Leben Sprüche – nachdenklich

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Wenn du betrachtet hast, wie viele dir vorausgehen, bedenke auch, wie viele dir folgen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 15. Brief. Übers. Internet Originaltext: Cum aspexeris quot te antecedant, cogita quot sequantur

Niemand aber kann viel von einem herabfallenden Tropfen vergeuden.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 70. Brief. Übers. Internet Originaltext: Nemo multum ex stillicido potest perdere

Schnell erstarrt das Leben in untätiger Ruhe, wenn man alles, was Anstoß erregt, aufgeben muss.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 81. Brief. Übers. Internet Originaltext: Cito inerti otio vita torpebit, si relinquendum est quidquid offendit.

Als lebte man vor den Augen aller, muss man sicherlich leben und auf solche Weise denken, als könnte jemand ins Innerste unserer Brust sehen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 83. Brief. Übers. Internet Originaltext: Sic certe vivendum est tamquam in conspectu vivamus, sic cogitandum tamquam aliquis in pectus intimum introspicere possit.

Es lebt, wer verletzbar ist.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 99. Brief. Übers. Internet Originaltext: Vivit si laeditur.

Wir sollen nicht in uns selbst, abgetrennt und selbstsüchtig leben, sonst sind wir falbe Herbstblätter, die in der Luft flattern, um bald am Boden ganz zu ersterben.

Herder, Das Fest der Grazien (hg. von Friedrich Schiller, in: Die Horen, Stück 11), 1795

Wer nur für sich selbst lebt, ist für die anderen tot.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Quod improbis tribuitur, eripitur probis

Zögert noch jemand, wenn er weiß, was es bedeutet zu leben?

Martial, Epigramme, um 101 n. Chr. 5, 20. Übers. Internet Originaltext: Quisquam vivere cum sciat, moratur?

Schaffe Klarheit um dich her. Verstecktes zieh ans Licht. Aber ehre das Verhüllte.

Kayssler, Besinnungen, 1921

Sich selbst überreden, heißt mit dem Leben in Widerspruch geraten.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Leben und Strom fließen kraftvoll und lautlos. Der Lärm ist immer am Ufer.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Während wir leben, häufen sich in unserer Seele Lebensreste an, die von Zeit zu Zeit durch einen Sturm hinausgefegt werden müssen.

Ernst, Sankt Yoricks Glockenspiel, 1914

Ihr bangt vor der großen Stille? Allein in ihr ist nur der, dem ich nichts zu sagen weiß.

Steinmüller, Die Rhapsodien des Lebens, o.J. (um 1920)