Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Eine ganze Liebe wiegt viele geteilte auf – aber nicht umgekehrt.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Eros Masken! Masken! Daß man Eros blende. Wer erträgt sein strahlendes Gesicht, Wenn er wie die Sommersonnenwende Frühlingliches Vorspiel unterbricht. Wie es unversehens im Geplauder Anders wird und ernsthaft… Etwas schrie… Und er wirft den namenlosen Schauder Wie ein Tempelinnres über sie. O verloren, plötzlich, o verloren! Göttliche umarmen schnell. Leben wand sich, Schicksal ward geboren. Und im Innern weint ein Quell.

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Spiel des Lebens Kinder, große Kinder bleiben Wir im Leben, und wir treiben Ewig ein Versteckenspielen, Wie in alter Jugendzeit: Unter Worten klug verstecken Oder stolz mit Schweigen decken Wir der Herzen wahres Fühlen, Unsre Lust und unser Leid. Hinter jedem Zaun des Lebens Ruft und lockt – und lockt vergebens – Einer Stimme Laut, ein lieber: Komm! hier bin ich! hol' mich du! Aber nie zusammenfinden Sich die Herzen, ach die blinden! immer stürmen sie vorüber, Immer falschen Zielen zu. Zielen, fremd und ferne jenen, Die sie suchen und ersehnen; Doch an jeder Wegeswende Spähn sie nach den andern aus, Bis es Abend wird auf Erden Und sie selber müde werden… Vater Tod klatscht in die Hände: Kinder, alle nun nach Haus! – – –

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Reife Im hohen, heißen Sommer, Wenn schwanger alle Luft, Spürst du ganz einen eignen, Der Reife schweren Duft. Es weht ein drängend Leben Von jedem Halme her. ... Auch du, mein Herz, wie trägst du An deiner Liebe schwer.

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Achtung erwirbt, was du tust, Liebe verschafft, was du bist!

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Nur wer den Liebesfunken in sich zur hellen Flamme entfacht, der erwärmt, der erleuchtet.

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Nur wer dich liebt So wie du bist, Wohl deine Schwächen kennt, Doch sie vergißt, Der liebt dich wirklich Und wird dich verstehn Und gern mit dir Auch deine Wege gehn!

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Liebe kann durch Verbergen nicht verborgen werden.

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Ich soll nicht dein vergessen…? Was sagt dies arme Wort? Ins Buch des Lebens pressen Ein Blümchen, halb verdorrt? Wenn deiner nicht vergessen Dich wahrhaft lieben heißt, Dann haucht noch aus Cypressen, Dein eingedenk mein Geist.

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Allgegenwärtig Wenn die Winde sacht Um dein Fenster gehn, Stimmen in der Nacht Von den Hügeln weh'n. Hoher Firnenkranz, Um den See gereiht, Seinen reinen Glanz Deinen Tagen leiht.

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Der Liebe Vernunft ist ohne Vernunft.

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Die Liebe macht die Freunde gleichförmig.

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Komm zu mir! O wende nicht dich ab von mir Mit Augen thränenschwer! Zog schöne Freude mich zu dir, So thut's das Leid noch mehr. Nicht frag' ich, was die süße Lust, Der Stimme Klang dir nimmt: Es ist die reiche Menschenbrust Am leichtesten verstimmt. O schweig' nur still! doch wenn ein Bann Dich ungewohnt bezwingt, Wenn, was dich sonst erfreuen kann Mit holdem Schein, versinkt, Wenn unter einer Seelenlast Dein froher Muth entwich – So komm zu mir zu stiller Rast Denn sieh – ich liebe dich.

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Du willst es nicht in Worten sagen, Doch legst dus brennend Mund auf Mund, Und deiner Pulse tiefes Schlagen Tut liebliches Geheimnis kund. Du fliehst vor mir, du scheue Taube, Und drückst dich fest an meine Brust, Du bist der Liebe schon zum Raube Und bist dir kaum des Worts bewußt. Du biegst den schlanken Leib mir ferne, Indes dein roter Mund mich küßt; Behalten möchtest du dich gerne, Da du doch ganz verloren bist. Du fühlst, wir können nicht verzichten; Warum zu geben scheust du noch? Du mußt die ganze Schuld entrichten, Du mußt, gewiß, du mußt es doch. In Sehnen halb und halb in Bangen, Am Ende rinnt die Schale voll; Die holde Scham ist nur empfangen, Daß sie in Liebe sterben soll.

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Eine Phantasie Der Weg von Freundschaft bis zur Liebe Ist eine blumenreiche Flur: Nie scheint uns da die Sonne trübe, Und ringsum lächelt die Natur. Sie leitet uns durch Rosengänge, Und zeigt uns fern ein Paradies: Und Harmonie macht durch Gesänge Uns diese Frühlingsreise süß. Wohin wir blicken, sehn wir Segen, In jeder Pflanze, jedem Kraut. Lacht immer Freud' uns hold entgegen, Und Hoffnung grünt, wohin man schaut. Sie flicht aus ihrem eignen Kranze, Die schönsten Blätter uns ins Haar, Und leicht umschwebt im leichten Tanze, Gleich Elfen, uns der Wünsche Schaar. Aus Wünschen werden endlich Triebe, Ein Trupp, der stark uns mit sich zieht, Und plötzlich sind wir in der Liebe Nur allzureizendem Gebiet. Doch, ach, wie traurig und wie trübe, Wie freudenlos, wie kalt und lang Ist dann der öde Weg von Liebe Zur Freundschaft! – Welch ein Übergang! Wenn Hindernis von allen Seiten Den müden Wanderer bestürmt, Und Berge von Unmöglichkeiten Ihm das Geschick entgegen thürmt! Da giebt es lauter öde Haiden, Nicht eine blumenreiche Flur, Und statt der Hoffnung süßer Freuden Geht Schwermuth uns zur Seite nur. Kurz war der Weg hinan zum Glücke, Der Liebesfreuden bunte Reihn Verkürzten ihn: – doch, ach, zurücke Geht man den langen Weg allein. Noch glücklich, wem das Chor der Musen Ein süßes Saitenspiel beschert, Das manchmal dem gepreßten Busen Erleichterung und Trost gewährt.

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Die Getrennten Nie mehr bin ich allein, gleich bebt in mir deine Stimme: Du, wie ist dir ums Herz? Du, wie ist dir ums Herz? Wie dem Schwanenpaar damals, das wir beim Nestbau belauschten, Beide wie Ein Herz bewegt, Beide wie Ein Herz bewegt. Oh, jetzt bin ich allein, jetzt bebt in mir deine Stimme: Du, wo bist du, mein Herz? Oh, wo bist du, mein Herz!

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Liebe und Freundschaft Liebe, weg! Du zankst dich nur, Bist nur immer eifersüchtig! Siehst nur immer nach der Uhr, Bist, wie ihre Stunden, flüchtig! Freundschaft, bleib’! Du zankst dich nicht, Bist nicht immer eifersüchtig! Siehst in’s helle Sonnenlicht, Bist nicht unstät, bist nicht flüchtig! Komm’ und sitz’ auf meinem Schooß, Herrsch’ in meinem kleinen Staate! – Wie werd’ ich die Liebe los? Rathe, liebe Freundschaft, rathe!

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Was seine Liebe ist, das ist der Mensch.

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Vergangenheit War's nicht ein schöner Morgen? War's nicht ein Maientag, Wo ich, im Glück geborgen, Im Arm der Liebe lag? War nicht es sternenhelle, Und sonnenhell zugleich? Lag nicht an armer Schwelle Ein unermeßlich Reich? Zog nicht vom Himmel nieder Unsterblich tausendmal Die Göttin ew'ger Lieder Mit Kränzen ohne Zahl? Ihr wiegt das Haupt verneinend, Zieht mich zur Welt zurück – Mir selbst gestorben scheinend – Alt Glück, du bist mein Glück! –

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Weib Wie du Wind vergebens Alle Lüfte regst, Hab ich Sinn des Lebens, Weib, wenn du mich trägst. Bin ich dir im Tiefen immer Tier und Sohn: Die dich Göttin riefen, Riefen Hündin schon. Lieg ich dir im Schoße Gramzerkrampft: Fühl ich, wie die große Welt sich selbst zerstampft.

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Liebe darf ich dir nicht schenken Liebe? – Liebe darf ich dir nicht schenken: Ach! das strenge Schicksal will es nicht, Meiden muß ich dich – dies wird dich kränken, Aber dich vergessen werd' ich nicht. Ach! Die Zeit wird deine Triebe lenken, Folge guter Jüngling deiner Pflicht, Ewig werth macht mir dein Angedenken, Was für mich in deinem Herzen spricht. Ein Gefühl, geläuterter als Liebe, Grenzenlos wie deine Zärtlichkeit, Freundschaft, wie vielleicht kein Mann sie beuth, Sei Ersatz für hoffnungslose Liebe, Sei der Dank für die besiegten Triebe, Und der Lohn für deine Redlichkeit.

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