Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

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Wie nichtig wär' das Leben ohne Nichtigkeiten!

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Wenn einem der Lebensweg malhört, soll man immer selber schuld dran sein: kommt man anständig durch, ist immer das unverdiente Glück schuld dran gewesen.

Raabe, Gedanken und Einfälle (Sämtliche Werke, Dritte Serie, Bd. 6), 1913

Wahrhaftig, das Dreidimensionale kann noch nicht das Letzte sein. Es wäre ein zu grober Abschluß für ein so feines Kunstwerk wie die Welt.

Bauer, Christian Morgensterns Leben und Werk, 1933 (Vollendet von Margareta Morgenstern und Rudolf Meyer. Mit Beiträgen von Friedrich Kayssler und anderen)

Sie sähn es gern, ich würde kirre Sie sähn es gern, ich würde kirre und beugete mich niederwärts; sie machten gern mein tapferes Herz in seinem stolzen Glauben irre. Sie sagten mir: Es ist vergebens, du änderst nicht den Lauf der Welt; Knecht bleibt sie doch! Und dir vergällt hast du den Sommer deines Lebens. Wohl, sei es so! Sich fügen lerne, wem Fügsamkeit genügen kann, auch Demut schmücket ihren Mann: Ich aber folge meinem Sterne! Da hilft kein Rat, da ist kein Wählen, Ich kann nicht anders, wollt' ich auch: Die Freiheit ist mein Lebenshauch, sie ist die Seele meiner Seelen! So laßt mich meine Bahn vollenden, wie sie auch sei, mein Ziel ist mein; ja, sollt' es auch ein Irrweg sein, ich will ihn doch mit Ehren enden.

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Was ist solch ein unbedeutendes Gemetzel wie bei Cannae, Leipzig oder Sedan gegen die fort und fort um den Erdball tobende Schlacht des Daseins?

Raabe, Gedanken und Einfälle (Sämtliche Werke, Dritte Serie, Bd. 6), 1913

Das Erdenleben ist nur zu erklären als ein Hindernisrennen um einen großen Preis.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

So ist nun unser Leben! Man hat seinen Becher noch nicht zur Hälfte ausgetrunken, und schon streckt sich eine neue Hand danach aus.

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13

Dein Leben wird nach hundert Jahren auch sehr dumm erscheinen […] Wenn sich überhaupt jemand daran erinnern wird, daß du auf der Welt gwesen bist.

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13

Wie gut aber auch ein Mensch sein Leben ausgewählt hat – es währt nur einige Jahrzehnte.

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13

Das Leben war ein Werk der Gottheit: Aber der Gebrauch desselben sollte unser Werk sein.

Meyern, Dya-Na-Sore, oder die Wanderer. Eine Geschichte aus dem Sams-kritt übersetzt, 3 Bde., 1787-91

Das Leben ist ein Instrument, Von Gott uns in die Hand gegeben; Von ihm zu Weisheit und Verstand Ganz rein gestimmt: nur, Harmonien Für Geist und Herz daraus zu ziehen, Das überließ er unsrer Hand.

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Und die Menschen sind ja gut Lassen uns nicht sterben, Pflegen uns in treuer Hut, Daß wir nicht verderben. Lieber Frühling, schweige still – Ist nicht viel dahinter, Wer von Herzen blühen will, Blüht auch noch im Winter!

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Das sind die Stufen der Erkenntnis: das Leben ein Zweck, das Leben ein Leid, das Leben ein Traum, das Leben ein Ulk, das Leben ein Spiel, das Leben ein Gottesdienst!

Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Leben ohne Eitelkeit Sieh, mein Außenbild ist fügsam, sieh, mein Haben, so genügsam, achtet wohl des Gleichgewichts. Hat es wenig, dankt für viel es, wahrt des Weges, Maßes, Zieles und Verzichts. Doch mein Innensein verzichtet, eh es sich genügsam richtet, achtet nicht des Gleichgewichts. Immer steig' es oder fall' es, hat es vieles, will es alles oder nichts!

Kraus, Worte in Versen I-IX, 1922-1930. I, 1916

Junge Knospen und falbes Laub, Ruhende Sterne und wirbelnder Staub, Freude zuweilen und gleiche Qual, Ein ewiges Steigen zu Berg und Thal, Getrennte Netze wieder zu weben – Wir nennen es Leben!

Hoddick (Hg.), Aphorismenschatz der Weltliteratur. Weltliche Texte für Rede und Schrift, 1898

Die Menschen verkaufen ihr Leben zu billig, nicht nach seinem Wert.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

Wahrhaft frei kann nur dasjenige Leben sein, welches über der Zeit sich befindet.

Hoffmann (Hg.), Die Weltalter. Lichtstrahlen aus Franz von Baader's Werken, 1868

Im Alter erträgt man das Leben; in der Jugend mißbraucht man es.

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Im Leben fängt man dann und wann wieder mal von vorne an.

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Das Leben ist bekanntlich sehr schwierig und sehr kompliziert, und es gibt viele Wege zum Zentralfriedhof [...].

Freud, S., Briefe. An Wilhelm Fließ, 28. Mai 1888

Freilich ist es nicht viel wert, das Leben; wir ertragen es nur kraft eines fast unüberwindlichen Triebs, den die Natur uns mitgegeben hat. Sie hat diesem Triebe aus dem Untergrund der Pandorabüchse noch die Hoffnung hinzugefügt.

Voltaire, Kleine philosophische Aufsätze. Vom Wert des Lebens und vom Tod. Aus Briefen an Frau du Deffand