Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Liebe ist wie das Fett in der Suppe. Sie schmeckt nur, wenn sie heiß ist.

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Letzte Liebe Wie an der Neige unserer Zeit Wir zarter, abergläubischer lieben! Als Abglanz der Vergänglichkeit Ist, letzte Liebe, dein Strahl geblieben. Den halben Himmel deckt die Nacht, Und nur im Westen schweifen Lichter. Verweile, verweile, du Abendpracht, Verstrick mich, Zauber, dicht und dichter. Mag spärlich das Blut sich regen, Doch voller Zartheit ist das Herz. O letzte Liebe, Fluch und Segen Und Glück und hoffnungsloser Schmerz.

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Anfang, Mitte und Ende von jedem Beginnen sei Liebe!

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [3]

Man liebt, wo man kann.

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Merkst du denn nicht, wie meine Lippen beben? Kannst du nicht lesen diese bleichen Züge, Nicht fühlen, daß mein Lächeln Qual und Lüge, Wenn meine Blicke forschend dich umschweben? Sehnst du dich nicht nach einem Hauch von Leben, Nach einem heißen Arm, dich fortzutragen Aus diesem Sumpf von öden, leeren Tagen, Um den die bleichen, irren Lichter weben? So las ich falsch in deinem Aug, dem tiefen? Kein heimlich Sehnen sah ich heiß dort funkeln? Es birgt zu deiner Seele keine Pforte Dein feuchter Blick? Die Wünsche, die dort schliefen, Wie stille Rosen in der Flut, der dunkeln, Sind, wie dein Plaudern: seellos ... Worte, Worte?

Hofmannsthal, H., Gedichte. Erstes überliefertes Gedicht, das Hofmannsthal als Gymnasiast unter dem Pseudonym »Loris Medikow« veröffentlichte, 1890

Die Liebe dringt beim Manne durch die Augen ein, bei der Frau durch die Ohren.

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Wir gehen einer Liebe nach, die unser Herz längst aufgegeben hat.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Wie dir, so mir Wie Dir geschah, so solls auch mir geschehn, nur wo Du hinkamst, will auch ich hingehn; Ich will ins Licht nur, wirst im Licht Du sein, bist Du in Nacht, so will ich in die Nacht, bist Du in Pein, so will ich in die Pein, Von Dir getrennt hab ich mich nie gedacht, zu Dir, zu Dir will ich allein, allein!

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Die Herzen, die sich am schnellsten geben, nehmen sich auch am schnellsten zurück.

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"Ich bitt Ihnen, schrein S' nicht so – wenn's meine Frau höret, ich wär des Todes –!" "A Frau hast? Und fürchst di vor ihr? Das söhnt mich wieder a bisserl mit 'n Schicksal aus."

Nestroy, Frühere Verhältnisse, 1862

Das Mysterium der Liebe ist tiefer als die geheimnisvollen Wunder des Todes.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Meine Straße mir entgegen Ist heut eine Frau gegangen, Deren Tragen und Bewegen All mein Sinnen hält gefangen. Was ich liebend je gepriesen, Wenn ich kurzes Glück genossen, Alle Pracht schien mir in diesen Schlanken Körper eingegossen. Sichrer Schritt auf graden Beinen, Hohe Schultern, schmaler Rücken. In den Augen trocknes Weinen Und verhaltenes Entzücken. Eh' sie meinem Blick entschwände, Folgt ich lange ihren Spuren, Und dann formten meine Hände Ihre herrlichen Konturen Aus der Luft, bis ich verloren Heimging, voll von allem Süßen, Ihren Duft in meinen Poren, Ihren Gang in meinen Füßen. Daß sie doch noch einmal käme! Dann will ich sie knieend fragen, Ob sie mich zum Gatten nähme, – Und sie wird »Sie Esel!« sagen. (Erna)

Mühsam, E., Gedichte. Aus: Wüste – Krater – Wolken. Die Gedichte, 1914

Die Frau, die zwei liebt, betrügt beide.

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In der Liebe ist alles wahr, alles falsch. Sie ist das einzige Ding, über das man nichts Absurdes sagen kann.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Liebe muß die Wurzel all unseres Denkens und Tuns sein.

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Liebe sei dir wie Gott, in welcher Gestalt sie erscheine!

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [44]

Es liegt ebensosehr in der Natur der Liebe, Liebe zu nehmen wie zu geben.

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Man muß schon sehr eingebildet sein, zu glauben, man werde geliebt, aber man muß auch sehr unglücklich gewesen sein, um es nicht mehr zu glauben.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Glück der Liebe Einem Schmetterlinge gleicht die Liebe; Wie er flatternd über Blumen schwebt, So entflieht sie oft auf leichten Schwingen, Und nur selten kehrt sie uns zurück. Um gewaltsam ihre Flucht zu hemmen, Strebt das kranke Herz mit leisem Weh; Möcht' ihr gern die raschen Flügel binden, Gern sie bannen in der Treue Kreis. Aber wie des Schmetterlinges Farben Selbst in zarten Händen untergehn, So vernichten Fesseln auch die Reize, Die der Liebe freie Regung schmücken. Darum öffne ihrem kurzen Glücke Willig und geniessend Geist und Herz; Aber will es wankelmüthig weichen Trauere dann – doch halt es nicht zurück!

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Treue Liebe gilt für's Leben, Treue Liebe endet nicht. Was dem Wechsel sich ergeben, Treue Liebe ist es nicht.

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Es ist überaus glücklich, daß die Liebe nicht die Wissenschaft zur Voraussetzung hat.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken