Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Jeder edle Mann lernt einmal die Allgewalt der Liebe kennen; wenige aber begreifen, daß in der Geliebten sich nicht nur der Zauber des weiblichen Geschlechts, sondern die Macht der Natur, die Gottheit konzentriert und wirksam erweist.
Die Liebe ist weder theoretisch und gottlob auch nicht wissenschaftlich, sondern akkurat noch so, wie sie Gott geschaffen hat, nicht zum Dividieren, Spekulieren, Subtrahieren, sondern sich zu freuen über Freudiges, zu weinen, wenn es wieder dahingeht.
Es ist dies der echten Liebe Eigentümlichkeit, daß sie unerwidert, verschmäht doch süß bleibt und ein köstlich Kleinod.
Des ird'schen Lebens ganze Seligkeit Keimt in zwei Herzen, wo die Liebe waltet.
Wie oft sind wir geneigt, das für Koketterie bei der Geliebten zu halten, was doch eigentlich nichts weiter ist, als der unschuldige, prickelnde Uebermuth ihres Liebesglückes.
Aufklären kann der Verstand, aber verklären kann nur die Liebe.
Ach! und es ist so schön, geliebt zu werden; lernt man doch erst recht, Liebe zu verdienen, wenn man sie geschenkt bekommt.
Sentimentale Frauen taugen nicht zur Liebe. Sentimental sein ist unkünstlerisch.
Der Asra Täglich ging die wunderschöne Sultanstochter auf und nieder Um die Abendzeit am Springbrunn, Wo die weißen Wasser plätschern. Täglich stand der junge Sklave Um die Abendzeit am Springbrunn, Wo die weißen Wasser plätschern; Täglich ward er bleich und bleicher. Eines Abends trat die Fürstin Auf ihn zu mit raschen Worten: »Deinen Namen will ich wissen, Deine Heimat, deine Sippschaft!« Und der Sklave sprach: »Ich heiße Mohamet, ich bin aus Yemmen, Und mein Stamm sind jene Asra, Welche sterben, wenn sie lieben.«
Eine versunkene Liebeszeit gleicht den Sagen von versunkenen goldenen Zeiten und Ländern, mit dem Unterschiede jedoch, daß die Sagen der Völker sich immer grauer färben, im Herzen der Liebenden die versunkene Zeit immer goldener wird, wie auch oft das Abendrot immer dunkler erglüht, je tiefer die Sonne sinkt.
Glaube man doch nicht, daß Zorn und Liebe bare Gegensätze seien! Die sinnliche Liebe wenigstens saugt oft doppelte Nahrung aus dem Zorne. Sie will gar oft nur sich des Gegenstandes bemächtigen, will ihn unterjochen, will im Genusse des Raubes schwelgen.
Zuweilen leidet das zarte Blümchen Liebe durch die Trennung, aber zuweilen bricht die Knospe dadurch erst zur vollen Blüte auf. Die Erinnerung malt das Bild des geliebten Gegenstandes auf Goldgrund; schätzen lernen wir erst einen Besitz, wenn wir seiner lange nicht habhaft und bewußt geworden sind.
Alle Liebe ist ein Zurückgehen auf sich selbst und alle Sehnsucht ein Sich-Entfernen von sich selbst.
Die Gefahr ist die poetische Ballfrisur der Liebe, und die hat sie auch höchst nötig, denn in der Schlafhauben der Alltäglichkeit nimmt sich diese Himmelstochter miserabel aus.
Da habe ich von ihr gelernt, wie es eine Liebe gibt, welche höher als die natürliche Liebe ist, die aus Wohlgefälligkeit entspringt, und welche der Liebe Gottes verwandt ist, welche eben das Verlorne, das Häßliche am meisten liebt, weil es das Hülfsbedürftigste ist.
Man sprach zur Liebe: "Schreibe!" Sie schrieb den eig'nen Namen. Man sprach zur Liebe: "Lese!" Sie las den eig'nen Namen. Man sprach zur Liebe: "Rechne!" Sie sann, und sprach dann lächelnd: "Das hab' ich nicht gelernt!"
Hat denn noch kein Mann den Schmerz der verlornen Liebe empfunden, damit er wisse, wie noch tausendmal härter er eine Frau verheere? Welcher hat denn Treue, die rechte, die keine Tugend und keine Empfindung ist, sondern das Feuer selber, das den Kern der Existenz ewig belebt und erhält?
Die Liebe ging auf dunkler Bahn Vom Monde nur erblickt, Das Schattenreich war aufgetan Und seltsam aufgeschmückt. Ein blauer Dunst umschwebte sie Mit einem goldnen Rand, Und eilig zog die Phantasie Sie über Strom und Land. Es hob sich ihre volle Brust In wunderbarem Mut; Ein Vorgefühl der künft'gen Lust Besprach die wilde Glut. Die Sehnsucht klagt' und wußt' es nicht, Daß Liebe näher kam, Und tiefer grub in ihr Gesicht Sich hoffnungsloser Gram. Die kleine Schlange blieb getreu: Sie wies nach Norden hin, Und beide folgten sorgenfrei Der schönen Führerin. Die Liebe ging durch Wüstenein Und durch der Wolken Land, Trat in den Hof des Mondes ein Die Tochter an der Hand. Er saß auf seinem Silberthron, Allein mit seinem Harm; Da hört' er seines Kindes Ton, Und sank in ihren Arm.
Jede Frau ist zunächst bange vor dem Manne, überhaupt bange vor der Liebe. Ist es, bis zu gewissem Grade, immer wieder. Man soll ihr deshalb Zeit lassen, sich an den Mann zu gewöhnen. Auch an den Mann ihrer Wahl. Sie hat dann immer noch Gelegenheit genug, sich baß zu wundern.
Darin liegt die Erhabenheit der Liebe, daß sie den persönlichen Zweck aufhebt.
Liebe Die Liebe gleicht der Welle, Die plätschernd sich erhebt, Wer weiß, woher sie flutet, Wer weiß, wohin sie schwebt; Wer weiß, ob sie uns schaukelnd Nicht sanft zum Hafen bringt, Wer weiß, ob sie als Woge Nicht unser Schiff verschlingt.