Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Besuch Du kamst – du gingst, und ließest mir Ein innig Glück; Du kamst – du gingst, und ließest mir Dich selbst zurück.

Josephson, Licht im Dunkel. Gedichte und Sprüche, 1902

Liebe kennt keinen Dank und erwartet keinen, sagt jemand. Dank ist ein kaltes Wort.

Bismarck, O., Briefe. An seine Braut, 21. Februar 1847

Es gibt nichts Ernsteres als ein Liebespaar. Für die Beteiligten selbst. Aber auch nichts Komischeres. Für die Anderen.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Ich mühte mich, ein Stein zu sein, Von dumpfer Zelle Nacht umfangen; Was half es, ach, da aus dem Stein Der Liebe helle Funken sprangen?

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Echte Liebe schenkt tausendmal mehr Wonnen als die flüchtigen Leidenschaften, die wir erregen.

Balzac, Der Ehefrieden (La Paix du ménage), 1830

Weht, o wehet, liebe Morgenwinde! Tragt ein Wort der Liebe hin und wieder!

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Nur in den seltensten Fällen hält die Liebe der Allgegenwart stand.

Balzac, Der Ehevertrag (Le contrat de mariage), 1835 (dt. 1846)

…die wahre Liebe trifft wie der Blitz mitten ins Herz, und sie ist stumm wie der Blitz…

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13

Der nur lebt, der liebt; und der nur liebt, der sein Ich hasst.

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [13]

Die Liebe ist am treuesten, wenn sie eine unglückliche ist.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Lieb' im Entstehen Fühlt mehr als sie sagt, Lieb im Vergehen Sagt mehr als sie fühlt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Bei der Lieb muß man die Augen niederschlagen, und da geschieht's denn leicht, daß sie auf einen Gegenstand fallen, der unter einem ist.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Heut nacht im Traum . . . Heut nacht im Traume sah ich dich, Du dehntest dich mit leisem Lachen Und schwätztest gurrend tausend Sachen. Ich kostete gleich Früchten dich, Wie ich mit durst'ger Lippe küsste Berg, Tal und Hügel, Wang' und Brüste. Ich war von einer Biegsamkeit, Die wirklich man bewundern musste, Herrgott, welche Kraft, welche Puste! Und du, Geliebte, zur selben Zeit, Welche Puste und Kraft, welche Schnelle Und Biegsamkeit der Gazelle. Am Morgen gab's in deinem Arm, Nur viel vollkomm'ner, im Erwachen Genau dieselben süssen Sachen.

Verlaine, Ausgewählte Gedichte, übersetzt von Wolf Graf von Kalckreuth, Leipzig 1891; Erstdruck der Sammlung bei Lemerre, Paris 1866

Das Beste, was Liebende im Laufe der Zeit einander werden können, das ist: Surrogate ihrer Träume oder Symbole ihrer Sehnsucht.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Treu-Lieschen Mein Lieschen, stell' das Weinen ein, Auf Regen folgt ja Sonnenschein. Ich kehr' mit Schwalb' und Flieder Und wohl noch früher wieder. Der Bursche sprach's. Vom Giebeldach Sah ihm Treu-Lieschen lange nach, Bis Hoffnung wiederkehrte Und ihren Thränen wehrte. Dei Äuglein wurden wieder klar, Das Herze jeden Kummers bar, Sie wußte: mit dem Flieder Kam ihr der Liebste wieder.

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Nur der ist reich, der geliebt wird und lieben darf.

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Alles fand die Menschheit im wilden Zustand, die Tiere, die Früchte, die Liebe.

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Einladung zur Liebe Mädchen, wollt ihr mich nicht lieben? Seht, hier lieg ich in dem Schatten! Seht mich nur, ihr müßt mich lieben! Rosen blühen auf den Wangen, In den Adern glühet Feuer, In den Minen lacht Vergnügen, In den Augen locket Liebe, Und bewegen sich die Lippen, So bewegt sie Scherz und Freude. Mädchen, wollt ihr mich nicht lieben? Seht, hier lieg' ich in dem Schatten! Mädchen, seht, wie schön ich liebe!

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Und wenn dich das am tiefsten beugt Und wenn dich das am tiefsten beugt, Daß dich die Liebe kränkt: Gott ist's, der ihr die Ziele zeigt Und ihre Pfeile lenkt.

Josephson, Licht im Dunkel. Gedichte und Sprüche, 1902

Alles um die Liebe leiden Alles um die Liebe leiden: Giebt es wohl ein schön'res Los? Kein Verhängnis kann die scheiden, Welche lieben wahr und groß! Ihre Seele atmet freier – Hehrer Friede sie durchglüht – Immer wärmer, reiner, treuer Sie der Freundschaft Lenz umblüht! Kein Verhängnis kann die scheiden, Welche lieben wahr und groß!

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Wir wissen nicht, warum wir geliebt werden und können es nicht verstehen; aber es ist ein seliges Gefühl, das uns über die schwere Wolkendecke des Lebens zur Sonne emporträgt.

Pauly, Aphorismen, 1905