Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

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Alles Menschliche hängt an einem dünnen Faden.

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Am meisten muss das angestrebt werden, das immer behalten werden kann.

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Das Leben ist lang, wenn du es nur zu gebrauchen verstehst.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 2. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Vita, si uti scias, longa est

Niemand gehört sich selbst.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 2. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Suus nemo est.

Es findet sich niemand, der sein Geld teilen will: an wieviele verteilt ein jeder aber sein Leben!

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 3. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Nemo invenitur, qui pecuniam suam dividere velit: vitam unusquisque quam multis distribuit

Ihr lebt, als ob ihr immer siegreich sein würdet, niemals kommt euch eure Zerbrechlichkeit in den Sinn.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 3. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Tamquam semper victuri vivitis, numquam vobis fragilitas vestra succurrit

Ein jeder nimmt sein Leben vorweg und wird geplagt von der Sehnsucht nach dem Zukünftigen und vom Überdruss des Gegenwärtigen.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 7. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Praecipiat quisque vitam suam et futuri desiderio laborat, praesentium taedio

Das muss sehr sorgfältig bewahrt werden, wovon man nicht weiß, wann es zur Neige geht.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 8. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Id debet servari diligentius, quod nescias quando deficiat

Du verfügst über das, was in der Hand des Schicksals liegt, und verlierst, was du in deiner Hand hast.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 9. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Quod in manu fortunae positum est, disponis, quod in tua, dimittis

Wohin siehst du, wonach streckst du dich aus? Alles Zukünftige liegt im Ungewissen: Lebe jetzt!

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 9. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Quo spectas, quo te extendis? omnia quae ventura sunt, in incerto iacent: protinus vive

Das Leben teilt sich in drei Zeitabschnitte: in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Davon ist die Gegenwart, in der wir handeln, kurz und was wir zukünftig tun werden, unsicher – nur was wir getan haben, ist sicher.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 10. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: In tria tempora vita dividitur: quod fuit, quod est, quod futurum est. ex his quod agimus, breve est; quod acturi sumus, dubium; quod egimus, certum

Wir alle sind an das Schicksal gebunden: Die Kette der einen ist locker und golden, die der anderen kurz und verschmutzt – was aber tut das?

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 10. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Omnes cum fortuna copulati sumus: aliorum aurea catena est ac laxa, aliorum arta et sordida, sed quid refert

Das ganze Leben ist Knechtschaft.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 10. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Omnis vita servitium est

Groß ist die Anzahl derjenigen Menschen, die vor einer Schiffsreise nicht den Sturm bedenken.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 11. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Magna pars hominum est quae navigatura de tempeste non cogitat

Jedem kann zustoßen, was irgendeinem zustoßen kann.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 11. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Cuivis potest accidere quo cuiquam potest

Die Einsamkeit wird die Abneigung gegen die Menge heilen, die Menge aber den Überdruss an Einsamkeit.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 17. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Odium turbae sanabit solitudo, taedium solitudinis turba

Die stärkste Freude des Lebens ist die schwache Freude der Illusion.

Leopardi, Zibaldone di pensieri, 1827-1832, volume secondo. Ausgewählt und hg. von Anna Maria Moroni, Edizione Oscar Classici, Mondadori, Milano 1937. Übers. Internet

Ob die Welt wächst oder vergeht, hängt von jedem einzelnen Menschen ab.

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Neues Leben Fass' es, Mensch, und wirf zusammen Alles nun in einen Brand, Was zur Schwäche mag verdammen, Was mit Feigheit dich umwand. Soll dich etwas so bedrohen, Dass es willenlos dich beugt? Gib's dem Feuer! Lass es lohen! Sei der Geist, der selbst sich zeugt! Deine Flamme sei die Stunde, Deine Wiege der Moment – Sei mit jener Macht im Bunde, Die kein Recht von gestern kennt. Wisse, Schuld wird ungeheuer, Die ihr Konto nie zerreißt – Lass es lohen! Gib's dem Feuer! Sei der Zeuger, sei der Geist!

Henckell, Gedichte, 1898. Im Weitergehn, 1911

Man soll das nutzen, was man hat, und was immer man auch tut, soll man seiner Kraft entsprechend tun.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Quod est, eo decet uti et, quicquid agas, agere pro viribus

Die Stunden verinnen und die Tage und Monate und Jahre und weder kehrt jemals die verronnene Zeit zurück, noch kann man wissen, was folgt.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Horae quidem cedunt et dies et menses et anni, nec praeteritum tempus umquam revertitur, nec quid sequatur sciri potest