Leben Sprüche – nachdenklich

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Wenn du das Leben verstehen willst, hör auf zu glauben, was die Leute sagen und schreiben. Beobachte lieber dich selbst, und mach dir deine eigenen Gedanken.

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Das echte Leben ist oft das, was man nicht führt.

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Nicht jeder, der am Leben ist, lebt.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Viele Menschen gehen sicher und unangefochten durchs Leben, weil sie keinen Blick für seine Abgründe haben.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Leben… ist das langsame Ausatmen der Vergangenheit… das tiefe Einatmen der Gegenwart,… um genügend Luft für die Zukunft zu haben.

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Jeden Abend muss unser Lebensfahrzeug zur Ausbesserung auf dieselbe Werft, die Bettstatt gebracht werden, auf der es einst gebaut und von Stapel gelassen worden ist.

Pauly, Aphorismen, 1905

Mancher klagt über ein verfehltes Leben, statt den verfehlten Menschen in sich anzuklagen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Unser Lebensweg steht auf beiden Seiten so voll Bäumchen und Ruhebänke, daß ich mich wundere, wenn einer müde wird.

Jean Paul, Komischer Anhang zum Titan, 1800-1801. 4. Jenner. Lothsblatt

Würde man uns das zu durchlaufende Leben detailliert beschreiben, wir würden davor schaudern.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Das geistige Leben bedarf eines behaglichen Heims und einer schmackhaften Küche.

Lawrence, Lady Chatterleys Liebhaber, auch: Lady Chatterley und ihr Liebhaber (Lady Chatterley’s Lover), 1928

Während ich aufmerksamer hierüber nachdenke, wird mir ganz klar, daß ich nie durch sichere Merkmale den Schlaf vom Wachen unterscheiden kann [...].

Descartes, Meditationen über die Grundlagen der Philosophie (Meditationes de Prima Philosophia), 1641

Wenn wir die Bilanz unseres Lebens ziehen, dann müssen wir im Soll und Haben viel durchstreichen.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Nur jene wissen das Leben wahrlich zu schätzen, die nichts tun, es zu stören.

Laotse (Laozi), Tao Te King (Daodejing), entstanden um 400 v. Chr.

Mit dem ›Du‹ im Herzen darf man schweigen, Um so tiefer dann sein Innres zeigen, Wenn die Stunde kommt, da ganz allein Leben sich dem Leben drängt zu weihn… Und es ist ein still beständig Wissen, Und es ist ein ruhiges Vertrauen: Unser Freundeskranz wird unzerrissen Schweben in Maienlüften wie in rauhen Sturmesnächten schlimmeren Geschicks… Nein, es ist kein Rausch des Augenblicks, Wie ihn rasches Jugendblut verdampft, Keine Traumsaat, die der Tag zerstampft – Wir belauschen unser altes Spiel Und gedenken und besinnen viel…

Henckell, Gedichte, 1898. Im Weitergehn, 1911

Die einzige Aufforderung, zu welcher der Gedanke an den Tod uns führen sollte, wäre die, das Leben mit dem höchsten Inhalt zu füllen, jedem Augenblick den edelsten Wert zu verleihen.

Meysenbug, Der Lebensabend einer Idealistin, 1898

Ruhebänke auf dem Lebenswege Machen gar zu leicht den Wandrer träge.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Nur die Toten reiten schnell, was aber Leben hat, entfaltet sich nur dann gesund, wenn es stille wächst und nicht im Treibhaus forciert wird.

Frommel, Von der Kunst im täglichen Leben, 1867

Der Mensch, welcher nicht zur Masse gehören will, braucht nur aufzuhören, gegen sich bequem zu sein; er folge seinem Gewissen, welches ihm zuruft: »Sei du selbst! Das bist du alles nicht, was du jetzt tust, meinst, begehrst.«

Nietzsche, Unzeitgemäße Betrachtungen, 1873-76. Schopenhauer als Erzieher, 1874

Es kommt wohl für jeden eine Stunde, wo er mit Verwunderung vor sich selbst fragt: Wie lebt man nur! Und man lebt doch!

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Wissenschaft und Weisheit im Kampfe, Sommer 1875

Die besten Richter sind Achtung, Befangenheit und Furcht.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch VII, Brief 17: C. Plinius Celeri Suo S. Übers. Internet Originaltext: Optime autem reverentia, pudor, metus iudicant

Groß ist die Anzahl derjenigen Menschen, die vor einer Schiffsreise nicht den Sturm bedenken.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 11. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Magna pars hominum est quae navigatura de tempeste non cogitat