Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Die Liebe hat Helden aus vielen und Narren aus vielen anderen gemacht.
Lerne, den geliebten Gegenstand mit den Strahlen deines Gefühls zu durchscheinen, statt ihn darin zu verzehren!
Amor fati stellt sich dem Schicksal und besiegt es. Tapferer Pessimismus.
Der schönste Augenblick einer Frau, der einzige, da sie jene Trunkenheit der Seele zu erwecken vermag, von der man immer spricht und die man so selten erfährt ist, da man ihrer Liebe sicher ist, aber nicht ihrer Gunst.
Genieße und schweige Bietet sich dir ein roter Mund, Ei, sei nicht feige, Leere der Liebe Becher zur Stund Bis auf die Neige! Aber sei weise, tus niemandem kund, Genieße und schweige!
Hatem Nicht Gelegenheit macht Diebe, Sie ist selbst der größte Dieb; Denn sie stahl den Rest der Liebe, Die mir noch im Herzen blieb. Dir hat sie ihn übergeben, Meines Lebens Vollgewinn, Daß ich nun, verarmt, mein Leben Nur von dir gewärtig bin. Doch ich fühle schon Erbarmen Im Karfunkel deines Blicks Und erfreu in deinen Armen Mich erneuerten Geschicks.
Allen Kräften des Gemüts ruft die Zeit unbarmherzig ein hartes »Genug« zu. Nur einer nicht: der Kraft, zu lieben.
Ach, der Liebe Glück und Freuden hat kein Sterblicher gezählt!
Am Fenster Ihr lieben Mauern hold und traut, Die ihr mich kühl umschließt, Und silberglänzend niederschaut, Wenn droben Vollmond ist! Ihr saht mich einst so traurig da, Mein Haupt auf schlaffer Hand, Als ich in mir allein mich sah, Und keiner mich verstand. Jetzt brach ein ander Licht heran, Die Trauerzeit ist um, Und manche zieh'n mit mir die Bahn Durch's Lebensheiligtum. Sie raubt der Zufall ewig nie Aus meinem treuen Sinn, In tiefster Seele trag' ich sie, Da reicht kein Zufall hin. Du Mauer wähnst mich trüb wie einst, Das ist die stille Freud; Wenn du vom Mondlicht widerscheinst, Wird mir die Brust so weit. An jedem Fenster wähnt ich, dann Ein Freundeshaupt, gesenkt, Das auch so schaut zum Himmel an, Das auch so meiner denkt.
Die wahre Liebe Auf einer alten Mauer saßen Zwei junge treue Turteltauben, Die, voll von innerlicher Liebe, Die Augen auf einander wandten, Und dann und wann die Flügel zuckten. Ein Sperling auf dem nächsten Dache Voll buhlerischer Brunst und Schalkheit, Hieß dieses Paars verliebte Ruhe, Frost, Schläfrigkeit und Unvermögen. Da sprach der Täuber, doch mit Sanftmut: Sprich nicht so schlimm von unsrer Liebe. Horch! deine junge Gattin seufzet. Sie heißt dich einen Ungetreuen. Sie, die du gestern erst geehlicht, Wird heute schon von dir verlassen! Du liebtest freilich stark und feurig: Wir lieben sittsam, aber ewig.
Privat-Telegramm Unsere Kasse darf leer sein. Doch dein Herz darf nicht schwer sein. Jedes entschlüpfte harte Wort Von mir, – streichle du sofort! Und rate mir in gleichem Sinn!!! Jedes Schmollschweigen tobt ohne Sinn Hetzerisch durch die Brust. Ärger ist stets Verlust, Und Verzeihung ist immer Gewinn. Unsrer beider Herzen mögen schwer sein Durch gemeinsames Mißgeschick. Aber keine Stunde zwischen uns darf liebeleer sein. Denn ich liebe dich durch dünn und dick.
Erinnerung Es wecket meine Liebe Die Lieder immer wieder! Es wecken meine Lieder Die Liebe immer wieder! Die Lippen, die da träumen Von deinen heißen Küssen, In Sang und Liedesweisen Von dir sie tönen müssen! Und wollen die Gedanken Der Liebe sich entschlagen, So kommen meine Lieder Zu mir mit Liebesklagen! So halten mich in Banden Die Beiden immer wieder! Es weckt das Lied die Liebe! Die Liebe weckt die Lieder!
Einen Menschen wissen, der dich ganz versteht, der in Bitternissen immer zu dir steht, der auch deine Schwächen liebt, weil du bist sein; dann mag alles brechen: du bist nie allein.
Man nehme der Liebe die Eigenliebe – es bleibt wenig übrig. Von Eitelkeit gereinigt, gleicht sie dem schwachen Rekonvaleszenten, der sich mühsam fortschleppt.
Es ist so gut und leicht gesagt, Ich liebe, liebe dich, Man hat so schnell sich eingeliebt, So ganz herzinniglich. Man fällt sich um den Hals und küßt, Bis man vor Liebe trunken ist; Und kann sein Glück nicht fassen, Und will sein Glück nicht lassen. Und wenn man einmal Abschied nimmt, Ist man zum Tod betrübt; Da fühlt man erst, da weiß man erst, Wie sehr man sich geliebt. Man küßt sich fort und bleibt allein, Man weint sich aus und schickt sich drein, Und träumet unterdessen, Und kann sich nicht vergessen. Und süß ist auch, wenn aus der Fern Die Grüße kommen, gehn – Was aber drum am schönsten bleibt, Das ist das Wiedersehn. Da wird man stumm vor Schreck und Freud, Und möcht in alle Ewigkeit Sich aneinander weiden, Und nun und nimmer scheiden.
Ich versteckte meine Liebe Auf ein Blättchen dieses Buches, Daß des flüchtigen Besuches Dauerndes Gedenken bliebe. Tage gehen, Monde gehen, Jahre gar, Du wirst indessen Ganz des kleines Buchs vergessen, Kaum mit einem Blick es sehen. Aber einst in stillen Tagen Locken Dich die Goldschnittrände, Nimmst es wieder in die Hände, Seine Blätter umzuschlagen. Und dann wirst Du lächelnd lesen Das bekannte, neu entdeckte, Laut gesungne, fein versteckte Lied, wie gut ich Dir gewesen.
Mehr als Liebster Liebster! nein, so sollst du künftig Nimmermehr geheißen sein; Nicht so schlicht wie mein Empfinden Ist das Wort und nicht so rein. Lieber – dieses sei dein Name! Im gesamten Weltrevier Bist ja du das einzig Liebe, Du das einzig Süße mir!