Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Der wahrhaft Liebende kommt allem Fordern schon zuvor.

Internet

Wer liebt – verlange nicht, dass man ihn wiederliebe. Dass du liebst, ist deine Gnade.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Eros liebt schwere Arbeit.

Internet

O der hat alles, dem die Lieb geblieben!

Internet

Wie mag ein Herz, das liebet, doch überselig sein! Das tote Selbst zerstiebet, im andern lebt's allein. 's ist wie ein tiefer Bronnen, darin du untergehst, und in dem Reich der Wonnen beseligt auferstehst.

Internet

Die schönste Perle, die das Herz gewinnt, Es ist die Liebe, – dieses Thränenkind. –

Internet

Liebe uns im schwarzen Kleid, im weißen wird uns jeder lieben.

Oesch (Hg.), Russische Sprichwörter. Ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Ständchen Zögernd leise In des Dunkels nächt'ger Stille Sind wir hier; Und den Finger sanft gekrümmt, Leise, leise, Pochen wir An des Liebchens Kammertür. Doch nun steigend, Schwellend, schwellend, hebend Mit vereinter Stimme, Laut Rufen aus wir hochvertraut; Schlaf du nicht, Wenn der Neigung Stimme spricht! Sucht' ein Weiser nah und ferne Menschen einst mit der Laterne; Wieviel seltner dann als Gold Menschen, uns geneigt und hold? Drum, wenn Freundschaft, Liebe spricht Freundin, Liebchen, schlaf du nicht! Aber was in allen Reichen Wär' dem Schlummer zu vergleichen? Drum statt Worten und statt Gaben Sollst du nun auch Ruhe haben. Noch ein Grüßchen, noch ein Wort, Es verstummt die frohe Weise, Leise, leise, Schleichen wir uns, ja, schleichen wir uns wieder fort.

Internet

Menschenseele, Menschenliebe, Spielgenossen, selig Paar, werdet je des alten Spiels ihr müde werden? Nimmerdar! Ob Jahrtausend nach Jahrtausend durch die Welten wandeln mag, immer wo die Liebe aufsteht, ist der erste Schöpfungstag!

Internet

Die völlige Liebe treibt die Furcht aus.

Internet

Laß uns vergessen, daß es eine Zeit gibt und zähle die Lebenstage nicht! Was sind Jahrhunderte gegen den Augenblick, wo zwei Wesen so sich ahnen und nahn?

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

[Liebe ist] die Bildung eines gemeinsamen Lebenskreises, ein Größer- und Weiterwerden des Lebens in Überwindung alles dessen, was an Kluft und Schranke zwischen Fremdem und Eigenem liegt.

Eucken, Der Sinn und Wert des Lebens, 4. Auflage 1914 (EA: 1908). Geistesleben und menschliches Dasein

Nicht Aufklärung macht den Menschen besser, sondern Verklärung!

Internet

Vergib einer Liebe, die nicht wissen kann, warum sie etwas tat, und nötige sie nicht um des Warums, weil es deine Verletzung ist!

Internet

Sehnsucht Überall in dem All, mag ich liegen oder stehen, mag ich ruhen oder gehen, immer die Geliebte seh'. Wonnig mild steigt ihr Bild, mag ich träumen oder wachen, mag ich weinen oder lachen, vor den Augen in die Höh'. Ist sie fern, immer gern eilt mein Herz sie zu belauschen, Liebeswonnen einzutauschen in der heißgeliebten Näh'. Ist sie nah, ist sie da, sink ich flehend vor ihr nieder, singe neue Liebeslieder, sing von meines Herzens Weh'! Zög sie dann mich heran, würd' ich feurig sie umfassen, nimmer eher von ihr lassen, bis ich selber einst vergeh'!

Internet

Du im voraus verlorne Geliebte, Nimmergekommene, nicht weiß ich, welche Töne dir lieb sind. Nicht mehr versuch ich, dich, wenn das Kommende wogt, zu erkennen. Alle die großen Bilder in mir, im Fernen erfahrene Landschaft, Städte und Türme und Brücken und unvermutete Wendungen der Wege und das Gewaltige jener von Göttern einst durchwachsenen Länder: steigt zur Bedeutung in mir deiner, Entgehende, an. Ach, die Gärten bist du, ach, ich sah sie mit solcher Hoffnung. Ein offenes Fenster im Landhaus –, und du tratest beinahe mir nachdenklich heran. Gassen fand ich, – du warst sie gerade gegangen, und die Spiegel manchmal der Läden der Händler waren noch schwindlich von dir und gaben erschrocken mein zu plötzliches Bild. – Wer weiß, ob derselbe Vogel nicht hinklang durch uns gestern, einzeln, im Abend?

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. 1906 bis 1926. Vollendetes

Jedes Leben erstarret, wenn dem alten nichts neues, vollkommeneres zugeführt wird.

Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Lauf der Welt An jedem Abend geh ich aus, Hinauf den Wiesensteg. Sie schaut aus ihrem Gartenhaus, Es stehet hart am Weg. Wir haben uns noch nie bestellt, Es ist nur so der Lauf der Welt. Ich weiß nicht, wie es so geschah, Seit lange küß ich sie. Ich bitte nicht, sie sagt nicht: ja! Doch sagt sie: nein! auch nie. Wenn Lippe gern auf Lippe ruht, Wir hindern's nicht, uns dünkt es gut. Das Lüftchen mit der Rose spielt, Es fragt nicht: hast mich lieb? Das Röschen sich am Taue kühlt, Es sagt nicht lange: gib! Ich liebe sie, sie liebet mich, Doch keines sagt: ich liebe dich!

Uhland, L., Gedichte. Lieder. 1808

Salz und Wasser kühlt Nicht, wo Jugend fühlt; Ach! die Erde kühlt die Liebe nicht.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Balladen. Aus >Die Braut von Korinth<

Wie Liebe mit Liebe zahlt, so zahlt auch die Selbstsucht mit gleicher Münze.

Gotthelf, Leiden und Freuden eines Schulmeisters, 1838-39

Als wir Kinder waren, liebte man uns mehr, als wir liebten. Alt geworden, lieben wir nun unsererseits mehr, als wir geliebt werden.

Internet