Leben Sprüche

Sprüche über das Leben und seine Bedeutung

2992 Sprüche in dieser Kategorie

Das Leben besteht nicht nur in der Hauptsache aus Tatsachen und Geschehnissen. Es besteht im wesentlichen aus dem Sturm der Gedanken, der jedem durch den Kopf tobt.

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Das Endliche wird von dem Unendlichen zu nichts, es wird ein reines Nichts.

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Die Natur des Menschen ist nicht so, daß sie immer vorwärts ginge; sie hat ihr Hin und Wieder.

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Der predigt von des Lebens Nichtigkeit, Und jener von des Lebens Wichtigkeit; Hör' beides wohl, mein Sohn, und merke dir: Halb hat's mit beiden seine Richtigkeit!

Bodenstedt, Aus dem Nachlasse Mirza-Schaffys, 1874. Drittes Buch. Buch der Sprüche, 2.

Ein einziger Gedanke geht durch die ganze Schöpfung hindurch: Selbsterhaltung alles Geschaffenen, das Anklammern alles Daseienden an das Dasein. Dies beginnt bei der toten Materie und endet mit dem Sittlichen.

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Willst du, daß andere für dich leben, verleugne dich selbst und lebe für andre.

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Und was der Tod versprochen, Das bricht das Leben nicht.

Müller, W., Gedichte. Aus: Der Glockenguß zu Breslau

Kein Tod ist herrlicher, als der ein Leben bringt. Kein Leben edler, als das aus dem Tod entspringt.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Ich werde dorthin gehen, wohin meine Natur mich führt. Es widerstrebt mir, mich von jemand anderem führen zu lassen.

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Ach! es haben Die Menschen nur die kleine Spanne Zeit; Sie ist ein Augenblick für ihre Freuden, Und eine Ewigkeit für ihren Schmerz.

Körner, Die Sühne. Ein Trauerspiel in einem Aufzuge, 1812. 3. Auftritt. Wilhelm

Ein Wort nimmt sich, ein Leben nie zurück.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 4. Akt, 6. Auftritt, Gordon

Entstehen, Sein und Tod! — Verhängnisvolle Worte —

Tiedge, C. A., Gedichte. Aus: Urania, 1800

Wer sich erhebt, Muß stets in Sorgen schweben; Nur der kann glücklich leben, Der im Verborgnen lebt.

Pfeffel, Poetische Versuche, 3 Bde., 1791/92 (4. vermehrte Auflage in 8 Bänden 1802-05). Aus: Das Grillchen und der Schmetterling

Beneidenswert ist, wer für andre Wesen, Wer für ein Liebes lebt und kämpft und leidet, Wer für sich selbst nur lebt, ist arm.

Lingg, H., Gedichte. Diocletian in Salona

Es ist gut.

Vorländer, Immanuel Kant. Der Mann und das Werk, 1924. Angebliche letzte Worte am 12. Februar 1804

Kein Leben, das sich lohnt, ist leicht.

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Ein Leben, das nicht kritisch untersucht wird, ist es nicht wert, gelebt zu werden.

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Das Leben wird für uns das sein, wozu wir es machen: Der Frohe schafft sich eine fröhliche Welt, der Betrübte eine traurige.

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Doch hinfort und alle Zukunft wie vor alters dauert das Gesetz: Keines Menschen Leben erfüllt sich frei von Unheil.

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Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge zieh'n. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn. Ich kreise um Gott, um den uralten Turm, und ich kreise jahrtausendelang, und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm oder ein großer Gesang.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Stundenbuch. Das Buch vom mönchischen Leben, 1899

Meide den Irrtum, daß es Entbehrungen gäbe für den geschehenen Entschluß, diesen: zu sein!

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