Leben Sprüche – liebe

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Leben heißt Sehnsucht verehren.

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Im Zusammensein mit uns sollte jeder ein Liebender des Lebens werden.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

So ein warmer, treuer Tod ist besser als ein kaltes, treuloses Leben.

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Dritter Teil. Reise von München nach Genua. Kapitel 12

Ihr lebt nicht, wenn nicht mit Vernunft und Liebe.

Schefer, Laienbrevier, 2 Bde., 1834/35

Ach, es ist wahrlich all eins, ob man bettelt oder gut lebt, wem das Herz freundlich ist zu geben und seine Liebe wieder willig zu empfangen, der allein ist reich.

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Wenn die Uhren so nah wie eigene Herzen schlagen, und die Dinge mit zagen Stimmen sich fragen: Bist du da? – : Dann bin ich nicht der, der am Morgen erwacht, einen Namen schenkt mir die Nacht, den keiner, den ich am Tage sprach, ohne tiefes Fürchten erführe – Jede Türe in mir gibt nach... Und da weiß ich, daß nicht vergeht, keine Geste und kein Gebet (dazu sind die Dinge zu schwer) – meine ganze Kindheit steht immer um mich her. Niemals bin ich allein. Viele, die vor mir lebten und fort von mir strebten, webten, webten an meinem Sein. Und setz ich mich zu dir her und sage dir leise: Ich litt - hörst du? Wer weiß wer murmelt es mit.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Mir zur Feier (1909)

Von Herzen geht, Zum Herzen kommt Das Leben.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Ich liebe dich, du sanftestes Gesetz, an dem wir reiften, da wir mit ihm rangen; du großes Heimweh, das wir nicht bezwangen, du Wald, aus dem wir nie hinausgegangen, du Lied, das wir mit jedem Schweigen sangen, du dunkles Netz, darin sich flüchtend die Gefühle fangen. Du hast dich so unendlich groß begonnen an jenem Tage, da du uns begannst, – und wir sind so gereift in deinen Sonnen, so breit geworden und so tief gepflanzt, daß du in Menschen, Engeln und Madonnen dich ruhend jetzt vollenden kannst. Laß deine Hand am Hang der Himmel ruhn und dulde stumm, was wir dir dunkel tun.

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Ob man am Ende mit unsäglicher Plackerei in seinem Fache etwas genützt hat, das trägt doch wenig aus; weit besser ist es, den Geliebten lieb gewesen zu sein und nach eigener Phantasie gelebt zu haben.

Burckhardt, J., Briefe. An Hermann Schauenburg, 27. Februar - 1. März 1847

Wie nahe liegt in unserm Leben wie auf den Alpen unser Sommer neben unserm Winter, wie klein ist der Schritt aus unsern Blumengärten in unsre Eisfelder!

Jean Paul, Biographische Belustigungen unter der Gehirnschale einer Riesin, 1796. Erste biographische Belustigung

Heutzutage betrachten die meisten ihr Leben als Gegenstand der Spekulation. Es ist keine Spekulation. Es ist vielmehr ein Heiligtum. Liebe heißt sein Leitstern.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

In meine stillen Träume In meine stillen Träume schleichst du dich allnächtlich ein, dein Haupt sinkt an meine Schulter, der Mond blickt durchs Fenster herein. Vor meinem Lager duften die Rosen berückend schwül; ich berge verwirrt mein Antlitz in dem seidenen Spitzenpfühl. Du bist ja zu mir gekommen im Traume, in der Nacht; da ist in mir Unglückseligen die Leidenschaft neu erwacht. Die Gluten, die schlummermüden, schlugen zur Flamme empor, ich suche im Traume das Leben und finde verschlossen das Tor.

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Blühe, geliebtestes Herz, bald werden ja andere Menschen hier sein, aber ich selbst modern als düsterer Staub.

Theognis, Elegien. Deutsch im Versmaße der Urschriften, übersetzt von Wilhelm Binder 1859. V. 875f.

Habt das Leben bis in seine unscheinbarsten Äußerungen hinab lieb und ihr werdet bis in eure unscheinbarsten Bewegungen hinab unbewußt von ihm zeugen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1909

Ich sah mein eigen Angesicht zerfurcht von bittrem Gram. Ich sah mein Herz in öder Brust zernagt von Reu und Scham. Ich sah mich irren ohne Ziel, der letzten Hoffnung bar. Mir hatte geträumt, ich lieb' dich nicht: O wie ich elend war!

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Gebet an das Leben Gewiß, so liebt ein Freund den Freund wie ich dich liebe, rätselvolles Leben! Ob ich in dir gejauchzt, geweint, ob du mir Leid, ob du mir Lust gegeben, ich liebe dich mit deinem Glück und Harme, und wenn du mich vernichten mußt, entreiße ich schmerzvoll mich deinem Arme, gleich wie der Freund der Freundesbrust.

Andreas-Salomé, L., Gedichte

Wir können nicht leben ohne Menschen und leben nie mehr, als wenn kein Mensch um uns ist.

Pauly, Aphorismen, 1905

Lebe so, wie du weinst.

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Man ist nur eigentlich lebendig, wenn man sich des Wohlwollens andrer freut.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Wilhelm Meisters Wanderjahren. Betrachtungen im Sinne der Wanderer

Er war dem Tod so knapp entkommen, daß das, was ihm vom Leben übrigblieb, unsäglich kostbar für ihn war.

Lawrence, Lady Chatterleys Liebhaber, auch: Lady Chatterley und ihr Liebhaber (Lady Chatterley’s Lover), 1928

Ach, Freund, was für ein tolles, verschwiegenes Leben lebe ich! So allein, allein!

Nietzsche, F., Briefe. An Erwin Rohde, 22. Februar 1884