Leben Sprüche – liebe
107 Sprüche gefunden
Hörtest du denn nicht hinein, Daß Musik das Haus umschlich? Nacht war schwer und ohne Schein, Doch der sanft auf hartem Stein Lag und spielte, das war ich. Was ich konnte, sprach ich aus: »Liebste Du, mein Alles Du!« Oestlich brach ein Licht heraus, Schwerer Tag trieb mich nach Haus Und mein Mund ist wieder zu.
Wenn du Liebender oder Geliebter bist: Sind wir nicht Flammen jede am eigenen Herd? Köstlich, wenn sie zusammenschlagen. Aber nachher? Am Ende bleibt jeder sich selber übrig. Dann hat man nur Ihn – oder niemand.
Ich fürchte, das warme Leben in mir zu erkälten an der eiskalten Geschichte des Tags und diese Furcht kommt daher, weil ich alles, was von Jugend auf zerstörendes mich traf, empfindlicher als andre aufnahm [...].
Wer von uns kann doch sein Dasein verantworten! Es ist alles dunkel und schief, wenn man es vor den Richter stellt – und es ist alles klar und gerade vor der Liebe.
Erst unter Kuß und Spiel und Scherzen, erkennst du ganz, was Leben heißt; o lerne denken mit dem Herzen, und lerne fühlen mit dem Geist.
Ich liebe die, welche nicht zu leben wissen, es sei denn als Untergehende, denn es sind die Hinübergehenden.
Nie erfahren wir unser Leben stärker als in großer Liebe und in tiefer Trauer.
Das Kind und das Tier und die Blume Sie wurden in meinem Sein Zum letzten Heiligtume, Allanders ist schwere Pein.
Je sinnlicher wir leben, desto leichter geht der ganze Stoffwechsel vor sich, desto heiterer wird der Geist, desto gesünder der Körper.
Das heißt Leben und Liebe eins sein lassen, daß die Liebe das Leben ist und das Leben die Liebe.
Lebst du mit ihr gemeinsam – dann fühlst du dich recht einsam. Bist du aber alleine – dann frieren die Beine. Lebst du zu zweit? Lebst du allein? Der Mittelweg wird wohl das richtige sein.
Dein tiefstes Lebensgefühl – wann hast du das gehabt? Mit einem Freund? Immer allein.
Im Concert Die traurige Kindheit, Des Vaters Tod. Der Jugend Blindheit, Die herbe Noth, Die Wintertage, Das dünne Kleid, Die Sorg' und Plage, Das Seelenleid … Die Gleichgiltigkeit, Die schwer wie Erz, Die schmerzlose Zeit – Die mehr als Schmerz … Das alles wogte, Wieder vorbei, Mit leisem Schluchzen Und dumpfem Schrei, Als deine Hand Durch die Saiten glitt – — — — O, wie ich litt! –
Es gibt keine peinvollere Lage, als durch Lebensstellung begrenzte Lebenskraft und Hemmung nützlicher Tätigkeit, da, wo das Herz von tiefer Gefühlswärme belebt ist und der grollende Geist unsere zum Schlendrian, zum Hofedienst verurteilte Männlichkeit verhöhnt.
Kleinigkeiten werden immer g'stohlen: Portemonnaies, Herzen, Silberlöffel, Couplets – es tut völlig wohl, wenn einmal etwas Großartiges passiert.
Das Vöglein Vöglein, Vöglein mit den Schwingen, Mit den Äuglein schwarz und klein, Laß uns mit einander singen, Laß uns liebe Freunde sein! Vöglein hüpfte auf den Bäumen, Endlich es mit Sang begann: Du kannst nur von Freiheit träumen, Dich seh' ich als Fremdling an! Mensch, auch Du hast Deine Schwingen, Äuglein klar und hell und rein, Könntest Freiheit dir erringen, Dann erst laß uns Freunde sein!
Diese kurze Erdpartie, wie du das Leben nennst, ist nur ein kurzer schwüler Dezembertag – unsere Freuden sind Torsos – unsere Erinnerungen Ruinen in einem Park – unsere Liebe ist eine ewige Sehnsucht und unsere Jugend nur ein süßerer Seufzer.
Nicht Augenlust: Augenandacht!
»Erlaubt ist, was gefällt.« Ja – wem gefällt, um Gottes willen!
Die Liebe entsteht plötzlich, ohne alle Überlegung, aus Temperament oder Schwäche: ein schöner Zug fesselt uns, hält uns gefangen.
Zwei Dinge bedeuten mir Leben: die Freiheit und die Frau, die ich liebe.