Leben Sprüche – liebe

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In des Papillons Gestalt Flattr' ich, nach den letzten Zügen, Zu den vielgeliebten Stellen, Zeugen himmlischer Vergnügen, Über Wiesen, an die Quellen, Um den Hügel, durch den Wald.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Der Schmetterling

Die Form ist alles. Sie ist das Geheimnis des Lebens. Gib der Trauer Ausdruck, und sie wird dir teuer. Gib der Freude Ausdruck, und sie vertieft dein Entzücken. Willst du Liebe empfinden? Dann stimme eine Liebeslitanei an, und die Worte werden jene Sehnsucht hervorrufen, von der die Welt glaubt, daß sie ihr entströmen. Zernagt Gram dein Herz? Dann tauche in die Sprache des Grams ein, lerne ihren Ausdruck von Prinz Hamlet und der Königin Constantia, und du wirst entdecken, daß der reine Ausdruck eine Form der Tröstung ist und daß die Form, die der Ursprung der Leidenschaft ist, gleichzeitig den Tod des Schmerzes bedeutet.

Wilde, Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend (Phrases and Philosophies for the Use of the Young), 1894

So bringt ein Zufall der Liebe Schwingen über alle, manche trifft der Pfeil und manche fängt die Falle.

Shakespeare, Viel Lärmen um nichts (Much Ado about Nothing), Erstdruck 1600

Man genoß das Leben mit langsamen, kleinen Zügen wie einen köstlichen Trank, und mit desto reinerem Wohlbehagen, da alle widrige gehässige Leidenschaften, wie Mißtöne von der sanften harmonischen Stimmung verscheucht wurden, die in allen Gemütern herrschend war.

Novalis, Heinrich von Ofterdingen, 1802 (posthum). Erster Teil: Die Erwartung. Drittes Kapitel

Habe die Gabe der Unbestechlichkeit. So sehr auch Liebe für dich Partei ergreifen mag: dein Sein gilt, nicht dein Schein.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1912

Leben heißt parteiisch sein.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1842

Das Leben, Gott sei Dank, ist kein Tummelplatz großer Gefühle, sondern eine Alltagswohnstube, drin das sogenannte große Glück davon abhängt, ob man friert oder warm sitzt, ob der Ofen raucht, oder guten Zug hat. Liebe ist gut, aber sie läßt sich nach Minuten berechnen, alles andere hat lange Stunden.

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Warm ist das Leben, kalt ist der Tod.

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Die Liebende Das ist mein Fenster. Eben bin ich so sanft erwacht. Ich dachte, ich würde schweben. Bis wohin reicht mein Leben, und wo beginnt die Nacht? Ich könnte meinen, alles wäre noch Ich ringsum; durchsichtig wie eines Kristalles Tiefe, verdunkelt, stumm. Ich könnte auch noch die Sterne fassen in mir; so groß scheint mir mein Herz; so gerne ließ es ihn wieder los. den ich vielleicht zu lieben, vielleicht zu halten begann. Fremd, wie nie beschrieben sieht mich mein Schicksal an. Was bin ich unter diese Unendlichkeit gelegt, duftend wie eine Wiese, hin und her bewegt, rufend zugleich und bange, daß einer den Ruf vernimmt, und zum Untergange in einem Andern bestimmt.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Neue Gedichte. Der neuen Gedichte anderer Teil, 1908

An andern liebt man Vollkommenheiten, an sich sich.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Der Mensch sollte nach der ersten Liebe und der ersten Freundschaft sterben: so wäre doch das Leben ihm ein Leben.

Jean Paul, Nachlass. Gedanken, 1809

Leben lebt allein durch die Liebe.

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Sehnsucht, Liebe, Hoffnung, Verlangen, das ist das wahre Leben.

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Zwei Männer mögen wegen einer Frau in einen noch so erbitterten Streit geraten sein, es kommt immer der Augenblick, in dem sie nahe daran sind, einander - wie über einen Abgrund - die Hände zu reichen.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Ein Tierfreund zu sein gehört zu den größten seelischen Reichtümern des Lebens.

Wagner, R., Briefe

Aus Liebe leben, das heißt unaufhörlich weiterfahren, den Frieden, die Freude in alle Herzen säend.

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Das Leben hält in der einen Hand den goldenen Königsreif des Glücks, in der anderen die Dornenkrone des Leids. Seinen Lieblingen reicht es beide.

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Den Schatten kannst du von einem Menschen weder abschneiden noch weglocken.

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Ich denke nicht, ich bin lieber.

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Ich erinnere mich daran, was ich bin: Liebe, Licht und Freude.

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Was offenbar im Lauf des Lebens an Bedeutung gewinnt, sind Liebe, Anmut und Zärtlichkeit, nicht der Verstand, die Intelligenz und die Macht des Wissens, so großartig Wissen auch ist; es ist vielmehr das Lachen der Kinder und die Freundschaft der Freunde, das vertraute Gespräch am Kamin, der Anblick der Blumen und der Klang der Musik.

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