Leben Sprüche – philosophisch

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Niemand weiß, was das Leben ist, nur das es uns gegeben ist. Und das nur Gott von dem Geheimnis Anfang und auch Ende ist.

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Was ist Leben? Trug der Sinne.

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Es gibt kein Haben, nur ein Sein, nur ein nach letztem Atem, nach Ersticken verlangendes Sein.

Kafka, Oktavhefte. Drittes Heft, 1916

Es gibt nichts Sinnverwirrenderes, als eines Tages zu entdecken, daß man als der und der lebt.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Wenn der Mensch über sein Körperliches und Sittliches nachdenkt, findet er sich gewöhnlich krank. Wir leiden alle am Leben; wer will uns, außer Gott, zur Rechenschaft ziehen?

Goethe, J. W., Gespräche. In einer Logenrede am 15. Juni 1821

Das ganze Leben ist der größte Unsinn. Und wenn man achtzig Jahre strebt und forscht, so muß man sich doch endlich gestehen, daß man nichts erstrebt und nichts erforscht hat. Wüßten wir wenigstens, warum wir auf dieser Welt sind. Aber alles ist und bleibt dem Denker rätselhaft, und das größte Glück ist noch das, als Flachkopf geboren zu sein.

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Aus Liebe zu Gott und zum Danke für das Leben, das er uns geschenkt hat, wollen wir danach trachten, daß in unseren Werken die Offenbarung des Lebens der erste unserer Gedanken sei.

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Der so überaus wohltätige Einfluss, den eine zurückgezogene Lebensweise auf unsere Gemütsruhe hat, beruht größtenteils darauf, daß eine solche uns dem fortwährenden Leben vor den Augen anderer, folglich der steten Berücksichtigung ihrer etwaigen Meinung entzieht und dadurch uns uns selber zurückgibt.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 4: Von dem, was einer vorstellt

Rein durchs Leben zu gehen, ist unmöglich, aber sich zu reinigen, ist möglich und höchstes Ziel.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Fehlt es ihm [dem Menschen] hingegen an Objekten des Wollens, indem die zu leichte Befriedigung sie ihm sogleich wieder wegnimmt; so befällt ihn furchtbare Leere und Langeweile: d. h. sein Wesen und sein Dasein selbst wird ihm zur unerträglichen Last. Sein Leben schwingt also, gleich einem Pendel, hin und her, zwischen dem Schmerz und der Langenweile, welche beide in der Tat dessen letzte Bestandteile sind.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Erster Band. Viertes Buch. Der Welt als Wille zweite Betrachtung: Bei erreichter Selbsterkenntnis Bejahung und Verneinung des Willens zum Leben

Auf dem Faulbett Auf mein Faulbett hingestreckt Überdenk' ich so meine Tage, Forschend, was wohl dahintersteckt. Daß ich nur immer klage. Ich habe zu essen, ich habe Tabak, Ich lebe in jeder Sphäre, Ich liebe je nach meinem Geschmack Blaustrumpf oder Hetäre. Die sexuelle Psychopathie, Ich habe sie längst überwunden - Und dennoch, ich vergess' es nie, Es waren doch schöne Stunden.

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Wirklich zu leben – das ist das Allerseltenste auf dieser Welt. Die meisten Menschen existieren nur, sonst nichts.

Wilde, Der Sozialismus und die Seele des Menschen. Aus dem Zuchthaus zu Reading. Aesthetisches Manifest (The Soul of Man under Socialism), Erstdruck 1891. Übersetzt von Paul Wertheimer

Die geistige Schönheit der Seele ist darin gelegen, daß der Wandel und das Tun des Menschen gemäß und wohl angepaßt sei der geistigen Klarheit der Vernunft.

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Noch gestern nahm ich mich als Bruchstück wahr, das ohne jedes Gleichmaß in der Lebenssphäre zittert. Heute nun weiß ich, dass ich die Sphäre bin und sich das ganze Leben in rhythmischen Fragmenten in mir bewegt.

Gibran, Sand und Schaum. Aphorismen (Sand and Foam), 1926, übersetzt von Hans-Josef Fritschi, Books on Demand 2018

Das Sein ist eine aus lauter Knoten bestehende Linie.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1849

Das ganze Leben ist ein verdaulicher Widerspruch.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1838

Das Leben aller müßte so sein, daß man alles voneinander wüßte.

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Leben ist die Kunst, taugliche Schlußfolgerungen aus unzureichenden Prämissen zu ziehen.

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Ewiges Leben – was ist das anderes als eine Wunschprojektion.

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Den Bau des öffentlichen Lebens kann nur die sittliche Vervollkommnung der Menschen verbessern.

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»Erst habe ich gemerkt«, sagte ich, »wie es ist [das Leben]. Und dann habe ich verstanden, warum es so ist – und dann habe ich begriffen, warum es nicht anders sein kann. Und doch möchte ich, daß es anders wird. Es ist eine Frage der Kraft. Wenn man sich selber treu bleibt . . . «

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schloß Gripsholm, 1931. Zweites Kapitel