Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Kurze Zeit ist dir gesetzt Auf der Welt zu krabbeln; Erst wirst du umhergehetzt Nach der Leute Babbeln. Später hetzt die Liebe dich, Dann des Hungers Pfeifen; Tausend Wünsche regen sich, Mußt sie dir verkneifen. Streit und Zank im Ehejoch, Schicksalsschlag von oben, Und dabei sollst du noch hoch Solchen Himmel loben. Ach, du weißt schon, wie ich's mein', Teurer Erdenbruder, Kein Gottvater pfuscht uns drein, Sondern andre Luder.
Wie eine Rose blühet/ Wen man die Sonne sihet/ Begrüssen diese Welt: Die ehr der tag sich neiget/ Ehr sich der abendt zeiget/ Verwelckt/ vnd vnversehns abfält. So wachsen wir auff erden Vnd dencken gros zu werden/ Vnd schmertz/ vnd sorgenfrey. Doch ehr wir zugenommen/ Vnd recht zur blütte kommen/ Bricht vns des todes sturm entzwey.
Wenn der eine große Schiedsrichter zu deinem Namen kommt, schreibt er nicht auf, ob du gewonnen oder verloren hast – nurwiedu das Spiel gespielt hast.
Wer die Grenzen des Lebens begriffen hat, weiß, daß jenes leicht zu beschaffen ist, was das Schmerzende des Mangels beseitigt und das gesamte Leben zu einem vollkommenen macht. Darum bedarf er keiner Veranstaltungen, die Kämpfe mit sich bringen.
Nur ein Pfand ist unser Leben, Unsre Freud und unser Glück, Was der Himmel hat gegeben, Nimmt er wiederum zurück. Was wir waren, was wir hatten, Was wir haben, was wir sind, Alles ist wie Traum und Schatten, Alles mit der Zeit verrinnt. Laß das Weinen! Laß das Klagen! Fasse Mut in deinem Leid! In des Leben trübsten Tagen, Gibt Gott Trost nur und die Zeit.
Man kommt, erblickt das Licht der Welt als williges Genie. Man geht benutzt, missbraucht, entstellt als billige Kopie.
Ein Baum spiegelt das Sein. Er wandelt sich. Verändert stellt er sich selbst wieder her. Und bleibt immer der gleiche.
Die meisten haben höchstens in ihrem Leben einen Augenblick eine dunkle Ahndung dessen, was eigentlich das Leben ist.
Ich möchte dort hingehn, wo niemand mich kennt, Kein Mensch meine Sprache spricht, keiner mich nennt. Ich wünsche ein Haus ohne Wand, ohne Tor, Kein Nachbar ihm nah und kein Wächter davor, Und wenn ich erkranke, kein Mensch, der mich pflegt, Und wo, wenn ich sterbe, kein Klaglaut sich regt.