Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Die echte Liebe verzeiht auch dann, wenn das Herz selbst tödlich getroffen ist.

Detlef, Ein Dokument, 4 Bde., 1876

Es ist kaum glaublich, wie schwach viele Menschen werden, wenn die Liebe über sie kommt, und wie stark unzählige andere!

Hesekiel, Eine brandenburgische Hofjungfer. Historischer Roman aus Joachim Nestor's Tagen, 3 Bde., 1868

An die Nachtigall Er liegt und schläft an meinem Herzen, Mein guter Schutzgeist sang ihn ein; Und ich kann fröhlich sein und scherzen, Kann jeder Blum und jedes Blatts mich freun. Nachtigall, Nachtigall, ach! Sing mir den Amor nicht wach!

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Erster und zweiter Teil

Höre, lieber laufe ich mit nackten Füßen über glühende Kohlen, als auf die Süße des Mannes zu verzichten.

Aristophanes, Lysistrata, 411 v. Chr. Kleonike zu Lysistrata

Wenn ein Herz liebt, echt und recht, so werden die Augen hellsehend und erkennen die echte und rechte Liebe in den Herzen anderer.

Polko, Musikalische Märchen, Phantasien und Skizzen, 3 Bde., 1852-72

Reichtum Im Banne deiner Augen verweilte ich manche Stunde, doch hast du nie geschauet in meiner Seele Grund. Nie hast du dich gebeuget über meines Herzens Weh, Dein Bild darin zu sehen wie in tiefer dunkler See. Nie hat an meinem Busen Dein liebes Haupt gelauscht, wie heimlich in der Tiefe die Liebe klingt und rauscht. Die Perle ruht im Meere, der Edelstein im Schacht - kehr ein, du heißgeliebte, in meines Busens Nacht! Ihm ist von allen tiefen an Reichtum keine gleich - in meinem Herzen, dann liegt dir von Liebe ein König Reich.

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Was ist es, sprich, was bei den Menschen »Liebe« heißt? O Kind, das Süßeste und Bitterste zugleich.

Euripides, Hippolytos, um 428 v. Chr

Die Lieb ist der Säckel des Fortunat: Je mehr sie gibt, desto mehr sie hat.

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An deiner Brust An deiner Brust ist meine Stelle, In deinen Armen mein Asyl! Mich warf des Sturm's empörte Welle An dieses bang ersehnte Ziel. Die Gaben, die das Leben zieren, Jedwedes Gut, das köstlich heißt, Was ich besaß, mußt' ich verlieren, Daß du fortan mir Alles sei'st. Jetzt, da ich Alles hingegeben, Wird mir's durch dich zurückgeschenkt, Wenn unter wonnevollem Beben Dein Mund auf meine Stirn' sich senkt.

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Kein Mensch wird so alt, daß er nicht noch durch das Herz leiden könnte.

Godin, Kein Herz, in: Die Gartenlaube. Jahrgang 1876, Nr. 40-45

Ich dachte, wie so weit und schön die Welt, so tausendfach von Licht und Glück erhellt. Ich dachte, wie du einzig bist und klein – und wie ich doch bei dir nur möchte sein.

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Liebe ist Allmacht.

Stahl, Die Tochter der Alhambra, 1869

Die wahre Liebe ist es, die jedes Wesen läutert, jeden schlummernden Keim des Edlen und Guten aus ihm hervorlockt, zur herrlichen Blüte bringt; sie allein ist es auch, die dem Leben trotzt und standhält, die in Wahrheit alles trägt und glaubt und hofft und des Gesetzes Erfüllung ist – des Gesetzes des Lebens.

Otto-Peters, Der Genius des Hauses, 1869

Über jedem Wollen steht ein gewisses unabänderliches Muß in der Liebe. Sie hat etwas Elementares. Man kann ihr ebensowenig gebieten, wie dem Winde, wenn man ihm zurufen wollte: "Sturm, wehe nicht!"

Heiberg, Ein Weib, 1887

So ist der Mensch! Ein Titane in seiner Leidenschaft, wenn sie geweckt ist, ein Lamm in seiner Liebe, wenn sie die wirkliche, echte, wahre Liebe ist!

Galen, Der Irre von St. James, 4 Bde., 1853

Es ist eine alte Geschichte, wenn zwei Herzen in einem Wettlauf miteinander vorwärts hasten, so will natürlich jedes es dem anderen voraustun, und ärgert sich dann doch schließlich, wenn es ihm gelingt.

Schubin, Asbéin. Aus dem Leben eines Virtuosen, 1888

Die Lieb ist dreierlei: Liebe, ein Herzensband; Lieb' eine Heuchelei, Und Lieb' ein Todesbrand.

Rückert (Übers.), Hamâsa oder die ältesten arabischen Volkslieder, gesammelt von Abu Temmâm, übersetzt und erläutert von Friedrich Rückert, 2 Bde., 1846

Lenz ist's, der die Knospen schwellet, Aber Liebe schwellt die Herzen.

Altmann, Runen finnischer Volkspoesie, gesammelt und übersetzt von Dr. Julius Altmann, Leipzig 1856

Die Liebe gleicht dem April: Bald Frost, bald fröhliche Strahlen, Bald Blüten in Herzen und Talen, Bald stürmisch und bald still, Bald heimliches Ringen und Dehnen, Bald Wolken, Regen und Tränen – Im ewigen Schwanken und Sehnen Wer weiß, was werden will!

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Erstes Buch. Lieder als Intermezzo, 8.

Bei der Liebe wie beim Haß haben wir den Anfang wohl in der Hand ... nie aber das Ende.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Ich eile hin, und ewig flieht dem Blicke Ich eile hin, und ewig flieht dem Blicke Des Lebens Spiegel fort in wilder Flut, Die Sehnsucht in die Ferne nimmer ruht, Und weinend schaut Erinnerung zurücke Da blickt aus einer Blume neu Geschicke. Zwei blaue Kelche voll von Liebesglut Erwecken in dem Flüchtling neuen Mut; Daß er das Leben wieder jung erblicke. Es hat der Sinn die Aussicht wiederfunden, Er sieht im klaren Strome abgespiegelt, Des Wechsel-Lebens zwiefach-lieblich Bild, Die Fläche ruht und schwillt in tiefen Stunden, Wenn Leidenschaft die Trunkenheit entzügelt, Und Liebe sich dem Strome nackt enthüllt.

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