Leben Sprüche – philosophisch
261 Sprüche gefunden
Die Schranken, die dem Erkenntnisvermögen des Menschengeistes gesteckt sind, verglichen mit der Sehnsucht, dieselben zu durchbrechen, deuten ihn auf eine dem Erdenleben folgende Stufenleiter des Daseins hin, wo dem Verlangen nach Erkenntnis eine vollständigere Befriedigung vorbehalten ist. Erleuchten muß es, daß für eine beschränkte Lebensdauer auch nur ein beschränktes Maß von erreichbarer Erkenntnis zugeschrieben werden konnte.
Das gesicherte Dasein ist eine Qual, wenn nicht eine Erfüllung desselben hinzukommt.
Auch der größte Genius hat nie den geringsten Erfolg gehabt, wenn es galt, die Daseinsfrage zu erklären. Das Rätsel bleibt ewig ein vollkommen ungelöstes.
Woher – Wohin? Woher, wohin denn unser wirres Sein? Aus Dir hinaus, o Mensch, in Dich hinein!
Nichts erschwert uns die Existenz so sehr, als daß wir so häufig an Definitiva glauben ... und daß wir die Zeit damit verlieren, uns eines Irrtums zu schämen, statt ihn einzugestehen und unser Leben einfach neu zu gestalten.
Sein führt zu Nichtsein.
Das Leben ist zu wichtig, um darüber ernsthaft zu sprechen.
Das Urprinzip allen Lebens findet sich im Hunger und in der Liebe. Der Hunger: Ich will Nahrung, damit ich nicht aufhöre zu sein. Die Liebe: Ich will zeugen, damit wir nicht aufhören zu sein.
Das Wesen allen Seins ist Endlichkeit.
Die Tragik des modernen Menschen ist nicht, daß er immer weniger über den Sinn des eigenen Lebens weiß, sondern daß ihn das immer weniger stört.
Ein Punkt ist diese Welt, ein Traum ist unser Leben!
Das Leben selbst ist weder gut noch böse, nur ein Platz für Gut und Böse.
Ohne Glaube Liebe Hoffnung gibt es logischerweise kein Leben. Das resultiert alles voneinander.
Wahrscheinlich ist mein ganzes Leben nur eine Illusion, und ich habe es nur noch nicht gemerkt...
Der Mensch strebt danach, das Leben außerhalb seiner selbst zu finden, und begreift nicht, daß das Gesuchte in ihm selber liegt.
So bewegt sich alles menschliche Leben in dem Ringen der beiden Tendenzen: der ausgleichenden und der individualisierenden. In ihrem Konflikt besteht das innerste Wesen der Menschheit.
Jedes Sein, auch wenn es verderbt ist, ist gut, insofern es ein Sein ist; es ist schlecht, insofern es verderbt ist.
Einmal möchte ich jenen Sadisten treffen, der den Zustand, den wir Leben nennen, erfand, um ihm an meinem Beispiel zu zeigen, was er uns antat. Ich würde mich an ihm rächen...
Ich glaube, das körperliche Leben ist eine größere Wirklichkeit als das geistige Leben: wenn der Körper richtig erweckt ist zum Leben.
Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastisches Chaos. Verstanden werden kann das Leben nur als Leben im Licht der Ewigkeit.
Ein Traum ist alles Leben, und die Träume selbst ein Traum.