Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Wenn du das Leben verstehen willst, hör auf zu glauben, was die Leute sagen und schreiben. Beobachte lieber dich selbst, und mach dir deine eigenen Gedanken.
Der Mensch, der nicht weiß, wann er sein Leben opfern muss, weiß auch nicht, wie er zu leben hat.
An einen jungen Freund Nimm dieses Leben nicht so ernst! recht spaßhaft ist's im allgemeinen… Je besser du es kennenlernst, je muntrer wird es dir erscheinen. Kein Drama ist's im großen Stil – wie du dir denkst – mit Schuld und Sühne; es ist ein derbes Possenspiel auf einer Dilettantenbühne. Zwar wär's nicht halb so jämmerlich, wenn nur die Leute besser spielten, und wenn die Lustigmacher sich nicht immer für die Helden hielten.
Leben Seele, die du, unergründlich Tief versenkt, dich ätherwärts Schwingen möchtest und allstündlich Dich gehemmt wähnst durch den Schmerz – An den Taucher, an den stillen, Denke, der in finstrer See Fischt nach eines Höhern Willen: Nur vom Atmen kommt sein Weh. Ist die Perle erst gefunden In der öden Wellengruft, Wird er schnell emporgewunden, Daß ihn heilen Licht und Luft; Was sich lange ihm verhehlte, Wird ihm dann auf einmal klar: Daß, was ihn im Abgrund quälte, Eben nur sein Leben war.
Das Gewebe unsres Lebens besteht aus gemischtem Garn, gut und schlecht durch einander. Unsre Tugenden würden stolz sein, wenn unsre Fehler sie nicht geißelten, und unsre Laster würden verzweifeln, wenn sie nicht von unsern Tugenden ermuntert würden.
Bis zum zwanzigsten Jahre bleibt das Kind in der Studienanstalt, wo sich alles um die Arbeit, das Verdienst, die Befähigung handelt. Tritt dann der Zwanzigjährige in die Welt ein, ist alles anders: es ist gerade das Gegenteil.
Es war ein Wahn vielleicht, ein großer Wahn, Des Lebens Tiefen zu durchmessen – Am eignen warmen Leib den Schmerz zu spüren, Den vorher Andere besessen ...
Das menschliche Leben ist ein Kampf von Anfang bis Ende. Wir alle werden unter Umständen voll Kummer und Schmerzen in dieses elende Leben geboren.
Am Meerufer Und Welle kommt und Welle flieht, Und der Wind stürzt sein Lied, Schaumwasser spielt an deine Schuhe Knie nieder, Wandrer, ruhe. Es wälzt das Meer zur Sonne hin, Und aller Himmel blüht darin. Mit welcher Welle willst du treiben? Es wird nicht immer Mittag bleiben. Es braust ein Meer zur Ewigkeit, In Glanz und Macht und Schweigezeit, Und niemand weiß wie weit – Und einmal kommst du dort zur Ruh, Lebenswandrer, Du.
Rätsel Bald ist's von dieser, bald von jener Sorte: dort gilt's der Silbe, hier gilt es dem Worte. Leicht läßt es dich in alle Ferne schweifen, wiewohl grad nur das Nächste zu ergreifen. Bescheiden steht's und wartet in der Ecke, bis du den Sinn holst aus dem Wortverstecke. Wenn endlich dir die Lösung glücken soll, sei zu bedenken dieses dir gegeben: gelöst wär' nur dies eine eben, jedoch fast jedes Ding im Leben, es bleibt dir leider dessen voll. Ja mehr als das – ich wag es auszusprechen und will dich warnen, ehe es zu spät –, dies eine selbst, es lohnt kein Kopfzerbrechen: denn Rätsel bleibt es, wenn man's auch errät.