Leben Sprüche – klassisch

177 Sprüche gefunden

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Wiltu leben lang, so meid der Hure Gang.

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Zu sein, zu leben, das ist genug, das ist die Ehre der Götter; und darum ist sich alles gleich, was nur ein Leben ist, in der göttlichen Welt, und es gibt in ihr nicht Herren und Knechte.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Zweiter Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Des Knaben Alter ist Idylle. Der Jüngling braust des Herzens Fülle in Oden aus und Dithyramben. Der Mann schwankt hin und in Jamben. Der Greis beklagt in Elegien der guten Zeiten schnelles Fliehen. Der Tod macht auf den ganzen Kram ein bittres Epigramm.

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Der hat lange gelebt, der gut lebte.

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Unser langgepries'nes Leben Ist ein einz'ger Augenblick, O genieß' ihn! Götterkräfte geben Dir ihn nimmermehr zurück.

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Sind wir ja eben deshalb da, um das Vergängliche unvergänglich zu machen.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Kunst und Altertum. Dritten Bandes erstes Heft, 1821

Die wahre feine Lebensart, welche mehr tut, als mit Blitzesschnelle eine gefallene Stricknadel aufheben, entspringt entweder aus der Tiefe des Geistes oder aus der Fülle des Herzens, und weder der Tanzmeister lehrt sie noch Chesterfield.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [97]

Die Welt sehn in einem Körnchen Sand, den Himmel in einem Blütenrund, die Unendlichkeit halten in der Hand, die Ewigkeit in einer Stund.

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Daß ich für alle fossilen Gegenstände seit geraumer Zeit eine besondere Vorliebe gehegt, ist Ihnen nicht verborgen geblieben.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Bernhard Cotta, 15. März 1832

Die Götter haben die Brunnen des Lebens vor den Menschen geheim gehalten.

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Heute, wie zu allen Zeiten? Oben schwammen auf die Zweiten.

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Des Lebens höchste Offenbarung Doch immer aus dem Herzen blüht.

Fontane, T., Gedichte. Sprüche

Niemand ist zu gut für diese Welt. Menschen, von denen dies gesagt wird, sind vielmehr in irgend einem Betrachtenicht gut genug.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1905

Menschen: Wilde, wilde Meereswogen, Von dem Monde angezogen, Von dem Sturme fortgetrieben, Von der Erde eingesogen.

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Aber wahrhaftig, ich bin in keinem Augenblick mehr ein Mensch, als wenn ich mich mit hundertfacher Stärke leben fühle...

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Tod, Verbannung und alles andere, was als furchtbar gilt, halte dir täglich vor Augen, besonders aber den Tod, und du wirst niemals kleinliche Gedanken haben oder etwas übermäßig begehren.

Epiktet, Handbüchlein der Moral (Encheiridion), von Arrian angefertigter Auszug aus den Lehrgesprächen Epiktets, um 125 n. Chr. [21]

Sieh, das ist es, was auf Erden Jung dich hält zu jeder Frist, Daß du ewig bleibst im Werden, Wie die Welt im Wandeln ist.

Geibel, E., Gedichte. Neue Gedichte. Lieder aus alter und neuer Zeit, 28.

Im Leben ist der Mensch zehn Jahre im Kriege und zehn Jahre in der Irre, gleich dem Ulysses.

Feuerbach, Abälard und Heloise oder der Schriftsteller und der Mensch, 1834

Das Leben ist schnell, die Kunst ist langsam, die Gelegenheit spröde, die Ausführung unzuverlässig und das Urteil parteiisch.

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Lebt für die Gegenwart, träumt von der Zukunft, lernt von der Vergangenheit.

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Man halte sich ans Neue Testament, welches immer die beste vorhandene Lösung des Daseinsrätsels gibt.

Burckhardt, J., Gespräche