Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Die ewige Sanduhr des Daseins wird immer wieder umgedreht — und du mit ihr, Stäubchen vom Staube!
Mein Leben beginnt jeden Morgen neu und endet jeden Abend; Pläne und Absichten darüber hinaus habe ich keine; d. h., es kann natürlich zum Tagewerk gehören, vorauszudenken [...], aber eine ›Sorge‹ für den kommenden Tag darf es nie sein.
Leichter Sinn Und wie wär' es nicht zu tragen Dieses Leben in der Welt? Täglich wechseln Lust und Plagen, Was betrübt und was gefällt. Schlägt die Zeit dir manche Wunde, Manche Freude bringt ihr Lauf; Abereinesel'ge Stunde Wiegt ein Jahr von Schmerzen auf. Wisse nur das Glück zu fassen, Wenn es lächelnd dir sich beut! In der Brust und auf den Gassen Such' es morgen, such' es heut. Doch bedrängt in deinem Kreise Dich ein flüchtig Missgeschick, Lächle leise, hoffe weise Auf den nächsten Augenblick. Nur kein müßig Schmerzbehagen! Nur kein weichlich Selbstverzeihn! Kommen Grillen, dich zu plagen, Wiege sie mit Liedern ein. Froh und ernst, doch immer heiter Leite dich die Poesie, Und die Welle trägt dich weiter, Und du weißt es selbst nicht wie.
Man muss nicht nur die Bücher exzerpieren lernen, sondern das Leben selbst.
Die Wolke sprach zu mir: "Ich vergehe"; die Nacht sprach: "Ich tauche ein in den feurigen Morgen." Der Schmerz sprach: "Ich verharre in tiefem Schweigen als seine Fußspur." – "Ich sterbe hinein in die Vollendung", sprach mein Leben zu mir. Die Erde sprach: "Mein Licht küßt deine Gedanken jeden Augenblick." – "Die Tage vergehen", sprach die Liebe, "aber ich warte auf dich." Der Tod sprach: "Ich fahre das Boot deines Lebens über das Meer."
15. Schiffahrt des Lebens Wir irren auf der See der Welt, Weil eine Fluth die andre schwellt, Kein Vorgebürg' erscheint zur rechten noch zur lincken; Wir sein der Wellen Gauckelspiel, Süd', Ost, Nord, West gilt uns gleich viel, Weil wir den Haven nur erreichen, wenn wir sincken.
Meine Zeit ist vorbei, ist begraben im Schnee, ist verwelkt und verdorrt, ist verschwunden und fort, wohin und wohin ich auch seh.
Man stelle sich eine Anzahl Menschen vor, in Ketten geschlagen, die alle zum Tode verurteilt sind, von denen alle Tage einige vor den Augen der anderen erdrosselt werden: die übrigbleiben, erkennen ihre eigene Lage in der ihrer Schicksalsgenossen, sie betrachten einander mit Schmerz und ohne Hoffnung, wartend, bis die Reihe an ihnen ist. Das ist ein Gleichnis vom Zustand der Menschen.
Ich lieb ein pulsierendes Leben Ich lieb ein pulsierendes Leben, das prickelt und schwellet und quillt, ein ewiges Senken und Heben, ein Sehnen, das niemals sich stillt. Ein stetiges Wogen und Wagen auf schwanker, gefährlicher Bahn, von den Wellen des Glückes getragen im leichten, gebrechlichen Kahn .... Und senkt einst die Göttin die Waage, zerreißt sie, was mild sie gewebt, – ich schließe die Augen und sage: Ich habe geliebt und gelebt!