Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Begrabene Liebe Und wenn ich dich jetzt wieder seh', Bewegt mein Herz sich kaum; Da thut mir's in der Seele weh Daß alles Glück nur Traum. Wie wir geliebt einst und geglüht, Vergessen hätt' ich's bald; Dein schönes Antlitz ist verblüht, Ach! und mein Herz ist kalt. Bedenk' ich wie in Lust und Schmerz Du mein warst und ich dein, Da könnt ich weinen daß ein Herz Kann gar so treulos sein.

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Ein Blümchen, das sich zwar nicht mehr für unsere Lage schickt, Hab ich doch, Freund, von ungefähr für dich jüngst abgepflückt. Denn wiß, als ich es pflückte, hing ein Schmetterling daran, Ich sah, daß auch ein Schmetterling dies Blümchen lieben kann. Dies Wunder der Natur entging dann meinem Blicke nicht, Drum schick ich dir den Schmetterling und das Vergißmeinnicht.

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Die Liebe ist kein Scheck auf Glück, den der andere einlösen soll.

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Bei dir allein Bei dir allein empfind' ich, daß ich lebe, Daß Jugendmut mich schwellt Daß eine heit're Welt Der Liebe mich durchhebe; Mich freut mein Sein Bei dir allein! Bei dir allein weht mir die Luft so labend, Dünkt mich die Flur so grün, So mild des Lenzes Blüh'n, So balsamreich der Abend, So kühl der Hain, Bei dir allein! Bei dir allein verliert der Schmerz sein Herbes, Gewinnt die Freud' an Lust! Du sicherst meine Brust Des angestammten Erbes; Ich fühl' mich mein Bei dir allein!

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Liebe und Verstand muß man alle Tage als Schleifstein brauchen, wenn es gut kommen soll.

Gotthelf, Geld und Geist oder Die Versöhnung, 1843/44

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle, Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit, Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle Schöne Blumen der Vergangenheit.

Ringelnatz, J., Gedichte. 1910. Aus: Weihnachten

Lieben heißt, nur um eines einzigen Menschen willen auf Erden sein.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

[Die] Liebe, diese[r] allmächtige[n] Gärtnerin, die die Saaten des Lebens erfinderisch mischt und unaufhörlich durcheinander wirbelt.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Laß dich mit gelinden Schlägen Rühren, meine zarte Laute! Da die Nacht hernieder thaute, Müßen wir Gelispel pflegen. Wie sich deine Töne regen, Wie sie atmen, klagen, stöhnen, Wallt das Herz zu meiner Schönen, Bringt ihr aus der Seele Tiefen Alle Schmerzen, welche schliefen; Liebe denkt in süßen Tönen.

Schlegel, A. W., Gedichte. Vermischte Gedichte. Die Sprache der Liebe. Aus: Zweite Weise

Liebe ist die Synthesis zwischen Fantasie und Vernunft.

Schleiermacher, Schriften aus der Berliner Zeit 1800-1802. Gedanken V

Reinigung Und als Du leise mich geküßt Und Dich mir angeschmiegt, War mir's, als ob ich weinen müßt' – Mein Lieb, Du hast gesiegt. Der brandigen Gedanken Heer Vertrieb Dein junger Mut, Mein ganzes Herz begierdeleer In Deinen Händen ruht. O hab' mich lieb und bleib' bei mir Und mach' mich ganz gesund, Zeitlebens will ich's danken Dir Aus tiefstem Herzengrund.

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Abendgang Nun ist der Abend kommen, Die Sterne sind entglommen, Die Straßen schlummern mählig ein. Abwerf' ich all' mein Mühen Und laß in mir erblühen Der Liebe Sehnsucht ganz allein. Rings grüßen von den Zweigen Die Vögel und es neigen Sich flüsternd Busch und Blume mir; So festlich ist mein Wesen, Sie mögen leicht es lesen, Wie meine Seele fliegt zu Dir. Die Kinder, die am Wege Sich tummeln durch's Gehege, Sie reichen lächelnd mir die Hand. Die Winde, die da wehen, Die Wolken, die da gehen, Sie knüpfen mir ein rosig Band. Wie weit seid ihr entschwunden, Ihr sorgenschweren Stunden, Wie fern, wie fern liegt Kampf und Streit; Die Welt ist so voll Frieden, Als läg' sie abgeschieden – Ein See in grüner Einsamkeit. Nun steh' ich an dem Hause, Vor meines Glückes Klause, Und meiner Freuden Inbrunst wird Gebet; Laß jedes Herz hienieden Durch Liebe finden Frieden, Du göttlich Feuer, das die Welt durchweht.

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Wer mäßig liebt, der liebt um desto länger; Trägheit und Hast sind beide schlechte Gänger.

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Abendstille Abendstille öffnet Türen, Lieb' der Liebe zuzuführen. Immer immer Lockt der Schimmer Mich, den Armen, zu dem warmen Hauch ewig ferner Lust, zu dem Lied aus Liebchens Brust. Abendstille öffnet Türen, Lieb' der Liebe zuzuführen. Sterne ziehen, Lieder fliehen, und ich weine ach alleine, wenn der kalte Tränentau duftet von erhellter Au.

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Wer Liebe für sich fordert, kennt sich in der Gnadenwelt nicht aus.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Du bewunderst mich – ich liebe dich.

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Der Liebe eines einzigen Wesens entbehrt man oft schwerer, als man den Hass Tausender fürchtet.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1889

Nicht alle Liebenden sind Dichter, bei weitem nicht. Gott sei Dank! Aber es gibt etwas, das alle Liebenden mit Dichteraugen sehen: das geliebte Objekt.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Die Liebe ist dann am reichsten, wenn sie alles verschenkt hat.

Gutzkow, Seraphine, 1837

Die Aufgabe unseres Lebens ist, möglichst allseitig zu werden. Allseitig sein heißt aber nicht vieles wissen, sondern vieles lieben.

Burckhardt, J., Gespräche. Mit Arnold von Salis

Willst du wissen, von welcher Art deine Liebe ist: gib acht, wohin sie dich führt.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937