Leben Sprüche – philosophisch
261 Sprüche gefunden
Man weiß erst, daß man ist, wenn man sich in anderen wiederfindet.
Aus Verbindungen, die nicht bis ins Innerste der Existenz geh'n, kann nichts Kluges werden.
Ich fühl in mir ein Leben, das kein Gott geschaffen, und kein Sterblicher gezeugt. Ich glaube, daß wir durch uns selber sind, und nur aus freier Lust so innig mit dem All verbunden.
Leben - es gibt nichts Selteneres auf der Welt. Die meisten Menschen existieren, weiter nichts.
Es ist wirklich unglaublich, wie nichtssagend und bedeutungsleer, von außen gesehn, und wie dumpf und besinnungslos, von innen empfunden, das Leben der allermeisten Menschen dahinfließt. Es ist ein mattes Sehnen und Quälen, ein träumerisches Taumeln durch die vier Lebensalter hindurch zum Tode, unter Begleitung einer Reihe trivialer Gedanken.
Sein oder nicht Sein.
Wie lange ich lebe, hat mit meinem wahren Wesen nichts zu tun. Wie lange ich aber leben werde, um im höheren Sinne zu leben, das hängt von mir ab.
Und die Weisheit im Leben besteht vielleicht in der Frage: Warum?
Alles, was geschieht, gehört in den Plan der ewigen Welt, und ist gut in ihm, soviel weiß ich; was in diesem Plane reiner Gewinn, oder was nur Mittel sei, um ein vorhandenes Übel hinwegzuschaffen, was daher mich mehr oder weniger erfreuen solle, weiß ich nicht.
Als Zweck unsers Daseins ist in der Tat nichts anderes anzugeben, als die Erkenntnis, daß wir besser nicht dawären.
Aber damit wird Heraklit ewig recht behalten, daß das Sein eine leere Fiktion ist.
Man wird sein Leben nur durch widrige Empfindungen inne.
Wie abgerissen und elend würde eine Existenz sein, wenn man nicht mit, durch und in bessern Menschen leben könnte.
Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.
Es ist nicht mehr das beschauliche Leben zu führen, nur bedacht auf Häufung von Wissensschätzen, Lösung geistiger Aufgaben, Erweiterung des inneren Gesichtskreises, dazu zählt die ungestörte Ruhe, welche die heutige Zeit nicht gibt
Man kann leben, ohne ein einziges Mal gefragt zu haben, was Leben ist und was Tod.
Das eigene Leben bleibt jedem Manne ein Rätsel.
Ich für mich kann das ganze Leben eines Menschen in seinen Verflechtungen nur als ein göttliches Geheimnis – nicht: verstehen, sondern: betrachten.
Das Leben besteht nicht nur in der Hauptsache aus Tatsachen und Geschehnissen. Es besteht im wesentlichen aus dem Sturm der Gedanken, der jedem durch den Kopf tobt.
Ein einziger Gedanke geht durch die ganze Schöpfung hindurch: Selbsterhaltung alles Geschaffenen, das Anklammern alles Daseienden an das Dasein. Dies beginnt bei der toten Materie und endet mit dem Sittlichen.
Ein Leben, das nicht kritisch untersucht wird, ist es nicht wert, gelebt zu werden.