Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

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Wir weben jeden Tag an dem Gewande, das wir mit in die Ewigkeit nehmen und in der Ewigkeit tragen.

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Allerdings ist das Leben nicht eigentlich da, um genossen, sondern um überstanden, abgetan zu werden; dies bezeichnen auch die deutschen Ausdrücke »man muss suchen durchzukommen«, »er wird schon durch die Welt kommen« und dergleichen mehr. Ja es ist ein Trost im Alter, dass man die Arbeit des Lebens hinter sich hat.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Wenn der Mensch über sein Körperliches und Sittliches nachdenkt, findet er sich gewöhnlich krank. Wir leiden alle am Leben; wer will uns, außer Gott, zur Rechenschaft ziehen?

Goethe, J. W., Gespräche. In einer Logenrede am 15. Juni 1821

Das ganze Leben ist der größte Unsinn. Und wenn man achtzig Jahre strebt und forscht, so muß man sich doch endlich gestehen, daß man nichts erstrebt und nichts erforscht hat. Wüßten wir wenigstens, warum wir auf dieser Welt sind. Aber alles ist und bleibt dem Denker rätselhaft, und das größte Glück ist noch das, als Flachkopf geboren zu sein.

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Das Leben lässt sich nicht nur an den Pluspunkten, sondern auch an den Minuspunkten studieren.

Tschechow, A. P., Briefe. 23. Dezember 1888

Gott hat dir heute 86.400 Sekunden geschenkt. Hast du eine dazu verwendet, um "Danke" zu sagen?

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Wechsel Lebensfreude, Lebensschmerz Wechseln immerwährend, Denn das eine wär' fürs Herz Geradezu verzehrend.

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Wer trüge aufrichtiges Verlangen, Sein Leben noch einmal anzufangen?

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Das Leben des Menschen ist von einer bejammernswerten Kürze. Man rechnet es zwar vom ersten Eintritt in die Welt; aber ich für meinen Teil möchte es doch erst von da ab rechnen, wo die Vernunft hervortritt und man durch die Vernunft in Bewegung gesetzt wird, und das geschieht in der Regel nicht früher als mit zwanzig Jahren. Vorher ist man ein Kind und ein Kind ist kein Mann.

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Das Leben ist ein flüchtiger Gedanke, aber ein Gedanke voll Leben, groß genug um gelebt zu werden.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Lasst das Gras stehen.

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Das Leben ist so kurz, und die Menschen verstehen es nicht einmal, sich aus den doch noch bestehenden vierundzwanzig Stunden ein kleines, feines, flüchtiges Paradies zu machen!

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Leben allein kann Leben verleihen.

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Abgeschrieben kann das Leben nie werden, dazu ist es zu reich.

Ebner-Eschenbach, Aus einem zeitlosen Tagebuch, 1916

Aus Liebe zu Gott und zum Danke für das Leben, das er uns geschenkt hat, wollen wir danach trachten, daß in unseren Werken die Offenbarung des Lebens der erste unserer Gedanken sei.

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Der so überaus wohltätige Einfluss, den eine zurückgezogene Lebensweise auf unsere Gemütsruhe hat, beruht größtenteils darauf, daß eine solche uns dem fortwährenden Leben vor den Augen anderer, folglich der steten Berücksichtigung ihrer etwaigen Meinung entzieht und dadurch uns uns selber zurückgibt.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 4: Von dem, was einer vorstellt

Im Leben sollten alle Fäden durcheinanderlaufen, damit es ein Gewebe gibt; niemand ist berufen, sich für sich selbst abzuhaspeln, und wer den Goldfaden hat, der wird von selbst glänzen.

Hebbel, F., Briefe

Glücklich, wer jung in seinen Tagen; glücklich, wer, mit der Zeit gestählt, gelernt, des Lebens Ernst zu tragen.

Puschkin, Eugen Onegin, übersetzt von Theodor Commichau, München 1921

Denn wer mehr Leben lebt als eins, muß viele Tode sterben.

Wilde, Die Ballade vom Zuchthaus zu Reading (The Ballad of Reading Gaol), 1898

Wes Leben so sich endet, Daß Gott nicht wird gepfändet Der Seele durch des Leibes Schuld, Und er dennoch sich die Huld Der Welt erhielt mit Würdigkeit, Der blieb vom rechten Ziel nicht weit.

Eschenbach, Parzival, 1200-1210. 16. Loherangrin. Übersetzt von Karl Simrock

Das Leben ist kurz … weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine übrig bleibt, um es zu genießen.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762