Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Die meisten Frauen sind darum so wenig empfänglich für Freundschaft, weil sie reizlos ist, wenn man die Liebe erlebt hat.

Internet

Krone des Lebens, Glück ohne Ruh, Liebe, bist du!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lieder. Aus: Rastlose Liebe

Aus der ach so karg gefüllten Schale unsres Herzens laßt uns Liebe schöpfen, wo nur immer einer Seele Schale leersteht und nach Liebe dürstet. Nicht versiegen drum wird unsre Schale, steigen wird die so geschöpfte Flut, nicht fallen, Fülle wird das Los des so verschwenderischen Herzens.

Morgenstern, C., Gedichte. Sprüche und Epigramme

Die dunkle Schwelle Du gingst in Sommerhelle im frohen Jugendkleid über die dunkle Schwelle mein Herz schrie vor lauter Leid. Nun über allen Landen rauschet der Frühling her, bin ich ganz still geworden: ich liebe dich nur noch mehr.

Stammler, Streit und Stille. Gedichte, 1939

Amor bleibet ein Schalk, und wer ihm vertraut, ist betrogen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Aus: Elegien 1

Zu Liebesboten taugen nur Gedanken, die zehnmal schneller fliehn als Sonnenstrahlen, wenn sie die Nacht von finstern Hügeln scheuchen.

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Liebe ist eine Pflanze, die nur im Boden der Achtung perennierend wird. Keimt sie in dem Sumpfe der Sinnlichkeit, so schießt sie, ein üppiges Unkraut, rasch empor, und der nächste Lenz findet sie verdorrt am Boden liegend, ohne Fähigkeit, je wieder Blüten zu bekommen.

Internet

O Liebe, süßes Labsal aller Leiden Der Sterblichen, du wonnevoller Rausch Vermählter Seelen! welche Freuden Sind deinen gleich?

Wieland, Oberon, Erstdruck 1780

Frauen und Liebe trennt nur der Verstand.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Fragmente über den Menschen

Weißt du auch, Valerio, daß selbst der Geringste unter den Menschen so groß ist, daß das Leben noch viel zu kurz ist, um ihn lieben zu können?

Büchner, Leonce und Lena, 1836. 3. Akt, 1. Szene, Leonce

Seit du nun schweigst… Seit du nun schweigst, sind mir die Dinge stumm. Mit seelenlosen Augen sehn mich an Die liebsten Menschen. Jedes Heiligtum Find' ich verschlossen, poch' ich je daran. Gab deine Stimme doch die Melodie Zu meines Lebens Lied. Du warst das Maß, Das Wert und Unwert meiner Welt verlieh; In dir genoß ich erst, was ich besaß. Nun du mir fehlst, bin ich mir selbst entrückt, Mißklang mein Denken, mein Empfinden Streit. Das Schöne spielt mit mir, das Wahre drückt Dies Herz zusammen, das es sonst befreit. Des Lebens Krone fiel aus meinem Haar, Jedwede Herrschgewalt ist mir entrungen, Und selbst das Lied, das noch mein eigen war, Hat mir der Schmerz tyrannisch abgezwungen.

Internet

Nach Liebe dürstet alle Welt –

Keller, G., Gedichte. Jahreszeiten. Aus: Schifferlied

Gutes für die Menschen? Was heißt Gutes? Nur eins: Liebe.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

Das nächste große Prinzip ist die Erkenntnis der Einheit aller Dinge: daß der Schöpfer aller Dinge Liebe ist und daß alles, was wir wahrnehmen, in seiner unendlichen Formenvielfalt eine Manifestation dieser Liebe ist, sei es ein Planet oder ein Kieselstein, ein Stern oder ein Tautropfen, der Mensch oder die niedrige Form des Lebens.

Internet

Entzieht euch dem verstorbnen Zeug, Lebend'ges laßt uns lieben!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Zahme Xenien, Kap. 3

Die Vorspiele der Versöhnung Korinne schwur, mich zu vergessen: Und doch kann sie mich nicht vergessen. Wo sie mich sieht, und wo sie kann, Fängt sie auf mich zu lästern an. Doch warum tut sie das? warum erhitzt sie sich? Ich wette was, noch liebt sie mich. Ich schwur, Korinnen zu vergessen: Und doch kann ich sie nicht vergessen. Wo ich sie seh, und wo ich kann, Fang' ich mich zu entschuld'gen an. Doch warum tu ich das? und warum schweig' ich nie? Ich wette was, noch lieb' ich sie.

Lessing, G. E., Gedichte. Sinngedichte, Ausgabe 1771, [132.]

Zu lieben ist schön, noch schöner ist es, geliebt zu werden.

Internet

Leise flehen meine Lieder Durch die Nacht zu dir; In den stillen Hain hernieder, Liebchen, komm zu mir! Flüsternd schlanke Wipfel rauschen In des Mondes Licht, Des Verräters feindlich Lauschen Fürchte, Holde, nicht! Hörst die Nachtigallen schlagen? Ach, sie flehen dich, Mit der Töne süßen Klagen Flehen sie für mich. Sie verstehn des Busens Sehnen, Kennen Liebesschmerz, Rühren mit den Silbertönen Jedes weiche Herz. Laß auch Dir die Brust bewegen, Liebchen höre mich, Bebend harr' ich dir entgegen! Komm, beglücke mich! Beglücke mich!

Internet

Der Liebe erster Ruf Ergreift die Mädchenseele mädchenhaft, Wie sie den Jüngling jugendlich begeistert, Daß er nach Kampf und kühner Tat verlangt.

Körner, Zriny. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen, entstanden 1812, Erstdruck 1814. 2. Aufzug, 1. Auftritt, Eva

Ich will von dir, was keine Zeit zerstöret Ich will von dir, was keine Zeit zerstöret, Nur Schönheit, die das Herz verleiht; Ich will von dir, was nie der Welt gehöret, Die engelreine Kindlichkeit. Das sind des Herzens allerbeste Gaben, Das ist des Lebens schönste Zier. Hat dich die Welt, so kann ich dich nicht haben, Lebst du der Welt, so stirbst du mir.

Internet

Gute Nacht Im tiefsten Innern Ein süß Erinnern Und einen Gruß Zum Tagesschluß. Daß Gottes Güte Mein Glück behüte, Daß seine Treu' Stets mit dir sei; Daß deine Seele Sich mir vermähle Auf ewiglich: Das bete ich. Auf ihn nur zähl' ich, Uns beid' empfehl' ich Fromm seiner Macht – Nun, gute Nacht!

Internet