Leben Sprüche – philosophisch
261 Sprüche gefunden
Wer weiß, ob unser Leben nicht ein Tod nur ist, Gestorbensein dagegen Leben?
Das Leben ist ein Traum, der sich selbst bezweifelt.
Die Kunst als das Jubelfest des Willens ist die stärkste Verführerin zum Leben. Die Wissenschaft steht auch unter der Herrschaft des Triebes zum Leben: die Welt ist wert erkannt zu werden: der Triumph der Erkenntnis hält am Leben fest.
Warum sollte dies mein Leben ein Anfang oder Ende sein, da doch nichts ein Anfang oder Ende ist. Warum nicht einfach eine Fortsetzung, der unzähliges Wesensgleiche vorangegangen ist und unzähliges Wesensgleiche folgen wird.
Das Leben selbst ist das größte Nichts ohne das Gefühl eines höheren Lebens.
Es gibt in Wahrheit zwei Reisen: die Reise vom Ursprung zum Leben in der Welt und die Reise vom Leben in der Welt zurück zum Ursprung. So wie es natürlich ist, aus dem ewigen Ursprung hinauszugehen, so ist es notwendig, vom sich wandelnden Leben zum unwandelbaren zurückzukehren.
Das allgemeine Leben ist Gott oder die Natur, wie du's nennen willst.
Was ist denn Leben? Ein ewiges Zusichnehmen und Vonsichgeben.
Das Wunderbarste, das ewige Phänomen ist das eigene Dasein.
Das Dasein braucht keine Berechtigung, es ist über allem.
Das Dasein ist gar kein Prädikat oder keine Determination von irgendeinem Dinge.
Unser ganzes Kunststück besteht darin, daß wir unsere Existenz aufgeben, um zu existieren.
Wisse die Wege, erkenne deinen eigenen Weg durch die Welt und hin zu Gott.
Wer von uns kann doch sein Dasein verantworten! Es ist alles dunkel und schief, wenn man es vor den Richter stellt – und es ist alles klar und gerade vor der Liebe.
Leben ist Tun und Leiden. Je wissender der Mensch, desto tiefer sein seelisches Leid.
Ist es möglich, daß alle diese Menschen eine Vergangenheit, die nie gewesen ist, genau kennen? Ist es möglich, daß alle Wirklichkeiten nichts sind für sie; daß ihr Leben abläuft, mit nichts verknüpft, wie eine Uhr in einem leeren Zimmer - ?
Aber das Leben ist im Grunde so fatal ernsthaft, daß es nicht zu ertragen wäre ohne solche Verbindung des Pathetischen mit dem Komischen.
Hart, feindlich und ungerecht ist alles, was uns umgibt, Schranken sind überall ausgerichtet gegen die natürlichsten Regungen, preisgegeben ist man auf jedem Schritte der gemeinen Bosheit, und wehren muß man sich, wehren, um nicht vernichtet zu werden.
Solange der Mensch noch etwas für sich selbst sein will, kann das wahre Sein und Leben in ihm sich nicht entwickeln, und er bleibt eben darum auch der Seligkeit unzugänglich [...].
Das Leben der meisten ist ein Fliehen aus sich selbst heraus.
Unser Leben ist, wie das Ganze, in dem wir enthalten sind, auf eine unbegreifliche Weise aus Freiheit und Notwendigkeit zusammengesetzt.