Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Zweite Liebe Warum auch zweite Liebe Noch stets mit bangem Muth, Mit Angst uns füllt und Zweifeln Wie's kaum die erste thut? Seht, ein ergrauter Bergmann Fährt in der Grube Nacht, Und alle Weg' und Tritte Kennt er im dunkeln Schacht. Er, dem wie seine Hütte Bekannt der Stollen ward, Bekreuzt sich doch und betet, Bevor er wagt die Fahrt.
Blinde Liebe Vor dir zerbricht mein ganzer Wagemut, All meine Keckheit schmiegt sich vor dich hin Und birgt, wie ein gezähmter Löwe tut, Ihr starkes Haupt an deinen weichen Knien. Wodurch bezwingst du mich? Ist es dein Blick? Dein Lächeln? Ach, ich weiß nicht, was es ist! Vielleicht ist, dir zu folgen, mein Geschick, Weil du die Stärkere an Liebe bist! Vielleicht ist meine Schwäche deine Kraft! Vielleicht sogar bist du dir scheu bewußt Nur deiner eignen tiefen Leidenschaft, Und, daß du siegen oder – fallen mußt! Ich weiß es nicht! Ich liebe dich zu sehr Als daß ich wüßte, was mich zu dir trieb – Und wenn ich es zu wissen einst begehr', Dann, – ach, vielleicht hab' ich dich nimmer lieb.
Ein Tag … ohne dich ist … kein Tag! Die Stunden … kriechen. Alles … öde … alles leer! Noch … nachts, mitten zwischen zwei Träumen, die mich in deine Arme wiegen, plötzlich: Ich schrecke auf! Mit … zitterndem … Herzen! Liegst du … jetzt wach? Sehnst du … dich … nach mir? Riefst du … mich? Schwarze, schwere, regungslose, nur durch das jagende, fiebernde, pochende Pulsen meines Bluts durchhämmerte Stille! Fern … von mir … fern bist … du, fern!
Eine Liebe Blühst du meinen späten Tagen, Süße Liebe, noch einmal? Bäumen, die schon Früchte tragen, Lacht ein zweiter Frühlingsstrahl? Zwischen Blüten, zwischen Früchten, Hab ich nun die schwere Wahl, Möchte pflücken, möchte flüchten – Neue Liebe, neue Qual.
Die Nacht Du verstörst uns nicht, o Nacht! Sieh! wir trinken im Gebüsche; Und ein kühler Winde erwacht, Daß er unsern Wein erfrische. Mutter holder Dunkelheit, Nacht! Vertraute süßer Sorgen, Die betrogner Wachsamkeit Viele Küsse schon verborgen! Dir allein sei mitbewußt, Welch Vergnügen mich berausche, Wann ich an geliebter Brust Unter Tau und Blumen lausche! Murmelt ihr, wann alles ruht, Murmelt, sanftbewegte Bäume, Bei dem Sprudeln heischrer Flut Mich in wollustvolle Träume.
Das Letzte Ich hab' dich lieb. Das hab' ich dir gesagt. Hast du mich lieb? Das hab' ich nie gefragt, Damit in deiner Brust verschlossen ruh', Die Antwort, die ich fürchte immerzu, Die eine Antwort: Ja, ich hab' dich lieb! – Denn alles Süßgeheimste, das uns blieb, Der Duft der Blumen, die wir nie gepflückt, Der Schmelz der Flügel, die wir nie zerdrückt, Der Sammt der Früchte, die uns nie gereift, Der Tau der Halme, die wir nie gestreift, All unsrer Liebe keusche Seligkeit Wär' durch dies letzte Liebes-Ja entweiht! Und des Gewährens holder Augenblick Zerbräche des Begehrens holdres Glück! Ich hab' dich lieb. Du aber bleibe stumm. Du weißt, warum…
Eros hat etwas so Charakteristisches, weder können wir ihn verbergen, noch können wir ihn heucheln.
Du scheust, mit mir allein zu sein, Du bist so schroff: Gibt nicht der Liebe Lust und Pein Zum Reden Stoff? Wo nicht, was gilt der Lieb ein Wo, Ein Wie, ein Was? Zu lieben und zu schweigen, o Wie lieb ich das! Ich schweige, weil so kalt du scheinst, Und unerweicht, Mein Auge spricht, es spricht dereinst Mein Kuß vielleicht.
Lieb ist Leides Anfang.
Du liebst und schweigst – O hätt ich auch geschwiegen, Und meine Blicke nur an dich verschwendet! O hätt ich nie ein Wort dir zugewendet, So müßt ich keinen Kränkungen erliegen! Doch diese Liebe möcht ich nie besiegen, Und weh dem Tag, an dem sie frostig endet! Sie ward aus jenen Räumen uns gesendet, Wo selig Engel sich an Engel schmiegen. Drum laß des Wahns mich, daß du liebst, mich freuen, Damit die Seele nicht mir ganz veröde, Und meinen Glauben möge nichts zerstreuen! O Glück, verweigre nicht mir allzuschnöde Den Tag, an welchem seinem Vielgetreuen Die ganze Seele zeigt der schöne Spröde!
Welch ein Drama ist das Feuer – und welch freundliche und tragische Gottheit. Es ist Wärme, Licht und lodernder Brand. Unter den Elementen ist es die Liebe, es erwärmt, erleuchtet und verzehrt.
Am Scheideweg Es gilt ein Mann zu sein, ein Fürst des Lebens! Steck dir ein Ziel, verwirf den Traum! Die tausend Wünsche loderten vergebens, Und herrschen kannst du nur im Raum. Der Jüngling flieht – Jugend grüne weiter! In Thaten wohnet Poesie. Sei der Humor dein schützender Begleiter! Verlasse dieser Gott dich nie! Verzage nicht in Ungemach und Sorgen, Kampf ist die Loosung bis zum Tod. Hast du nicht Freunde treu für Heut und Morgen, Die Vieles wenden, was dir droht? Es holt der Geist vom Geiste sich Genesung, An treuer Brust ruht aus die Brust, Nur die Verlassenheit ist auch Verwesung Jedweder Kraft, jedweder Lust. Die Liebe aber, die du kennst, die Liebe, Gibt sie nicht allen Wesen Schwung? Wenn sie ein Dämon aus dem Busen triebe, Dir fehlte die Beseligung.
Das, was der größte Kopf nicht erfassen kann, wohl aber das kleinste Herz – heißt man Liebe.
Über die Liebe verständig sprechen zu wollen, heißt den Verstand verlieren.
Der nicht gelernt hat zu sagen: »Die, und keine andere«, weiß nicht, was Liebe ist.
In schwachen Naturen verhungert die Liebe, wenn die Eitelkeit keine Nahrung bekömmt.
Wer liebt, wird geliebt, und wer nicht geliebt wird, liebt nicht.