Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Mein Leben ist nicht diese steile Stunde, darin du mich so eilen siehst. Ich bin ein Baum vor meinem Hintergrunde, ich bin nur einer meiner vielen Munde und jener, welcher sich am frühsten schließt. Ich bin die Ruhe zwischen zweien Tönen, die sich nur schlecht aneinander gewöhnen: denn der Ton Tod will sich erhöhn – Aber im dunklen Intervall versöhnen sich beide zitternd. Und das Lied bleibt schön.
Ruhebänke auf dem Lebenswege Machen gar zu leicht den Wandrer träge.
Mir summt im Herzen ein leises Lied Mir summt im Herzen ein leises Lied, Ich wag es nicht zu beginnen, Es ist zu traurig – Und ein Gedanke mich durchzieht, Ich wag' nicht ihm nachzusinnen, Er ist zu schaurig. Eine plötzliche Ahnung jedoch, Die möchte ich wissen: Ich werde beides noch Erleben müssen!
Welche Form auch das menschliche Leben annehme; es sind immer dieselben Elemente, und daher ist es im wesentlichen überall dasselbe, es mag in der Hütte, oder bei Hofe, im Kloster, oder bei der Armee geführt werden.
[...] und erst im Kampf ums Dasein werden alle jene Kräfte erweckt, die den Menschen zu einem Ebenbild der Gottheit geadelt haben.
Nur das Lebendige hält Gabe der Göttlichen fest.
Das Leben Von den Alten zu den Jungen Muss das Leben wandern. Was du gestern noch bezwungen, Bezwingen morgen schon die andern. Das Lied, das du gestern gepfiffen im Weitertraben, Will schon morgen der andern Lippen haben. Und dir entschwundene Augenblicke kannst du sehen, Wie sie im Blut der Jungen auferstehen. Darüber, seit ich's erfahre, muss ich die Hände falten, Muss leiden, dass ich mich wandle, und lass es walten. Das Leben – ach, einst da kam es umhalsend gesprungen, Jetzt grüßt es noch im Vorüberschweben und geht zu den Jungen.
Nur die Toten reiten schnell, was aber Leben hat, entfaltet sich nur dann gesund, wenn es stille wächst und nicht im Treibhaus forciert wird.
Ach Lust und Leid! Was ist die Lust Der sehnsuchtsvollen Menschenbrust? Ein Pilger, der, verirrt und matt, Uns nachts um Kost und Lager fleht, Und morgens, frisch gestärkt und satt, Ein Undankbarer von uns geht. Nicht so die großgesäugte Pein: Die fromme Schwalbe flattert heute Nach Nahrung auf die Flur hinaus, Und kehrt mit der errung'nen Beute Noch heute in ihr altes Haus: So läßt, auf kurze Zeit, der Schmerz, Sein warmes Nest, das Menschenherz, Und kehrt mit der erjagten Nahrung, Mit Haß und bitterer Erfahrung, Ins alte traute Kämmerlein.
Die Wirklichkeit des Lebens besteht nicht aus Gefühl, sondern aus Aktivität.
Dein Zeit und Tag leg du wohl an; Weil niemand sie wieder bringen kann.