Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Eure schenkende Liebe und eure Erkenntnis diene dem Sinn der Erde!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Von der schenkenden Tugend

Schöne Brücke, hast mich oft getragen Wenn mein Herz erwartungsvoll geschlagen und mit dir den Strom ich überschritt. Und mich dünkte, deine stolzen Bogen sind in kühnern Schwüngen mitgezogen und sie fühlten meine Liebe mit. Weh der Täuschung, da ich jetzo sehe, Wenn ich schweren Leid's hinübergehe Daß der Last kein Joch sich fühlend biegt Soll ich einsam in die Berge gehen und nach einem schwachen Stege spähen der sich meinem Kummer zitternd fügt? Aber sie, mit anderm Weh und Leiden und im Herzen andre Seligkeiten: Trage leicht die blühende Gestalt Schöne Brücke, magst du ewig stehen ewig aber wird es nie geschehen daß hinüber eine Bessre wallt!

Keller, G., Gedichte. Heidelberg 1849

Die Frau bringt in der Liebe größere Opfer als der Mann.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Angriff Tücher Winken Flattern Knattern. Winde klatschen. Dein Lachen weht. Greifen Fassen Balgen Zwingen Kuß Umfangen Sinken Nichts.

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Eine Frau ist nicht immer glücklich mit dem, den sie liebt, aber sie ist immer unglücklich mit dem, den sie nicht liebt.

Tillier, Mein Onkel Benjamin (Mon oncle Benjamin), 1843

Blümekens Kleine Blüten, anspruchslose Blumen, Waldrandschmuck und Wiesendurcheinander, Rote, weiße, gelbe, blaue Blumen Nahm ich im Vorbeigehn mit nach Hause. Kamen alte, liebe Zeiten wieder: Auf den Feldern wehten grüne Hälmchen, Süß im Erlenbusche sang der Stieglitz, Eine ganze Welt von Unschuld sang er Mir und dir. Nun, seit Jahren, ordnen deine Hände Perlenschnur und Rosen in den Haaren. Wie viel schöner, junge Frau doch schmückten Kleine Blumen dich, die einst wir pflückten, Ich und du.

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Geheimnis Was an Liebe du erfahren, Trage tief in deiner Brust, Wo es keiner mag gewahren, Keinem außer dir bewußt. Sieh der Berg, im Felsenherzen, Wie er alles wohl versteckt, Was sein Schacht an edlen Erzen Und Gesteinen je bedeckt. Sieh die Perlen, wie Gedanken, Schlafen sie im Muschelhaus, Das sie innen ganz durchranken, Niemals treten doch heraus. Und dein eignes Herz, der Riese An Gefühlen und an Glut, Sieh, wie es im Paradiese Deiner Brust verborgen ruht. Also deine Liebe wahre Tief in deines Busens Schrein, Das Geheimnis offenbare Der Geliebten nur allein. Denn nur Liebende beglücken Kann die Liebe – andre nicht: So wie Sterne nur entzücken, Die da sehen – Blinde nicht.

Böttger (Hg.), Dichtergarben vom Felde deutscher Lyrik, hg. von Adolf Böttger, 2. Auflage 1857

Gefunden Du hast ein Herz gefunden; Hell durch die Seele bricht Nach sturmbewegten Stunden Der Liebe Sonnenlicht. Was deinen Geist umschwebte Im süßen Traum der Nacht, Was selig dich durchbebte, so oft du sein gedacht: Das Bild, das du getragen, Verklärt im Herzensschrein In sehnsuchtsbangen Tagen - Dies holde Bild ist dein. Wohl klingt's in solchen Stunden Wie Sang im Lenzrevier. - Du hast ein Herz gefunden; Der Himmel hüt' es dir!

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Wonne der Wehmut Trocknet nicht, trocknet nicht, Tränen der ewigen Liebe! Ach, nur dem halbgetrockneten Auge Wie öde, wie tot die Welt ihm erscheint! Trocknet nicht, trocknet nicht, Tränen unglücklicher Liebe!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lieder

Die Minnesänger Zu dem Wettgesange schreiten Minnesänger jetzt herbei; Ei, das gibt ein seltsam Streiten, Ein gar seltsames Turnei! Phantasie, die schäumend wilde, Ist des Minnesängers Pferd, Und die Kunst dient ihm zum Schilde, Und das Wort, das ist sein Schwert. Hübsche Damen schauen munter Vom beteppichten Balkon, Doch die rechte ist nicht drunter Mit der rechten Lorbeerkron'. Andre Leute, wenn sie springen In die Schranken, sind gesund; Doch wir Minnesänger bringen Dort schon mit die Todeswund'. Und wem dort am besten dringet Liederblut aus Herzensgrund, Der ist Sieger, der erringet Bestes Lob aus schönstem Mund.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Junge Leiden. Romanzen, 11.

Wer Lieb' erzwingt wo keine ist, Der bleibt ein Narr zu aller Frist.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Keine Macht, so weit der Himmel reicht, die nicht dem Zauber der Liebe weicht.

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Es gibt auf der ganzen Welt kein Band so stark wie das Band des Herzens.

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Unruhe in der Liebe ist keineswegs das Wesen der Liebe, Unruhe ist etwas, was gar nicht zur Liebe gehört; die Liebe ist fröhlich und sorglos.

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Liebe ist, wenn du mit jemandem zum Essen ausgehst und du die meisten deiner Pommes Frites hergibst, ohne dass sie dir welche von ihren geben müssen.

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Durch Erd' und Himmel leise Hinflutet eine Weise Wie sanftes Harfenwehn, Die jedem Dinge kündet, Wozu es ward gegründet, Woran es soll vergehn. Sie spricht zum Adler: »Dringe Zur Sonne, bis die Schwinge Dir trifft ein Wetterschlag!« Spricht zu den Wolken: »Regnet, Und wenn die Flur gesegnet, Zerrinnt am goldnen Tag!« Sie spricht zum Schwan: »Durchwalle Die Flut und dann mit Schalle Ein selig Grab erwirb!« Sie spricht zur Feuernelke: »In Duft glüh' auf und welke!« Zum Weibe: »Lieb' und stirb!«

Geibel, E., Gedichte. Neue Gedichte. Lieder aus alter und neuer Zeit, 29.

Liebe trägt ihr Gegengift bei sich.

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Der liebt nicht, der die Fehler des Geliebten nicht für Tugenden hält.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Die Liebe zu Gott wird nicht beeinträchtigt, wenn noch eine andere Liebe in uns wohnt, sofern diese nur die schuldige Ehrfurcht und das rechte Maß einhält gegenüber der göttlichen Liebe.

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Es ist unendlich verschieden, einen Menschen lieben und etwas an ihm lieben, und sei dieses Etwas das Edelste; er wird doch Mittel; aber das Lieben des ganzen Menschen macht ihn mir nur zum Ziel seiner und meiner selber.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. August 1811

In der Liebe ist jener der Hausherr, der dem andern den Vortritt läßt.

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. I. Eros