Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Wohl fühl ich, wie das Leben rinnt Wohl fühl ich, wie das Leben rinnt Und daß ich endlich scheiden muß, Daß endlich doch das letzte Lied Und endlich kommt der letzte Kuß. Noch hing ich fest an deinem Mund In schmerzlich bangender Begier; Du gibst der Jugend letzten Kuß, Die letzte Rose gibst du mir. Du schenkst aus jenem Zauberkelch Den letzten goldnen Trunk mir ein; Du bist aus jener Märchenwelt Mein allerletzter Abendschein. Am Himmel steht der letzte Stern, O halte nicht dein Herz zurück; Zu deinen Füßen sink ich hin, O fühl's, du bist mein letztes Glück! Laß einmal noch durch meine Brust Des vollsten Lebens Schauer wehn, Eh seufzend in die große Nacht Auch meine Sterne untergehn.
Delinquenten des Lebens, die wir sind, von denen keiner eine Begnadigung zu hoffen hat, bitten wir nur um eine schmerzlose Hinrichtung.
Wer zu schnell lebt, stirbt unter den Balken des Strohdaches wie auf den Wogen des Meeres vor der Zeit.
Sein ist eben »sein« und nicht »Sein«. Will man es nicht als Zeitwort gelten lassen, so muß man es unter die Ewigkeitsworte einreihen.
Je mehr man lernt, nicht mehr in Augenblicken, sondern in Jahren usw. zu leben, desto edler wird man.
Die kommenden Tage Es weht ein Gespinst um die Brunnen der Nacht, Drin flattern die Wünsche des Lebens, Die einen so glühend, die andern so sacht Im Dunkel erwacht – Die Nornen sie wirken's und weben's. Versunken in brütenden Gründen, was war, Was sein wird, entbrodelt den Tiefen – Es steigen die Stunden, es jüngt sich das Jahr, Aufschimmert die Schar Der Tage, die schattenhaft schliefen. Nun schlürfen sie Blut an den Brüsten der Zeit, Schon wiehert das Kampfroß der Frühe, Der Hahn schlägt weitauf die Flügel und schreit In die Ewigkeit, Und Flut rauscht aufs Mühlrad der Mühe.
Leben zu lernen ist der Endzweck aller Auferziehung; – auf verschiedene Art leben zu müssen ist das Schicksal der Menschheit und es in seiner Lage nicht zu können und nicht recht gelernt zu haben das größte Unglück aller Stände.
Das Vorrecht der Fische, wie der Ratten und Wölfe ist es, nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage zu leben, das der Menschheit, nach denen des Rechtes zu leben.
Zurück ins schon gelebte Leben Sieh selten nur, wenn's traurig macht, Und, Rechenschaft davon zu geben, Dir nicht das Herze lacht!
Was spricht, hat Leben – und die ganze Natur, sie spricht zu uns.
Die Weltreihen Was ist unser thun auff Erden? An die Welt geboren werden: Sprach- und ganglos in der wiegen Sonder eigne hülffe liegen: Kriechen / lauffen / stehen / sizen / Hungern / dürsten / frieren / schwizen: Eitle müh und arbeit tragen: Sich mit vielen sorgen plagen: Und zu letzt den geist aufgeben: Wiedrum staub' und asche werden / Das ist unser thun auff Erden.