Leben Sprüche – nachdenklich
160 Sprüche gefunden
Im Atemholen sind zweierlei Gnaden: Die Luft einziehen, sich ihrer entladen; Jenes bedrängt, dieses erfrischt; So wunderbar ist das Leben gemischt. Du danke Gott, wenn er dich preßt, Und dank ihm, wenn er dich wieder entläßt.
Viele gehen durch die Gassen, und nur wenige schauen zu den Sternen auf.
Um lange zu leben, lebe langsam.
Wer still und unbeachtet lebt, der hat gut gelebt.
Wir gleichen den Lämmern, die auf der Wiese spielen, während der Metzger schon eines und das andere von ihnen mit den Augen auswählt.
Dass ein solcher Mensch [Michel de Montaigne] geschrieben hat, dadurch ist wahrlich die Lust auf dieser Erde zu leben vermehrt worden.
Das Leben ist nur ein Augen-Öffnen und Wieder-Schließen. Darauf kommts an, was man in der kleinen Mittelpause sieht.
Es ist nicht mehr das beschauliche Leben zu führen, nur bedacht auf Häufung von Wissensschätzen, Lösung geistiger Aufgaben, Erweiterung des inneren Gesichtskreises, dazu zählt die ungestörte Ruhe, welche die heutige Zeit nicht gibt
Gehst du langsam durch dein Leben, so wird man dich antreiben; rennst du, so wird man dir ein Bein stellen.
Die Natur des Menschen ist nicht so, daß sie immer vorwärts ginge; sie hat ihr Hin und Wieder.
Willst du, daß andere für dich leben, verleugne dich selbst und lebe für andre.
Der Weg zum Tun ist zu sein.
Das einzige, was noch schwieriger ist, als ein geordnetes Leben zu führen: es anderen nicht aufzuzwingen.
Wenn du das Leben begreifen willst, glaube nicht, was man sagt und was man schreibt, sondern beobachte selbst und denke nach.
Man muß das Leben so einrichten, daß jeder Augenblick bedeutungsvoll ist.
Wer so lebt, daß er mit Vergnügen auf sein vergangenes Leben zurückblicken kann, lebt zweimal.
Mancherlei sammelt gar Mancher, Und weiß des Sammelns kein Ende, Und ob dem Mancherlei, ach! Sammelt er selber sich nicht. Hast du alles gesammelt, Was wird dein Sammeln nützen, Wenn du die Welt auch gewännst, So du dich selber zerstreust? – Die zerstreut waren, In eine Herde zu sammeln, Kam vom Himmel herab Selber des Ewigen Sohn; Sprach auch deutlich genug: Wer nicht mit mir sammelt, zerstreut! Und doch bleibet zerstreut Sorglos die thörichte Welt! –
Der Mensch sät, doch ob er die Frucht essen wird, ist zweifelhaft.
Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast? So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.
Zu fragen bin ich da, nicht zu antworten!
Einer will leben und kann nicht, der andere kann, und will nicht.