Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Ist also das Leben trotz überwiegender Unlust ein relatives Gut? warum sonst Todesfurcht?
Königslied Darfst das Leben mit Würde ertragen, nur die Kleinlichen macht es klein; Bettler können dir Bruder sagen, und du kannst doch ein König sein. Ob dir der Stirne göttliches Schweigen auch kein rotgoldener Reif unterbrach, - Kinder werden sich vor dir neigen, selige Schwärmer staunen dir nach. Tage weben aus leuchtender Sonne dir deinen Purpur und Hermelin, und, in den Händen Wehmut und Wonne, liegen die Nächte vor dir auf den Knien ...
In der Materie waltet ewiges tägliches Werden, aus Nichtsein erwächst zunächst nur Werden.
Trost Bald denke ich, welch böse Zeit, das Ende wahrlich ist nicht weit; Bald denke ich: Laß es geschehn, ist es genug, wird's besser gehn. Doch mach ich einen frohen Gang, tönt wie ein Lied der Vögel Sang, vernehm ich in mir eine Stimm': »Getrost, es ist ja nicht so schlimm!«
Wie der Mensch drauflos lebt, als ob kein Tod wäre, so kann er sich eigentlich nichts als endlich und nur das Unendliche wirklich vorstellen. Denn wenn er sich vorstellt, alle Menschen und Planeten fänden ein zeitliches Ende, so wird er doch nie glauben, damit sei das All zu Ende.
Im Buche des Lebens hat fast jedes Blatt einen Trauerrand.
Das fremde Leben, das der Mensch anerkennt und gelten läßt, das nährt sein eigenes Leben.
Würde man uns das zu durchlaufende Leben detailliert beschreiben, wir würden davor schaudern.
Das geistige Leben bedarf eines behaglichen Heims und einer schmackhaften Küche.
Während ich aufmerksamer hierüber nachdenke, wird mir ganz klar, daß ich nie durch sichere Merkmale den Schlaf vom Wachen unterscheiden kann [...].
Wenn wir die Bilanz unseres Lebens ziehen, dann müssen wir im Soll und Haben viel durchstreichen.