Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Statt im Leben freundlich und friedfertig einander zu tragen und zu erfreuen, grämen sich die meisten Menschen, wenn es zu spät ist, wenn der Tod die traulichen Lebensgefährten von der Seite gerissen hat; darum soll man sich lieben, solange man noch lebt, denn jede Stunde, die man in Unliebe verbringt, hat man sich und dem andern unwiederbringlich vom Leben geraubt.

Auerbach, Sämtliche Schwarzwälder Dorfgeschichten, entstanden 1842-80 (diverse Einzeldrucke), 10 Bde., 1884. Erster Band. 3. Des Schloßbauers Vefele

Wenn zwei einander liebhaben, sollen sie auch beten, daß sie miteinander sterben.

Freytag, Die Ahnen, 6 Bde., 1872-80. Das Nest der Zaunkönige. Die Mutter auf der Burg

Ein Mann kann mehrere Frauen, nie aber mehrere Geliebte haben. Selbst der Sultan von Beludschistan hat zwar dreihundert Frauen, aber nur eine Geliebte. Die Favoritin.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Es ist wohl eine der herbsten Entbehrungen, die sich der Mensch auferlegen kann, wenn er sich dem Arme der Liebe entwindet.

Rothenfels, Eleonore, 5 Bde., 1871

Grausam gewesen zu sein gegen ein Herz, das uns liebt, ist eine Erinnerung, die auf unserem Gewissen brennt, und die keine neue Liebe, und wäre sie wirklich reiner, als die, welche wir damals fühlten, wieder auslöscht.

Spielhagen, Problematische Naturen, 1861

Was der Tod getrennt, und was sich liebte, – das wird einst wieder vereinen der Herr, dem Freude ist, Freude zu machen.

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Als unsere Liebe stark war, schliefen wir auf der Breite eines Schwertes; nun da sie schwach ist, genügt uns ein Bett nicht, das sechzig Ellen mißt.

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Wer je dir seine Brust erschließt, O, thu ihm, was du kannst, zulieb, Und mach' ihm jede Stunde froh, Und mach' ihm keine Stunde trüb!

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Die Liebe ist die einzige Leidenschaft, die weder Vergangenheit noch Zukunft duldet.

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Auch an der Liebe hat sich mancher den Magen verdorben, weil er sie zu heiß genießen wollte.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Ein In-sich-aufnehmen ist die Liebe, und also ein Untergang.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Entrüstet Zu gräßlich hatt' er mich geneckt. Wie weh war mir zu Sinn. Und tief gekränkt und aufgeschreckt Zum Kirchhof lief ich hin. Ich saß auf einem Leichenstein, Die Augen weint ich rot. Ach lieber Gott, erbarm dich mein Und mach mich endlich tot. Sieht er mich dann in meinem Sarg, So wird er lebenssatt Und stirbt vor Gram, weil er so arg Mein Herz behandelt hat. Kaum war's gesagt, so legten sich Zwei Arme um mich her, Und auf der Stelle fühlte ich, Wer das getan, war er. Wir kehrten Arm in Arm zurück. Ich sah ihn an bei Licht. Nein, solchen treuen Liebesblick Hat doch kein Bösewicht.

Busch, W., Gedichte. Schein und Sein, 1909

Liebe und Tod liegen überall auf der Lauer.

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Die Strafe der Koketten ist, nur noch an Liebe denken zu können; sowie sie Liebe empfinden würden, hörten sie auf, kokett zu sein.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Liebe macht ohnehin, wie listig, so kühn gegen jeden, und nur gegen das Geliebte scheuer und einfacher.

Jean Paul, Der Komet oder Nikolaus Marggraf. Eine komische Geschichte, 1820-22 (blieb wegen schwerer Schicksalsschläge nur Fragment). Viertes Vorkapitel

Die Liebe und die Electricität gleichen sich darin, daß man von jeder die Folgen, aber nicht die Ursachen kennt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

In der Liebe der Frauen ist fast immer ein Element des Blutschänderischen enthalten; den älteren Mann lieben sie immer ein wenig wie einen Vater, den jüngeren wie einen Sohn.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

In der Liebe erkennen wir meist zu spät, ob ein Herz uns nur geliehen, ob es uns geschenkt oder ob es uns gar geopfert wurde.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Die Liebe soll wohl mit ein' Anflug von Schwärmerei garniert sein, sich aber ja nicht strähnzwirnartig abhaspeln in endloser Schwärmerei. So ein trunkenes Paar Liebesseelen verfehlt das Ziel wie zwei Rauschige, die einander nach Haus führen wollen.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Ein geliebter Mensch, das bedeutet sieben Mal Schmerz und einmal Freude.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Liebe ist wie ein Ei. Wenn du sie genießen willst, darfst du nicht zu hart und nicht zu zaghaft zugreifen.

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