Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

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Gesang des Lebens Gross ist das Leben und reich! Ewige Götter schenkten es uns, lächelnder Güte voll, uns den Sterblichen, Freudegeschaffenen. Aber arm ist des Menschen Herz! Schnell verzagt, vergisst es der reifenden Früchte. Immer wieder mit leeren Händen sitzt der Bettler an staubiger Strasse, drauf das Glück mit den tönenden Rädern leuchtend vorbeifuhr.

Hartleben, O. E., Gedichte. Meine Verse 1883-1904

Sehnsucht, Liebe, Hoffnung, Verlangen, das ist das wahre Leben.

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Auf meinen eigenen Beinen zu stehen, das Leben so zu sehen, wie es ist, nichts zu fürchten und den Tod so kühl zu anderen kommen zu sehen wie zu mir … die Feigheit zu verachten, aber dem tapferen Manne meine Achtung zu bezeugen … so habe ich gelebt, vielleicht primitiv, aber frei und offen. Ich schäme mich nicht; so wie mein Leben war, war es meins.

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Unsere Gegenwart und unsere Vergangenheit sind die Steine, aus denen wir unser Leben bauen.

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In jedem Leben muß etwas Regen fallen. Manche Tage müssen trüb und finster sein.

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Denke, daß du hundert Jahre leben wirst und morgen sterben kannst.

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Das Leben ist ein Spiel, man macht keine größeren Gewinne, ohne Verluste zu riskieren.

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Wer auch nur eine Stunde seiner Zeit zu vergeuden wagt, hat den Wert des Lebens noch nicht erkannt.

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Das Leben muß wie ein kostbarer Wein mit gehörigen Unterbrechungen Schluck für Schluck genossen werden. Auch der beste Wein verliert für uns allen Reiz, wir wissen ihn nicht mehr zu schätzen, wenn wir ihn wie Wasser hinunterschütten.

Feuerbach, Abälard und Heloise oder der Schriftsteller und der Mensch, 1834

So ist das Leben und so muß man es nehmen, tapfer, unverzagt und lächelnd - trotz alledem.

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So ist eben das Leben seit jeher, alles gehört dazu: Leid und Trennung und Sehnsucht. Man muß es immer mit allem nehmen und alles schön und gut finden. Ich tue es wenigstens so. Nicht durch ausgeklügelte Weisheit, sondern einfach so aus meiner Natur. Ich fühle instinktiv, daß das die einzig richtige Art ist, das Leben zu nehmen, und fühle mich deshalb wirklich glücklich in jeder Lage.

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Nur als geliehenes Gut, nicht als eigenes hast du das Leben.

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Zwischen dem Leben, wie es ist, und dem Leben, wie es sein sollte, ist ein so gewaltiger Unterschied, daß derjenige, der nur darauf sieht, was geschehen sollte, und nicht darauf, was in Wirklichkeit geschieht, seine Existenz viel eher ruiniert als erhält.

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Das Dramatische ist die Einheit des Kampfes mit dem Leben.

Rathenau, Auf dem Fechtboden des Geistes. Aphorismen aus seinen Notizbüchern, Verlag Der Greif, Wiesbaden 1953

Wie könnte man als Mensch leben, wenn man nicht zuweilen ein Gott wäre?

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Zwei Männer mögen wegen einer Frau in einen noch so erbitterten Streit geraten sein, es kommt immer der Augenblick, in dem sie nahe daran sind, einander - wie über einen Abgrund - die Hände zu reichen.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Wie ein Kind, das von dem Vater ließ auf einen Gaul sich heben, also reitest du, o Bruder, also reit' ich durch das Leben. Weil des Rosses Zaum wir halten, glaubst du, daß wir es regieren? Sieh, der Vater geht daneben, an der Halfter es zu führen!

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Kein schönes Leben wird gefunden, zerlegst du es in Tag und Stunden.

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Der Abend leget warme hernieder seine Arme und wo die Erde zu Ende da ruhen seine Hände… Die Mücklein summen leise in ihrer hellen Weise und alle Wesen beben und singen leis vom Leben… Es ist nicht groß, es ist nicht breit, s’ ist eine kleine Spanne Zeit und lange währt die Ewigkeit…

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Wer Sein und Leben verachtet, legt Zeugnis gegen sich selbst ab und gegen alle seine eigenen Affekte.

Plotin, Die Enneaden. VI, 7, 29. Über das Gute. Übersetzt von Otto Kiefer, 1905