Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Die Liebe gleicht jenen Krankheiten, die gefährlich sind, wenn sie den befallen, den sie in seiner Jugend verschont haben.

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Zerbrich, verbrenne und zermalme, Was dir nicht völlig wohlgefällt! Ob mich die Welt an einem Halme, Ob sie mich an der Kette hält, Ist alles eins in deinen Augen, Da nur ein ganz befreiter Geist, Der alles andre Schaden heißt, Und nur die lautre Liebe taugen.

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O du lebst! Das arme Zimmer Ist von deinem Schritt erfüllt. Leicht und lächelnd, lächelnd immer, Bleibt, dem Raum vertraut, dein Bild. Samt und Feuer deiner Worte Schwingen noch, verhallen nicht. Gold der Töne! Alle Orte Unserer Stunden sind Gedicht. Kehre wieder! Ach mein Leben Mit dem deinen ist verkettet. Grenzenlos verströmt Vergeben. So vereint sind wir gerettet. Trunken sind die Himmel, fühle! Stern entbrennt! Dich rauscht der Hag! Niemals treibe uns einst Kühle In den schattenlosen Tag.

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Wer nie Leid durch Lieb' gewann, der weiß auch nicht, wie Liebe lohnen kann!

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Die Liebe ist des Wissens Kern. Wer wirken will, muß lieben.

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Uns ist gemessen mit gleichen Maßen: Willst du Liebes haben, so mußt du Liebes lassen.

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Die Loreley Ich weiß nicht was soll es bedeuten Daß ich so traurig bin; Ein Märchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn. Die Luft ist kühl und es dunkelt, Und ruhig fließt der Rhein; Der Gipfel des Berges funkelt Im Abendsonnenschein. Die schönste Jungfrau sitzet Dort oben wunderbar, Ihr gold'nes Geschmeide blitzet, Sie kämmt ihr goldenes Haar. Sie kämmt es mit goldenem Kamme Und singt ein Lied dabey; Das hat eine wundersame, Gewaltige Melodei. Den Schiffer, im kleinen Schiffe, Ergreift es mit wildem Weh; Er schaut nicht die Felsenriffe, Er schaut nur hinauf in die Höh'! Ich glaube, die Wellen verschlingen Am Ende Schiffer und Kahn; Und das hat mit ihrem Singen Die Loreley gethan.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder, 1827

Um die Zeit der Sonnenwende Ging der Winter auch zu Ende. Mit dem Frühling wuchs der Tag, Mit dem Tage wuchs mein Lieben, Und ich sah in Hof und Hag, Wie die Zweige Blüten trieben. Um die Zeit der Sonnenwende Ging der Sommer auch zu Ende. Mit dem Winter wuchs die Nacht, Mit der Nacht wuchs auch mein Lieben, Denn in meines Herzens Schacht War es Frühlingstag geblieben.

Fallersleben, H., Gedichte. Aus: Buch der Liebe, 1836

Sie [die Liebe] ist die größte Überzeugung [...] und ist die Überzeugung zu überwinden, so lieben wir nicht mehr.

Varnhagen, Rahel, Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde, 3 Bde., 1834. 2. Dezember 1812

Ach, Liebesglück und Freude sind So flüchtig wie der Frühlingswind.

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Die Liebe kommt mit Lust, geht wieder mit Trauer, Süß ist ihr Anfang wohl, das Ende aber sauer.

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Die Liebenden quälen sich wechselseitig am meisten... und keiner wohl bereitet sich das Gift des Todes oft willenlos geflissentlicher als die, ... die sich das Leben sind!

Gutzkow, Die Ritter vom Geiste. Roman in neun Büchern, 1851

Was Lieb' ist? Not, aus der nicht zu entkommen, Der ungastlichste Gast für jedes Herz, Ein kaltes Feuer, schmerzensreiche Wonne, Ein süßer Wermut, wonnenreicher Schmerz, Die liebste Wunde, Gift voll Wohlgeschmackes, Klage, die lacht, und Lachen, welches klagt, Gesunde Krankheit, Scherge, der begnadet, Das schönste Grab, und Tod, wo Leben tagt.

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Die roten Rosen waren nie so rot Als an dem Abend, der umregnet war. Ich dachte lange an dein sanftes Haar ... Die roten Rosen waren nie so rot. Es dunkelten die Büsche nie so grün Als an dem Abend in der Regenzeit. Ich dachte lange an dein weiches Kleid ... Es dunkelten die Büsche nie so grün. Die Birkenstämme standen nie so weiß Als an dem Abend, der mit Regen sank; Und deine Hände sah ich schön und schlank ... Die Birkenstämme standen nie so weiß. Die Wasser spiegelten ein schwarzes Land An jenem Abend, den ich regnen fand; So hab ich mich in deinem Aug erkannt ... Die Wasser spiegelten ein schwarzes Land.

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Kenner haben's mitgeteilt; Niemand es bestreite: Eine Liebe wird geheilt Nur durch eine zweite!

Schlechta-Wssehrd (Hg.), Neue Bruchstücke orientalischer Poesie, 1881

Was ist denn diese »Liebe«, wegen welcher der eine mordet und der andere stirbt; diese Liebe, welche gut, erlaubt und pflichtgemäß, aber auch schlecht, schmerzhaft und verbrecherisch ist?

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Kam die Liebe in mein Herz gezogen, Kam nicht wie ein heitrer Sommertag, Kam nicht wie das junge Grün im Walde, Wie die duft'ge Blume auf der Halde, Kam wie Noth und bitt'res Ungemach. Wohl ist wie ein Sommertag sie kommen, Aber ganz von Staub und Gluth erfüllt; Wie das Grün vom nächt'gen Frost verheeret, Wie die Blume, die der Wurm verzehret, Eh' die Knospe sich noch ganz enthüllt! Anders, anders ahnte sie die Seele, Anders hoffte sie mein pochend Herz; Aber, ob sie mir im Festgeschmeide Sei erschienen, ob im Trauerkleide, Nimmer tausch' ich meinen süßen Schmerz!

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Es ist Frevel und Wahnsinn, zu kränken, was man liebt, wie es Frevel und Wahnsinn ist, um jeden Preis besitzen zu wollen, was man liebt.

Ebner-Eschenbach, Božena, 1876

Wahre Freude, wahres Leid Nein, es sind nicht Berg und Thäler, Die uns Fried' und Freude geben, Freude geben nur die Menschen, Die mit uns auf Erden leben. Nein, es sind nicht Frost und Hitze, Die uns Noth und Schmerzen geben, Schmerzen geben nur die Menschen, Die mit uns auf Erden leben. Und es giebt auch solche Menschen, Die uns freuen und betrüben; Das sind die allerschlimmsten, Die wir lieben, die wir lieben.

Wildenbruch, Lieder und Balladen, 1887

Kleine Winterlandschaft Hart am Ufer steht mein Fuß, Drüben, horizontdurchlassend, Friert am Strand ein schmales Wäldchen, Nirgends eine Spur von Haus und Menschen. Klatschend steht die Ente auf, Mißtrauisch durch meine Nähe, Bald mit vorgestemmten Rudern, Fällt sie wieder ein nach raschem Fluge. Nebel zieht und hüllt gemach Erst das Wäldchen, dann die Welle, Hüllt mich selbst in seinen Mantel; Nicht mehr sichtbar, quakt ein braver Erpel. Gleich Eliasens Wolke sinkts, Jener Wolke des Propheten, Die zum Himmel ihn entführte, Als vor Isebel er flüchten mußte. Ach, Jehovah, laß mich noch, Laß mich noch auf deiner Erde! Isebel, die schöne Fürstin, Lieb' ich, und sie liebt mich zärtlich wieder.

Liliencron, Nebel und Sonne, 1900

Es ist ein großes Geheimnis, daß die Liebe der wahren Sachlichkeit und Sachlichkeit der wahren Liebe völlig entspricht.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930