Leben Sprüche – philosophisch
261 Sprüche gefunden
Leben ist eine Krankheit des Geistes, ein leidenschaftliches Tun.
Drei Pfade hat der Mensch in sich, in denen sich sein Leben tätigt: die Seele, den Leib und die Sinne.
Form ist Wollust Form und Riegel mußten erst zerspringen, Welt durch aufgeschlossne Röhren dringen: Form ist Wollust, Friede, himmlisches Genügen, Doch mich reißt es, Ackerschollen umzupflügen. Form will mich verschnüren und verengen, Doch ich will mein Sein in alle Weiten drängen - Form ist klare Härte ohn' Erbarmen, Doch mich treibt es zu den Dumpfen, zu den Armen, Und in grenzenlosem Michverschenken Will mich Leben mit Erfüllung tränken.
Nicht der Tod ist die Wurzel der Welt, welcher Tod erst durch allmähliche Verringerung seines Grades zum Leben heraufgekünstelt werden müßte; sondern vielmehr das Leben ist die Wurzel der Welt, und was da tot scheint, ist nur ein geringerer Grad des Lebens.
Der moralische Mensch hat so gut seine Respiration wie der physische, und nur durch diese bleiben wir lebendig.
Was ich soll? Wer löst mir je die Frage? Was ich kann? Wer gönnt mir den Versuch? Was ich muß? Vermag ich's ohne Klage? So viel Arbeit um ein Leichentuch!
Alles Leben trägt sein Ideal in sich: der innerste Trieb des geistigen Lebens ist die Bewegung nach der Idee, nach einer größeren Vortrefflichkeit. Dieser Trieb ist ihm angeboren, bei seinem Ursprung eingepflanzt.
Wenn man anfängt, das Leben zu verstehen, versteht es uns nicht mehr.
Denn wirklich, wie ja in des Menschen Leben nie etwas Neues kommt, sondern nur neue Formen auftauchen, soviel sich auch ereignen mag, so schweifte das Sinnen des Sintlingers in jenen langen Monaten in Gegenden, durch die ihn sein Rausch getrieben hatte.
Was forscht ihr früh und spat dem Quell des Übels nach, da doch kein anderes ist, als Kreatur zu sein?
Wer, durch Wissenschaft und Erfahrung belehrt, alles menschliche Wesen als schal und nichtig erkennt, der ist in jedem Sinne wahrhaft frei.
Der Politiker steckt im Leben, unbekannt wo. Der Ästhet flieht aus dem Leben, unbekannt wohin.
Das einzig Wirkliche, was wir auf der Welt haben, ist das Leben. Mir scheint, daß jeder vernünftige Mensch es zu erhalten suchen müßte.
Das fühlen wir unwiderleglich, die Bestimmung des Menschen fällt nicht zusammen mit dem Zweck dieser Erde.
Man muss, damit überhaupt geistiges Leben möglich ist, irgendeinem Ziele zustreben.
Warum konzentrierst du dich nicht lieber mit deinem kurzen Leben auf wesentliche Dinge und lebst nicht mit dir und der Welt in Frieden?
Es gibt Menschen, die ihr Leben nur als eine Benefizvorstellung für sich betrachten.
Alle Auflehnung gegen die Natur, gegen die Seinsbedingungen ist unfruchtbar und krankhaft.
Das menschliche Leben ist das einzige, das erforscht zu werden verdiente. Damit verglichen, ist alles übrige ohne Belang.
Es ist das Gefühl, dass in diesem Weltmechanismus etwas Ewiglebendes enthalten sein muss, was sich in allen das Ganze erfassenden Menschenseelen zu der Vorstellung „Gott“ gestaltet.
Wie könnten wir die große Selbstkorrektur des Lebens anders als ahnungsvoll verfolgen?