Leben Sprüche – weisheit

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Wer sich selber ewig besitzt, kann weder zu früh noch zu spät in die Welt kommen, und wer sich selber in seinem ewigen Wert besitzt, der findet auch einen Platz in diesem Leben, welchen er ganz und voll ausfüllen kann.

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Zweiter Teil. Das Gleichgewicht des Ästhetischen und Ethischen in der Entwickelung der Persönlichkeit. Übersetzt von Alexander Michelsen und Otto Gleiß, 1885

Jedes Existierende ist ein Analogon alles Existierenden; daher erscheint uns das Dasein immer zu gleicher Zeit gesondert und verknüpft.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 2. Buch, 11. Kap.

Die wahre feine Lebensart, welche mehr tut, als mit Blitzesschnelle eine gefallene Stricknadel aufheben, entspringt entweder aus der Tiefe des Geistes oder aus der Fülle des Herzens, und weder der Tanzmeister lehrt sie noch Chesterfield.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [97]

Bäume haben den Menschen eins voraus: Sie sind auch in Massen noch schön.

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Das Leben ist ein Land, das die Greise gesehen und bewohnt haben. Wer es durchwandern will, kann nur sie um den Weg fragen.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Lebensalter, Leben und Tod

Man nützt und versteht nur solche Lebensregeln, von denen man die Erfahrungen, worauf sie ruhen, so durchgemacht, daß man die Regeln hätte selber geben können.

Jean Paul, Die unsichtbare Loge, 2. verbesserte Auflage 1822 (EA: 1793). Erster Teil. 20. Sektor

Das Reich Gottes ist weder Schwärmen noch schöngeistiges Genießen, sondern Wirken in Liebe und Weisheit, in Schönheit und Güte.

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Dann geleiten Alter und Erfahrung Hand in Hand ihn zum Tode und lehren ihn, nach so schmerzvollem und so langem Forschen, dass er sein ganzes Leben auf falschem Wege war.

Rochester, A Satyr Against Reason and Mankind, um 1674. II, 25-28. Originaltext: Then Old Age, and Experience, hand in hand, // Lead him to death, and make him understand, // After a Search so painful, and so long, // That all his Life he has been in the wrong.

Das allgemeine Leben ist Gott oder die Natur, wie du's nennen willst.

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Wir leben in einer Zeit, wo Verborgenheit mehr schützt als das Gesetz und sicherer macht als Unschuld.

Rivarol, Maximen und Gedanken, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938. Politik

Das Wunderbarste, das ewige Phänomen ist das eigene Dasein.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke philosophischer Enzyklopädistik

Ist es möglich, daß alle diese Menschen eine Vergangenheit, die nie gewesen ist, genau kennen? Ist es möglich, daß alle Wirklichkeiten nichts sind für sie; daß ihr Leben abläuft, mit nichts verknüpft, wie eine Uhr in einem leeren Zimmer - ?

Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910

Immer in einer Sphäre und dennoch immer neu zu bleiben, ist nur das Vorrecht eines sehr großen Genies.

Lessing, G. E., Rezensionen. Geschichte d. Fräul. Elisab. Thoughtleß, 1754

Die gründlichste Wissenschaft ist die Erfahrung, die schönste Dichtung ist das Leben.

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Das Leben korrigiert unsere Ideale später wie Schüleraufgaben und füllt die durchgestrichenen Stellen aus, welche sich zuletzt – durch unsere Erfahrung – als die rechte Logik bestätigen.

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Wer, durch Wissenschaft und Erfahrung belehrt, alles menschliche Wesen als schal und nichtig erkennt, der ist in jedem Sinne wahrhaft frei.

Deussen/Strauß (Übers.), Vier philosophische Texte des Mahâbhâratam. Sanatsujâta-Parvan, Bhagavadgîtâ, Mokshadharma, Anugîtâ, 1906. Mokshadharma

Große Ereignisse kann man nicht erschaffen, sie geschehen einfach.

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Es ist das Gefühl, dass in diesem Weltmechanismus etwas Ewiglebendes enthalten sein muss, was sich in allen das Ganze erfassenden Menschenseelen zu der Vorstellung „Gott“ gestaltet.

Pauly, Aphorismen, 1905

Jedes Land, jede Gesellschaft, jedes Lebensalter, jedes Verhältnis, jedes Portemonnaie fordert ein ganz bestimmtes Benehmen, und die entsprechende Haltung zu treffen, ist die recht eigentliche Lebensklugheit.

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So unbedeutend ist keines Menschen Leben, daß es, ins rechte Licht gestellt, nicht für die übrigen von Interesse sein könnte.

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Wer das Leben eines einzelnen Menschen betrachtet, findet darin die Entwicklung der ganzen Menschheit, die weder Wissen noch Erfahrung gutzumachen imstande waren.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938