Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Lose Der einst seine junge Sonnige Liebe gebracht, Die hat ihn gehen heißen, Nicht weiter sein gedacht. Darauf hat er heimgeführet Ein Mädchen still und hold; Die hat aus allen Menschen Nur einzig ihn gewollt. Und ob sein Herz in Liebe Niemals für sie gebebt: Sie hat um ihn gelitten Und nur für ihn gelebt.

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Die Entwicklung der Liebe führt uns in die Erkenntnis der Einheit, nämlich der Wahrheit, daß jeder einzelne und wir alle der einen großen Schöpfung angehören.

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Liebeserklärung eines Kraftgenies Ha, wie rudert meine ganze Seele Nun in der Empfindung Ozean? Laute Seufzer sprengen mir die Kehle, Die man auf zehn Meilen hören kann. Gleich Kanonenkugeln rollen Thränen Aus den beiden Augenmösern mir: Erd' und Himmel bebt bei meinem Stöhnen, Und ich brülle schluchzend – wie ein Stier. Wetterstürme der Empfindung treiben Mich ost-, west- und süd- und nordenwärts: Meine Seele hat in mir kein Bleiben, Und es blitzt und donnert mir das Herz. Ach! ich muß, ich muß im Sturm versinken! Rette mich, großmüth'ge Seele, doch! Ich beginne schon den Tod zu trinken, Sieh, mein Lebensnachen hat ein Loch!

Blumauer, J. A., Gedichte. Originaltext

Es gibt Dinge, die nur schön sind, indem man sie begehrt. Die Liebe hat solche Schönheiten.

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Adam und Eva haben's Lieben erdacht, Ich und mein Schätzle haben's auch so gemacht.

Brentano/Arnim, Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder, 3 Bde., 1805-1808. Tanzreime

Ein jedes Werk, das nicht auf Liebe gegründet ist, trägt den Keim des Todes in sich und geht seinem Ruin entgegen.

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Denn die Liebe sie ist des Lebens Tiefstes und Wahrstes, Alle Rätsel der Welt löset sich einzig in ihr.

Möser, A., Gedichte, 1865. Aus: Der Jüngling zu Sais (Nach Novalis)

Die Liebe ist ein Raub der Natur an der Gesellschaft.

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Wir können von nichts in der Welt etwas eigentlich erkennen, als uns selbst, und die Veränderungen, die in uns vorgehen. Eben so können wir unmöglich für andere fühlen, wie man zu sagen pflegt; wir fühlen nur für uns. Der Satz klingt hart, er ist es aber nicht, wenn er nur recht verstanden wird. Man liebt weder Vater, noch Mutter, noch Frau, noch Kind, sondern die angenehmen Empfindungen, die sie uns machen.

Lichtenberg, Sudelbuch H, 1789-1793. [H 151]

Im Buch der Liebe alle Strophen singen Von süßer Lust, auch wenn sie herb erklingen.

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Auch für mich, der so oft der Frauenlieb' hab gedienet, wär' es die Zeit, vom Dienst frei, mich der Ruhe zu freu'n. Aber wenn irgendein Gott "leb' ohne Liebe" mir sagte, lehnt' ich es ab; ein so süß Übel ist immer ein Weib.

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Am schönsten ist die Rose, wenn ihre Knospe bricht, So tagt aus Furcht empor der Hoffnung schönstes Licht; Am süßesten glüht Rose vom Morgentau gefeuchtet, Am lieblichsten blickt Liebe, wenn sie durch Tränen leuchtet.

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Daß soviel Selbstisches in der Liebe ist, und doch, was wär' sie ohne das!

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, am 20. April 1779

Tadelt man, daß wir uns lieben, Dürfen wir uns nicht betrüben, Tadel ist von keiner Kraft. Andern Dingen mag das gelten; Kein Mißbilligen, kein Schelten Macht die Liebe tadelhaft.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Inschriften, Denk- und Sendeblätter

XVIII Soll ich denn einen Sommertag dich nennen, dich, der an Herrlichkeit ihn überglänzt? Dem Mai will Sturm die Blütenpracht nicht gönnen, und Sommers Herrschaft ist so eng begrenzt. Oft leuchten seines Blickes Feuerfarben, doch bald auch hört das goldne Glänzen auf, bis seine allerletzten Spuren starben in Wechsel und natürlichem Verlauf. Dir aber soll der Sommer niemals scheiden, die Zeit sei fern, daß Schönheit dir verdirbt. Des Todes gier'ger Blick weiß dich zu meiden: mein Wort verhütet, daß dein Wesen stirbt. Solange Ohren hören, Augen sehn, besteht mein Lied, wirst du im Lied bestehn!

Shakespeare, Sonette (Sonnets), 1609. Übersetzt von Karl Kraus, 1933

Der, der liebt, bringt immer den, der nicht liebt, gegen sich auf.

Radiguet, Der Teufel im Leib (Le diable au corps), 1923

Ein Narr liebt den, der ihn nicht wieder lieben wil.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Aus: Die hoffärtige oder übersichtige Welt. Originaltext

Wenn man liebt, wird der Berg zum Tale!

Gorki, Tamerlan und die Mutter

Lied Bin ich einst tot, mein Liebster, sing keine Trauermessen; pflanz mir zu Häupten Rosen nicht noch schattige Zypressen: Laß grünes Gras mich decken, das Tau und Regen näßt; und wenn ihr wollt, gedenket, und wenn ihr wollt, vergeßt. Ich sehe nicht die Schatten, spür nicht des Regens Fall; hör nicht den schwermutsatten Gesang der Nachtigall; und träumend lang im Dämmer, der nimmer steigt noch fällt, wer weiß, ob ich gedenke, ob ich vergeß der Welt.

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Das Geisterschiff Alle Schiffer kamen wieder, Kay kam nicht. Auf die Erde warf Meike sich nieder, In den Sand das Gesicht. Sie weinte und rang die weißen Arme: Kay, komm, Kay! Sie flehte und fluchte, daß Gott erbarme: Kay, komm, Kay! Da lief ein Schiff auf schwarzer Welle Nachts an den Strand, Da kam ihr toter Herzgeselle Und nahm sie bei der Hand. Sie fühlte es bis in die spitzen Zehen Und bis in ihr blondes Haar. Und Meike mußte mit ihm gehen Und segeln immerdar.

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Man braucht ja nix als Liebe und alles mögliche andere, und die Erde ist ein Paradies.

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