.