Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

2992 Sprüche in dieser Kategorie

Das Leben läuft fast ab wie ein Bankett: Ich bin mittlerweile leider beim Käse angelangt, aber er schmeckt mir auch.

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Der Russe hat mehr die Liebe zum Leben, wie es ist, der Deutsche mehr die zum Leben, wie es sein sollte, könnte, müßte.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1905

Ich schildere nicht das Sein, ich schildere das Unterwegssein; weniger von einem Lebensalter zum anderen als von Tag zu Tag, von Minute zu Minute.

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Wie eilig ordnet sich Geschehnes ein.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Man versäumt sein Leben, malt man sich diese Welt nicht als erträgliches Bild, indem man dabei bis zur Unkenntlichkeit schmeichelt.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

In die Welt hinaus! Außer dem Haus Ist immer das beste Leben; Wem's zu Hause gefällt, Ist nicht für die Welt – Mag er leben!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Zahme Xenien. Axiom

Unser Vorleben bildet für uns eine moralische Überlieferung, wie das Leben der Menschheit eine Überlieferung für das Menschengeschlecht bildet. Eine große Tat, die wir vollbrachten, dient uns als Antrieb dazu, daß wir unser ganzes Leben immer edel gestalten.

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Das Leben besteht aus vielen Notlandungen.

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Das Leben ist ein Kampf – Du darfst dem Worte trauen! Ein Faustkampf für den Mann, Ein Ringkampf für die Frauen.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die erste Hälfte unseres Lebens wird durch unsere Eltern ruiniert, die zweite Hälfte durch unsere Kinder.

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Flüchtig sind des Lebens Tage. Erdendasein ist ein Traum: Fülle nicht mit Sorg' und Klage Dieser Spanne kleinen Raum! Auf des Lebens kurzer Reise Sei uns Muth das Losungsworth! Nur durch Muth gelangt der Weise In den stürmesichern Port.

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In dein Auge schaute ich jüngst, oh Leben! Und in’s Unergründliche schien ich mir da zu sinken.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Das Tanzlied

Das Weltleben [schleift] alles Große am Menschen weg[], wie das Wetter an Statuen und Leichensteinen gerade die erhabnen Teile wegnagt.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. 24. Hundposttag

Vom Stundenzeiger des Lebens. – Das Leben besteht aus seltenen einzelnen Momenten von höchster Bedeutsamkeit und unzählig vielen Intervallen, in denen uns bestenfalls die Schattenbilder jener Momente umschweben. Die Liebe, der Frühling, jede schöne Melodie, das Gebirge, der Mond, das Meer – alles das redet nur einmal ganz zum Herzen: wenn es überhaupt je ganz zu Worte kommt. Denn viele Menschen haben jene Momente gar nicht und sind selber Intervalle und Pausen in der Symphonie des wirklichen Lebens.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Neuntes Hauptstück. Der Mensch mit sich allein

Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!

Büchner, Dantons Tod, 1835

Tod ist Gleichmut, aber Leben Hoffnung.

Euripides, Die Troerinnen, 415 v. Chr

Leben und Elend begannen gleichzeitig.

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Das Leben ist fast zu gemein, um ertragen zu werden.

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Es gibt kein Haben, nur ein Sein, nur ein nach letztem Atem, nach Ersticken verlangendes Sein.

Kafka, Oktavhefte. Drittes Heft, 1916

Bedachtsamkeit Sei ruhig; stürme, stürme nicht! Warum sollst du dich überstürzen? Tu recht und billig deine Pflicht; du kannst die Zeit doch nicht verkürzen. Sei ruhig; dräng dich nicht voran! Es gilt, die edle Kraft zu sparen. Wer diese Kraft nicht zügeln kann, der wird mit ihr nicht glücklich fahren. Sei ruhig, doch versäume nichts! Es darf sich keine Lücke zeigen. Willst du empor zum Quell des Lichts, hast du behutsam aufzusteigen. Sei ruhig, immer unbeirrt! Laß dich von andern nicht betören; denn wer sich selber untreu wird, der ist von ihnen leicht zu stören. Sei ruhig, wenn das Ende naht! Bist du nicht zaghaft wie so viele, so bringt die letzte, schwerste Tat auf Engelsschwingen dich zum Ziele.

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Beresina-Lied Unser Leben gleicht der Reise Eines Wandrers in der Nacht; Jeder hat in seinem Gleise Etwas, das ihm Kummer macht. Aber unerwartet schwindet Vor uns Nacht und Dunkelheit, Und der Schwergedrückte findet Linderung in seinem Leid. Mutig, mutig, liebe Brüder, Gebt das bange Sorgen auf; Morgen steigt die Sonne wieder Freundlich an dem Himmel auf. Darum laßt uns weitergehen; Weichet nicht verzagt zurück! Hinter jenen fernen Höhen Wartet unser noch ein Glück.

Giseke, L., Gedichte. Die letzten vier Strophen aus seinem zehnstrophigem Gedicht: Die Nachtreise. Von O'lt. Thomas Legler (1782-1835, aus dem Kt. Glarus) am 28. Nov. 1812 an der Beresina angestimmt